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Gross Andreas · Nationalrat · 2004-05-06

Gross Andreas · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2004-05-06

Wortprotokoll

Dieser Minderheitsantrag ist der kleine Versuch, das einzulösen, was Herr Bundesrat Blocher gestern von uns erwartet hat, nämlich aufzuzeigen, in welche Richtung denn die Alternative gehe. Es ist nicht "die" Alternative, aber es ist ein Beitrag dazu: Bei der Beschränkung, bei den Begrenzungsmassnahmen, müssen nicht nur die eigenen unmittelbaren volkswirtschaftlichen Interessen berücksichtigt werden, sondern es muss auch die Lage, die Situation in anderen Ländern, aus denen die betreffenden Menschen kommen, berücksichtigt werden. Denn es geht darum, nicht nur einseitige, enge, kurzfristige, nationale Interessen zu sehen, sondern den Blickwinkel fürs Ganze nicht zu verlieren, auch über das neue Europa hinaus. Ich denke - und das scheint mir ganz wichtig zu sein, wenn wir daran erinnern, was Herr Bundesrat Blocher gestern gesagt hat -: Wenn wir so rechtzeitig das Blickfeld öffnen und längerfristig denken, werden wir letztlich auch im nationalen Interesse handeln. Es ist also kein Gegensatz zwischen nationalen und anderen Interessen, sondern es ist eine unterschiedliche Gewichtung mittelfristiger und längerfristiger Perspektiven. Wer rechtzeitig an die anderen denkt, verteidigt langfristig die eigenen Interessen besser, in dem Sinne, dass er langfristig seine eigenen Interessen besser vertritt, wenn er rechtzeitig auch an die anderen denkt.