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Noser Ruedi · Nationalrat · 2005-06-15

Noser Ruedi · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2005-06-15

Wortprotokoll

Wenn Sie schon einmal an einer Schweinemästerei vorbeigelaufen sind und vielleicht gehört haben, wie das dort tönt, sind Sie sofort der Ansicht, dass es sicher keine gute Sache ist, was in jenem Moment abläuft.

Darum hat der Ständerat auch klipp und klar entschieden: "Die chirurgische Kastration von Ferkeln ohne Schmerzausschaltung ist ab dem 1. Januar 2009 verboten." Punkt! Wenn man dem Ständerat folgt, ist also ganz klar, dass ab 2009 ein Verbot besteht. Dann verstehe ich nicht - besonders wenn die Kollegen von links auch noch betonen, dass die praxistaugliche Methode eigentlich schon da ist -, warum man von diesem Verbot abweicht. Denn der Ständerat geht nun noch weiter: Eine Ausnahme darf nur gemacht werden, falls es bis dann keine praxistaugliche Methode gibt.

Bei der Mehrheit hingegen gibt es keine Begründung mehr, was "grundsätzlich" heisst. Schauen Sie das doch einmal anständig an: "Grundsätzlich" heisst "in der Regel", und es gibt Ausnahmen, und man hat ein Recht auf Ausnahmen. Ich bin zwar nicht Jurist, aber so verstehe ich das auf Deutsch.

Wenn Sie eine einheitliche Regelung wollen und wenn Sie sicher sein wollen, dass ab 2009 keine solchen Kastrationen mehr stattfinden, dann stimmen Sie dem Ständerat zu, und unterstützen Sie die Minderheit. Dann sind Sie für die Schweine. (Heiterkeit)

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