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Decurtins Walter · Nationalrat · 2000-09-26

Decurtins Walter · Nationalrat · Graubünden · Christlichdemokratische Fraktion · 2000-09-26

Wortprotokoll

Ich rede zum Streichungsantrag betreffend das Spital Disentis. Ich kann wohl nachvollziehen, wenn die Armeegegner gegen den Ausbau von militärischen Anlagen sind, ich kann auch nachvollziehen, wenn sie gegen den Kauf von neuen Panzern oder Flugzeugen sind. Zu verstehen und zu begreifen, dass man nun aber gegen die Instandstellung und Renovierung eines bestehenden Spitals ist, habe ich die grösste Mühe.

Das Militärspital Disentis besteht seit 27 Jahren, das haben wir gehört. Eine Renovation ist wirklich nötig. Die Zahl der Spitäler ist ja stark reduziert worden, wie wir gehört haben: von 39 auf 14. Wir haben ja auch für die Renovierung der Kaserne Liestal Geld gesprochen, wir haben einen grossen Kredit für den Kauf von Waffen und Panzern gesprochen.

Wenn das jetzt beim Militärspital Disentis nicht möglich sein sollte, also dann weiss ich nicht mehr weiter. Soll man es anzünden oder soll man es zur Ruine werden lassen? Das begreife ich einfach nicht. Dass die 3,7 Millionen Franken nicht nur für die Lüftung sind, das ist doch klar. Also, Herr Günter, will man alles nach Thun verlegen? Das ist jetzt in Disentis, das ist dezentral. Die verschiedenen Spitäler liegen dezentral, da habe ich es schwer zu begreifen, dass man das Militärspital Disentis nicht renovieren kann. Das sollte wirklich möglich sein.

Ich ersuche Sie also, den Antrag der Minderheit II (Günter) abzulehnen und der Kommissionsmehrheit zuzustimmen.

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