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Ogi Adolf · Bundesrat · 2000-09-25

Ogi Adolf · Bundesrat · Bern · 2000-09-25

Wortprotokoll

1. Die Frage des Gefängnisbesuches haben Sie gestellt. Ich bin überrascht über das, was Sie jetzt dazu sagen: dass Sie Verständnis dafür haben, dass ich keine Gefängnisse besucht habe.

2. Frau Gonseth, zum Artikel in der "NZZ", den Sie angesprochen haben, muss ich Ihnen sagen: Der Redaktor war beim Gespräch nicht dabei. Er hat nicht das Recht, solches zu schreiben, wenn er nicht dabei war. Auf alle Fälle habe ich die Chinesen nicht im Schlaf vorgefunden. Wenn das der Fall gewesen wäre, wären sie durch meine Fragen sicher geweckt worden.

3. Ich sage es Ihnen ganz offen: Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verwünschen. Wir haben es thematisiert, wir haben es angesprochen. Aber Sie können nicht schon sofort Verbesserungen erwarten. Die Sensibilität ist hoch. Die Chinesen sind sich bewusst, dass hier noch Verschiedenheiten vorhanden sind. Aber Sie können auch nicht sozusagen als Lehrer nach China gehen und sagen: Übernehmen Sie unser Modell, dann wird es funktionieren! Das geht so auch nicht.