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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2000-09-19

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2000-09-19

Wortprotokoll

In der Tat hätte der Bundesrat auch lieber, wenn demnächst das Dreiliter-Automobil käme, anstatt dass laufend Automobile produziert werden, die eine Spitzengeschwindigkeit von über 250 km/h erreichen. Ich hätte auch lieber, wenn die Investitionen in die Sicherheit und in die Sparsamkeit der Automobile investiert würden anstatt zum Beispiel in die Formel-1-Rennen.

Aber für die Unfälle in der Schweiz - darum geht es ja - ist letztlich eben doch die gefahrene Geschwindigkeit ausschlaggebend und nicht die technische Geschwindigkeit. Auch Automobile mit 120 km/h Höchstgeschwindigkeit können und werden leider zum Teil missbräuchlich eingesetzt, nämlich dann, wenn solche Geschwindigkeiten innerorts gefahren werden. Mit 120 km/h innerorts zu fahren ist genauso gefährlich, wenn nicht viel gefährlicher, wie zum Beispiel mit 300 km/h oder 250 km/h auf einer Autobahn zu fahren. Deswegen ist die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit das Wichtigste. Fahrer und Fahrerinnen haben ihre Geschwindigkeit den Umständen, den Strassenverhältnissen, den Sichtverhältnissen, der Fahrzeugladung und den Besonderheiten des Fahrzeuges anzupassen. Unsere Intentionen müssen dahin gehen, dass diese Bedingungen eingehalten werden.