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Günter Paul · Nationalrat · 2003-12-17

Günter Paul · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2003-12-17

Wortprotokoll

Meine Frage geht dahin: Herr Gutzwiller, Sie haben vorhin erklärt, dass es nur ein Todeskriterium geben soll. Bis jetzt war der Tod so definiert, dass das Herz stillsteht; für die normalen Mediziner ist das der Tod. Diese [PAGE 2065] Definition funktioniert bei Transplantationen nicht, wie wir alle wissen, denn nach einem Herzstillstand kann man die Organe nicht mehr brauchen. Ich habe jetzt mit Verwunderung gehört, dass Sie gesagt haben, es solle eine Todesdefinition für alles gelten. Ich bringe das nicht zusammen, wie das dann im täglichen Leben gehen soll, denn die normale Todesdefinition ist der Herzstillstand. Weil es für die Transplantation nicht anders geht, hat man den Hirntod als Ersatzdefinition genommen. Aber ich sehe nicht, wie man alles über einen Leisten schlagen, wie man nur ein Todeskriterium haben kann. Ich denke, für die Materialien müsste das schon noch etwas ausgedeutscht werden, damit der zuständige Arzt dann nicht umgekehrt bei jedem Menschen den Hirntod feststellen lassen muss, um sagen zu können, dass der Tod wirklich eingetreten ist.