Schenker Silvia · Nationalrat · 2004-03-03
Schenker Silvia · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2004-03-03
Wortprotokoll
Ich möchte zuerst meine Interessenbindung offen legen: Ich bin eine gebürtige Solothurnerin und habe vor 27 Jahren in Basel eine Heimat gefunden. Ich fühle mich meiner Region sehr stark verbunden. Nie wird die Region Basel von der übrigen Schweiz so geliebt und beachtet wie dann, wenn der FC Basel in der Champions League spielt oder wenn zum Beispiel - wie jetzt gerade - in Basel Fasnacht ist. Basel hat aber auch noch andere Besonderheiten: Oft scheint bei uns die Sonne, während im Mittelland Nebel und Wolken hängen. Oder etwas anderes: Unsere Region ist stark geprägt durch ihre spezielle Lage, durch die Nähe zum Elsass und zum süddeutschen Raum.
Warum dieser Werbespot für die Region Basel im Zusammenhang mit dem Radio- und Fernsehgesetz? Wir haben in Basel ein Radiostudio, für dessen Erhaltung wir in der Vergangenheit immer wieder kämpfen mussten. Im September 2001 hat der Regionalratsausschuss SRG Deutschschweiz beschlossen, an den drei Studiostandorten Zürich, Basel und Bern festzuhalten. Das ist gut, und darüber sind wir sehr froh. Wie sieht es aber in Zukunft aus? Artikel 30, wie er im Entwurf vorgesehen ist, schreibt nur vor, dass die Programme der SRG überwiegend in den Landesteilen produziert werden sollen, für welche sie bestimmt sind. Aus meiner Sicht genügt das nicht. Diese Regelung trägt den Besonderheiten der Regionen - und ich gebe zu, dass ich stark die Region Basel im Blick habe - zu wenig Rechnung.
Die von mir vorgeschlagene Erweiterung von Artikel 30 schreibt vor, dass innerhalb der Landesteile auch noch die Regionen in Bezug auf die finanziellen und personellen Ressourcen berücksichtigt werden müssen. Mit diesem Antrag möchte ich nicht eine weitere Feinverteilung der Studios erwirken. Es geht darum, den Status quo zu erhalten, d. h. die Studios Bern, Basel und Zürich auch mittelfristig zu sichern.
Ich bitte Sie, meinen Antrag zu unterstützen.