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Hess Hans · Ständerat · 2000-03-21

Hess Hans · Ständerat · Obwalden · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2000-03-21

Wortprotokoll

Ich benütze gerne die Gelegenheit, Herrn Bundesrat Leuenberger und seinen Mitarbeitern für den spontanen Einsatz, den sie im Zusammenhang mit den Sturmschäden geleistet haben, bestens zu danken. Insbesondere danke ich Herrn Bundesrat Leuenberger dafür, dass er vor Ort einen Augenschein genommen hat, um sich ein Bild über das Ausmass des Schadens zu machen. Die betroffene Bevölkerung hat diesen Besuch sehr geschätzt.

Natürlich hätten wir es gerne gesehen, wenn der Antrag meines Kollegen Adalbert Durrer im Nationalrat zu Artikel 4a bereits in dieser Session hätte verabschiedet werden können. Wir haben aber Verständnis dafür, dass das ganze Paket nochmals einer Prüfung unterzogen wird.

Ich darf aber darauf hinweisen, dass wir fest damit rechnen, dass das Geschäft in der Sommersession verabschiedet werden kann. Ich halte hier fest, dass alleine in unserem Kanton 250 000 Kubikmeter Holz am Boden liegen, was in etwa der fünffachen Jahresnutzung entspricht.

Weite Teile des Schutzwaldes sind zerstört. Das wiegt umso schlimmer, wenn man bedenkt, dass vor zehn Jahren der Sturm Vivian in vergleichbarem Masse gewütet hat. Die Behebung dieser Schäden und die Wiederinstandstellung des Schutzwaldes sind vordringlich, weil langfristig in den Bergregionen ohne einen intakten Schutzwald kein Leben möglich ist.

Was passiert, wenn die Schutzwirkung des Waldes nicht innert nützlicher Frist wiederhergestellt werden kann, hat das Unwetter von Sachseln 1997 gezeigt; denn nach den neusten Erkenntnissen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft Birmensdorf scheint es erwiesen, dass am meisten Geröllmaterial, Rutschungen und Rüfenabgänge aus ehemaligen Windwurfflächen mobilisiert worden sind. Das heisst: Wäre der Schutzwald oberhalb Sachseln in einem besseren Zustand gewesen, hätte das Unwetter keinen derart grossen Schaden angerichtet.

Nach dem Orkan Lothar ist der Schutzwald auch in diesem Gebiet noch mehr geschwächt.

Mit Blick auf die anstehenden Sommergewitterfronten stimmt diese Erkenntnis nachdenklich. Der Kanton Obwalden ist in den letzten zehn Jahren von Unwettern hart getroffen worden. Diese Ereignisse - Vivian, das Unwetter von Sachseln, die Lawinenniedergänge 1999 sowie Lothar - verursachten einen Aufwand von rund 100 Millionen Franken. Wir sind auf die Hilfe der Miteidgenossen angewiesen. In diesem Sinne danke ich bereits heute, am Tag des Waldes, dass in der Sommersession dann dem Antrag Durrer zugestimmt wird.

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