Wandfluh Ernst · Nationalrat · 2026-03-19
Wandfluh Ernst · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2026-03-19
Wortprotokoll
Der Wolf ist ein Thema, das die Alpwirtschaft stark beschäftigt. Wir sind jedoch nur eine Minderheit, deshalb ist es für uns auch ein sehr emotionales Thema. Für Sie wiederum, so habe ich manchmal den Eindruck,[NB]ist[NB]es[NB]ein[NB]Thema, mit dem wir Sie nur noch langweilen. Aber ich kann Ihnen versichern: Die Alpwirtschaft steht unter Druck.
Ich bin Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes und habe sehr viel Kontakt zu Älplerinnen und Hirten. Da 2026 von der UNO zudem zum Internationalen Jahr der Weiden und Hirten erklärt worden ist, habe ich auch international sehr viel Kontakt zu Älplern und Hirten, und überall höre ich dasselbe: "Die strenge Arbeit ist uns eigentlich egal, und auch die schlechte Bezahlung ist nicht schön; das nehmen wir in Kauf. Aber der Umgang, das heisst, wie man mit uns Nutztierhaltern umgeht, und wie der Wolf unsere Tiere schädigt, sie verletzt, sie tötet, meistens nur reisst - all das reicht uns einfach. Das geht so nicht mehr weiter." Deshalb bitte ich Sie, uns zu verstehen, wenn wir immer wieder mit solchen Vorstössen zum Thema Wolf kommen. [PAGE 610]
Die vorliegende Motion zielt darauf ab, dass Wölfe auch in Jagdbanngebieten geschossen werden können. Der Wolf ist ein hochintelligentes Tier. Wenn er reguliert wird, zieht er sich in die zahlreichen Jagdbanngebiete zurück, die es in der Schweiz gibt und in denen er nicht bejagt werden kann.
Da bereits eine ähnlich lautende Motion Friedli Esther 25.3715 angenommen worden ist - dafür danke ich Ihnen sehr, denn damit haben Sie unser Anliegen unterstützt -, ziehe ich meine Motion hiermit zurück.