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Altherr Hans · Ständerat · 2007-09-25

Altherr Hans · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2007-09-25

Wortprotokoll

Ich ersuche Sie, dem Antrag der Mehrheit zu folgen, und ich möchte nur ganz kurz auf das Votum von Frau Fetz reagieren. Sie hat gesagt, jedes System habe Schnittstellen. Wenn Sie aber dem Antrag der Minderheit folgen, schaffen Sie zwei zusätzliche Schnittstellen: Wo beginnt die Akut- und Übergangspflege, und wo endet sie? Wo geht es dann weiter im System - davon abgesehen, worauf Frau Forster hingewiesen hat, dass die Definition der Akut- und Übergangspflege äusserst unsicher ist?

Es kommt dazu, dass jedes System auch Anreize schafft. Überlegen Sie sich einmal etwas ganz Einfaches: Wir haben zuerst einen Spitalaufenthalt. Der wird mit DRG vermutlich kürzer. Das heisst, in den Spitälern werden Betten oder Abteilungen frei. Dann schaffen Sie ein System der Übergangspflege, mit welchem Sie die Kosten übernehmen, nicht irgendwelche Leistungen, sondern die Kosten. Jedes Spital, das vor diesem Problem - freie Betten - steht, wird eine Abteilung für Akut- und Übergangspflege schaffen. Das ist betriebswirtschaftlich völlig normal, man reagiert auf die Anreize. Aber volkswirtschaftlich ist das verheerend. Die Kosten werden weiter massiv steigen. Das kann nicht das richtige System sein. Für die Idee habe auch ich ein gewisses Verständnis, aber wenn schon, dann müsste man das anders machen.

Ich mache Ihnen beliebt, selbst wenn Sie unsicher sind, der Mehrheit zuzustimmen. Damit schaffen Sie eine Differenz zum Nationalrat, und die Diskussion kann hier weitergeführt werden.