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Studer Heiner · Nationalrat · 2003-09-16

Studer Heiner · Nationalrat · Aargau · Evangelische und Unabhängige Fraktion · 2003-09-16

Wortprotokoll

Ich habe festgestellt, dass ich bei einer Aussage mit Herrn Mörgeli einig bin, und das ist bei [PAGE 1307] einem solchen Thema eigentlich schon viel. Es geht um die Aussage, dass es bei diesem Themenkreis unnötiges Parteiengezänk gibt. Aber wer es verursacht und wer es auf die polemische Ebene verschiebt, das haben wir gehört. Deshalb möchte ich nun inhaltlich auf die Sache eingehen.

Als ich 18 war und anfing, mich politisch zu betätigen, und versuchte, mich mit internationalen Fragen auseinander zu setzen, stellte ich Folgendes fest: Auf dieser Welt hätte es genügend Ressourcen, damit alle gesättigt wären - nicht dass alle reich wären -, dass alle auch genügend bekommen würden, wenn sie irgendwie auf Hilfe angewiesen sind, wenn sie beispielsweise krank sind. In der Zwischenzeit ist die Kluft aber immer noch grösser und tiefer geworden. Für mich war es damals eine visionäre Zielsetzung - und an dieser Zielsetzung halte ich fest, auch wenn es in diesen Jahren sehr viel Frustrierendes gab -, dass es einmal auf dieser Welt keinen Hunger mehr gäbe. Nicht dass alle im Luxus leben, aber dass alle das Minimum erhalten, was sie zum Leben brauchen. Die Vision ist immer noch, dass dies eines Tages erreicht wird.

In diesem Sinne ist es wichtig, dass wir ganz konkrete Schritte auf dieses Ziel hin tun, auch wenn sie klein sind. Einer dieser ganz kleinen, bescheidenen Schritte, die für uns aber von der Summe her doch respektabel sind, besteht darin, dieser Vorlage ungeschmälert zuzustimmen. Wir werden ihr zustimmen, und ich sage Ihnen schon voraus, dass wir beim Entlastungsprogramm nicht bereit sein werden, in diesem Bereich wieder einer Rückstufung zuzustimmen. Auch das ist aus unserer Sicht eine kohärente Politik.