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Villiger Kaspar · 2003-12-18

Villiger Kaspar · 2003-12-18

Wortprotokoll

Wir sind hier immer etwas in einem Clinch: Auf der einen Seite möchte man möglichst wenig regeln, auf der anderen Seite sind immer wieder Dinge passiert, die eben zeigen, dass man vielleicht halt doch hin und wieder das Selbstverständliche vorschreiben muss. Ich behaupte immer, dass ein Grossteil der Regeln, die von der Wirtschaft immer beklagt werden, von ihr selber verursacht worden sind, weil sie das Normale und Vernünftige nicht getan hat - in Einzelfällen mit grossen Folgen, denken Sie an Enron. Wir möchten hier natürlich nicht zu weit gehen. Aber gerade das, was Herr David erwähnt hat - die Trennung von CEO und Verwaltungsratspräsident - ist im Bankengesetz schon länger enthalten. Es gab dann jedoch einen Finanzmischkonzern, der das wieder vermischt hat. Ich fand das immer falsch, sogar bei mittelständischen Unternehmen, es sei denn, das Unternehmen gehöre dem "Boss" selber, dann kann er tun, was er will. Aber sonst ist das eine nicht ungefährliche Konstruktion.

An solche Grundsätze denkt man. Man denkt nicht an Detailregelungen. Wo wir konkret etwas Besonderes verlangen - Beispiel: Aktuar -, haben wir es ja gesetzlich festgelegt.