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Egerszegi-Obrist Christine · Nationalrat · 2003-12-17

Egerszegi-Obrist Christine · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2003-12-17

Wortprotokoll

Im Namen der FDP-Fraktion bitte ich Sie, auf dieses Geschäft einzutreten. Es ist eine gute Grundlage für die gesetzliche Regelung der Organspende und der Organentnahme. Ein gesamtschweizerisches Konzept, eine einheitliche Regelung war dringend nötig. Sie haben hier bei diesem Geschäft eine Vorlage von einer grossen Tragweite mit sehr wenigen Minderheitsanträgen. Dieses Geschäft wird kaum das Schicksal des vorhergehenden ereilen.

Zentrale Punkte in dieser Vorlage waren für uns die folgenden: Wichtig ist für uns die Unentgeltlichkeit der Spende; sie ist gewährleistet. Dabei wird der Spender nicht einfach einer allfälligen Schädigung überlassen. Für uns wichtig war die Achtung der Menschenwürde, der Respekt vor dem Willen des Spenders, aber auch seiner Angehörigen, die Achtung im Umgang mit Menschen und Gütern in diesem sensiblen Bereich. Wichtig war auch, dass der Schutz der Urteilsunfähigen gewährleistet ist. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt war die Zuteilung in einem Umfeld, wo es viel zu wenige Organe hat, das heisst, man muss besonders Acht geben, dass kein Handel entsteht, dass mit allgemein gültigen, guten Spielregeln gearbeitet werden kann und niemand diskriminiert wird.

Die FDP-Fraktion war nicht bereit, noch einmal die Diskussion um die Xenotransplantation zu führen. Das Parlament hat hier im Rahmen des Bundesbeschlusses über die Kontrolle von Blut, Blutprodukten und Transplantaten eindeutig entschieden, dass kein generelles Verbot ausgesprochen werden sollte. Deshalb werden wir hier auch der Mehrheit zustimmen.

Wir sind erfreut über diesen guten Entwurf und bitten Sie, auf diese Vorlage einzutreten und in den allermeisten Fällen der Mehrheit zuzustimmen.