Leutenegger Filippo · Nationalrat · 2005-12-06
Leutenegger Filippo · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2005-12-06
Wortprotokoll
Bei diesem Betrag von 1,94 Millionen geht es darum, dass einmal die Medienforschung mit 850 000 Franken unterstützt wird, zweitens geht es um die Unterstützung und Ausbildung von Radio- und Fernsehschaffenden aus der privaten Szene und um Kurse für TV- und Filmschulen. Nun haben wir an sich schon ein Problem, dass wir in der Weiterbildung - es geht ja um Weiterbildung - eine Ungleichbehandlung zwischen Print- und elektronischen Medien haben. Gleichzeitig kann ich feststellen, dass die SRG SSR idée suisse ihre Kurse selber berappt und auch eigene Ausbildungskurse hat. Es geht also ausschliesslich darum, die privaten Radio- und Fernsehstationen zu unterstützen.
Jetzt haben wir zwei Probleme. Das eine betrifft das Focal, die Filmförderung, die Ausbildungsstätte für die Filmschule, das mit etwa 300 000 Franken subventioniert wird und parallel dazu auch noch vom Bundesamt für Kultur. Gleichzeitig gibt es hier Kurse für Filmschulen. Das heisst, wir haben eine typische Doppelsubventionierung, einerseits vom Bundesamt für Kultur über die Filmförderung, und gleichzeitig werden bei dieser Position ebenfalls Beiträge in der Grössenordnung von etwa 300 000 Franken gesprochen. Das ist ganz klar eine Doppelspurigkeit, deshalb müsste dieser Betrag eindeutig vom Bundesamt für Kultur, nämlich von der Filmförderung, getragen werden. Das Focal wird schon mit 1 Million Franken von der Filmförderung unterstützt.
Das zweite Problem betrifft die Institutionen. Es geht nur um die 800 000 Franken Unterstützung für die Ausbildung. Diese Beträge gehen direkt an die Institutionen und nicht an die Leute, welche die Kurse belegen. Das heisst, wir können hier durchaus einen Effizienzgewinn beantragen, indem die Leute unterstützt werden und nicht die Institutionen. Ich nenne insbesondere das MAZ, das mit 350 000 Franken unterstützt wird, das aber vor allem Printausbildung macht, und das CRFJ in Lausanne und eben, wie gesagt, das Focal.
Darum bitte ich Sie, diesen Mehrheitsantrag zu unterstützen. Er ist vertretbar, und es passiert also nicht viel dabei.