Leuenberger Ernst · Ständerat · 2007-06-05
Leuenberger Ernst · Ständerat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2007-06-05
Wortprotokoll
Bevor wir uns über die Wolle in die Wolle geraten, möchte ich die Frau Bundesrätin bitten, eine Klarstellung vorzunehmen. Ich gehöre auch zu jenen, die etwa fünfzig Zuschriften für dieses sehr, sehr, sehr, sehr sympathische Anliegen erhalten haben; sie wurden uns von äusserst sympathischen Leuten zugeschickt, und ich bin bewegt davon. Nur habe ich in den letzten Tagen mit einer Fachperson über die Geschichte gesprochen. Ich habe gesagt: Jetzt will ich einmal ganz genau wissen, was mit der Schweizer Schafwolle passiert. In der Kommission habe ich gehört, dass die Qualität der inländischen Schafwolle leider dergestalt sei, dass man sie nicht für sehr viel brauchen könne. Man könne sie etwa zu Isolationszwecken benützen oder die Autoindustrie brauche sie, um Sitze zu polstern. Und ich gestehe Ihnen auch: Ich trage keine schafwollenen Socken. Darum muss ich Ihnen sagen, dass die letzte Nachricht, die mir zugetragen worden ist, mich schockiert hat. Ich möchte deshalb wissen, ob diese Nachricht stimmt oder nicht: Man hat mir gesagt, ein Teil der schweizerischen Schafwolle gehe ins Ausland und werde dort vernichtet. Das möchte ich nun einmal wissen: Stimmt das, oder stimmt das nicht? Ich gestehe Ihnen, und das hat jetzt etwas Winkelried'sches: Ich sehe eigentlich keine Begründung für die Subvention, denn diese ändert nun am Schicksal der Eidgenossenschaft wirklich wenig.