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Binder Max · Nationalrat · 2004-03-19

Binder Max · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2004-03-19

Wortprotokoll

Das Büro hat in einer schriftlichen Umfrage zu diesem Problem Stellung genommen. Das Resultat lautet wie folgt: Eine Fraktion hat sich gemeldet, die SVP-Fraktion. Sie teilt mit, dass sie das erst nach ihrer Fraktionssitzung entscheiden werde. Das Resultat lautet im Moment 8 gegen 1 Stimmen bei allenfalls 3 Enthaltungen. Das würde bedeuten, dass es im Moment so aussieht, dass die Behandlung wie folgt abläuft: Einzelanträge werden in Kategorie IV schriftlich begründet und sind bis 27. April einzureichen, damit sie auch alle übersetzt werden können. Es ist aber auch durchaus möglich, dass aufgrund dieses Resultates noch andere Anträge eingereicht werden und sich das Büro auch mit diesen dann noch zu befassen hätte.

Das ist der Stand der Dinge, den ich Ihnen heute bekannt geben kann. Sie können sich darauf einstellen - allerdings mit der Option, dass das auch wieder ändern kann.

Wir dürfen heute einen langjährigen Mitarbeiter der Parlamentsdienste verabschieden: Herrn Richard Bucher, den Chefdolmetscher des Nationalrates, dessen Arbeit im Parlament nach einem Dritteljahrhundert zu Ende geht.

Richard Bucher wurde am 6. März 1939 geboren, ist diplomierter Dolmetscher und Mitglied des Internationalen Verbandes der Konferenzdolmetscher. Er unterrichtete auch an der Dolmetscherschule Zürich, wo er selbst ausgebildet worden war.

Am 12. Mai 1972 wurde Herr Bucher als Dolmetscher des Nationalrates fest angestellt, nachdem er mehrere Sessionen lang als Stellvertreter tätig gewesen war. Am 4. Oktober 1984 wurde er Chefdolmetscher. Seither hat er die Arbeit der sympathischen Equipe organisiert, die dort oben, flankiert von schutzengelhaften Karyatiden, ihre Arbeit verrichtet. Über dreissig Jahre lang hat Richard Bucher die französischen und italienischen Voten zur allgemeinen Zufriedenheit gedolmetscht. Dank seiner Arbeit ist etwas von der lateinischen Eloquenz über die Saane und die Leventina gedrungen und hat diese dem Deutschschweizer Ohr noch attraktiver gemacht.

Heute geht ein Kapitel im Leben von Richard Bucher zu Ende. Ich wünsche mir, dass er, der von seiner Kabine aus stets eine privilegierte Sicht auf unsere Politik hatte, unser Parlament stets in guter Erinnerung behalten wird. Ganz bestimmt - ganz bestimmt! - wird er einige von Ihnen und auch einige unserer früheren Kolleginnen und Kollegen speziell in Erinnerung behalten.

Ich danke Richard Bucher von ganzem Herzen für seine Treue gegenüber dem Nationalrat und für sein berufliches Engagement in all diesen Jahren. Er tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Herr Bucher, ich wünsche Ihnen weiterhin gute Gesundheit, viel Freude und Wohlergehen. Es würde mich freuen, Sie ab und zu wieder hier im Haus zu sehen.

Für seine Arbeit gebührt Herrn Bucher ein ganz herzlicher Applaus. (Grosser Beifall)

Wir sind am Ende einer als "Light-Session" angekündigten Frühjahrssession. Ich glaube, Sie gehen mit mir einig, dass es keine "Light-Session", sondern eine reich befrachtete Session war, die von uns auch Flexibilität gefordert hat. Ich kann Ihnen heute sagen, dass wir alle grossen traktandierten Geschäfte behandelt haben. Wir haben keine Pendenzen hinterlassen, ausser persönlichen Vorstössen und parlamentarischen Initiativen, die dem neu eingefügten Geschäft "kalte Progression" weichen mussten.

Ich glaube, der Umstand, dass dieses Programm derart eingehalten werden konnte, ist auch Ihnen zu verdanken. Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihr kooperatives Mitmachen.

Ich möchte an dieser Stelle aber auch meiner Unterstützungsequipe ganz herzlich danken: der Generalsekretärin, dann Herrn Ueli Anliker, der mich in hervorragender Art und Weise unterstützt, und selbstverständlich auch meinem Dolmetscher französischer Sprache. Diesen drei gehört und gebührt auch heute, am Ende dieser Session, Ihr herzlicher Applaus! (Beifall)

Ich komme zur Bilanz der persönlichen Vorstösse. Hier sieht es wesentlich weniger erfreulich aus - jedenfalls wenn Sie von den Zahlen ausgehen -: Wir haben 154 persönliche Vorstösse erledigt. Bis vor etwa einer halben Stunde sind 235 Vorstösse neu eingereicht worden. Ich gehe davon aus, dass es inzwischen wahrscheinlich 250 Vorstösse sind. Das würde also eine Negativbilanz von rund 100 Vorstössen bedeuten. Damit haben Sie Ihre Arbeit in diesem Rat auf einige Zeit gesichert.

Ich möchte Ihnen nochmals bestens für Ihr kooperatives Mitwirken danken. Ich wünsche Ihnen einen guten Rest der Woche, ich wünsche Ihnen alles Gute in all Ihren [PAGE 502] Tätigkeiten, und ich hoffe, dass wir uns wieder gesund und munter zur Sondersession im Mai treffen werden. Ich wünsche Ihnen einen guten Heimweg. (Beifall)

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Schluss der Sitzung und der Session um 09.00 Uhr

Fin de la séance et de la session à 09 h 00