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Glarner Andreas · Nationalrat · 2024-06-03

Glarner Andreas · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2024-06-03

Wortprotokoll

Es sind gerade mal sieben Mitglieder der Grünen anwesend, denen das Anliegen doch angeblich so wichtig ist.

Alleine der Titel lässt aufhorchen: "innerhalb der planetaren Grenzen"! Man denkt, solches habe sich irgendein Schülerparlament ausgedacht. Aber nein, es stehen die üblichen Verdächtigen und sogar auch linksextreme Organisationen hinter dieser Initiative, inklusive der von Greenpeace gesponserten Klimaseniorinnen, und natürlich auch die Verbände und Profiteure, die wir sonst überall antreffen, wenn es gilt, die Wirtschaft zu behindern oder sich etwas vom Staat zu holen. Schaut man sich das Unterstützungskomitee an, so sieht man: Es ist praktisch das gesamte Uni-Umfeld. Das heisst, wir bezahlen offensichtlich die Zerstörer unserer Wirtschaft und unseres Wohlstandes mit unseren Steuergeldern ganz direkt dafür, dass sie unser Land an die Wand fahren wollen.

Wer möchte nicht der Umwelt Sorge tragen? Alle wollen zurück zur Natur, nur niemand zu Fuss. Und so wird wieder einmal vehement und unter Wehklagen über den Untergang unseres Planeten etwas gefordert, was von den Fordernden selbst dann aber selbstverständlich nicht gelebt wird. So werden Herr Wermuth und seine Genossen weiterhin per Flieger in all die Städte reisen, obwohl er gefordert hat, man dürfe diese wegen des Klimawandels nicht mehr oder nur noch per Zug bereisen. Er hat sie ja namentlich aufgezählt und fliegt natürlich trotzdem selbst hin, sei es, um Genosse Scholz in Berlin zu besuchen, oder sei es, um in der Ukraine Kriegstourismus zu betreiben. Sein Hauptgenosse und die Basler Genossin werden selbstverständlich weiterhin nicht mit dem Zug nach Rom fahren, wie eben von Genosse Wermuth gefordert, auch nicht mit der relativ umweltschonenden Linienmaschine, die uns Genosse Wermuth auch verbieten möchte. Nein, die hochwohllöbliche Präsidentin und der hochwohllöbliche Präsident reisen per Bundesratsjet. Man will sich ja nicht mit dem Pöbel am Flughafen beim Check-in treffen.

Aber kommen wir zum wirtschaftlichen Schaden. Die Initiative betrachtet die konsumbedingte Umweltbelastung, also alles, was durch den schweizerischen Konsum anfällt, unabhängig davon, ob diese Güter und Dienstleistungen im In- oder im Ausland hergestellt worden sind. Wir müssen also alle Importe anrechnen lassen, die Exporte sowieso, und somit wäre das Ziel der Grünen und Linken wohl sehr schnell erfüllt: Die Schweiz würde in Ballenberg-Zeiten zurückversetzt. Wir wären dann wohl mit Planwagen unterwegs, die von Pferden gezogen würden, welche aber bitte keine Pferdeäpfel rauslassen dürften, oder mit Lastenvelos, die vom volkseigenen Betrieb in der Reitschule produziert würden. Unsere Bauern würden in volkseigenen Betrieben das anpflanzen, was ihnen Wissenschaftler, welche noch nie eine Stunde auf einem Bauernhof zugebracht haben, vorschreiben würden. Abkaufen würde uns wohl niemand mehr etwas, also hätten wir gewisse Finanzierungsprobleme bei diesen utopischen Ideen, aber als Grüner mache ich mir ja die Welt, wie sie mir gefällt.

Danke, meine Damen und Herren, nun ist genug! Dank Ihrer völlig verfehlten Politik haben wir ein Kraftwerk installiert, welches zur Not zugeschaltet werden muss. Es verbraucht ja nur 74[NB]000 Liter Öl pro Stunde - und dieses Öl würde nicht mit Lastenfahrrädern hingebracht werden. Dank Ihren Ideen stehen wir jeden Tag vor einem möglichen Blackout, welcher uns Milliarden kosten würde. Letztes Mal haben sich Ihre Wissenschaftler und Wetterfrösche leicht getäuscht, und auf den hochgelobten Fotovoltaikpanels lag Schnee, was im April halt doch ab und zu mal vorkommt. In Deutschland, das von Links-Grün regiert wird, besteht der Energiemix an gewissen Tagen zu 67 Prozent aus Kohle und Gas, und genau das wollten sie dort doch verhindern.

Sogar der Bundesrat hält fest, dass die bereits getroffenen Massnahmen dem Nachhaltigkeitsprinzip Rechnung tragen. Sie sind aber, anders als das, was die Initiative fordert, nicht mit einschneidenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen verbunden.

Stoppen wir solchen Unsinn jetzt und sagen wir Nein zu dieser Initiative und somit Ja zu einem vernünftigen Umweltschutz, den wir auch dadurch bezahlen, dass wir unsere Wirtschaft am Laufen halten und unseren Wohlstand mehren!

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