Leuthard Doris · Bundesrat · 2007-12-17
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2007-12-17
Wortprotokoll
Herr Cathomas erkundigt sich nach der Zuteilung der Master-Studiengänge an die Fachhochschulen, insbesondere an die Fachhochschule Ostschweiz. Heute ist die dreijährige Fachhochschulausbildung auf dem Arbeitsmarkt sehr gut positioniert. Es ist aber wichtig, dass der Bachelor-Abschluss berufsqualifizierend bleibt und die Umstellung auf das Bachelor- und Master-System [PAGE 1923] nicht zu einer allgemeinen Verlängerung der Fachhochschulausbildung führt. Bund und Kantone haben sich deshalb in der Fachhochschul-Mastervereinbarung zum Ziel gesetzt, aufgrund der Bedeutung und des Stellenwertes des Bachelor-Abschlusses in der Arbeitswelt gesamtschweizerisch nur eine beschränkte Anzahl von qualitativ hochstehenden und praxisorientierten Master-Studiengängen aufzubauen. Dabei sind auch die finanzpolitischen Vorgaben des Bundes gemäss den Parlamentsbeschlüssen betreffend BFI und den Kantonsbeschlüssen einzuhalten.
Für die Bewilligung eines Master-Studienganges sind nach der Fachhochschul-Mastervereinbarung namentlich folgende quantitative und qualitative Kriterien zu erfüllen:
1. Mindestanzahl von Studierenden;
2. Studienumfang;
3. fachbezogene Kompetenzprofile und Forschungsbezug für eine weiter gehende Berufsqualifizierung;
4. Forschungsschwerpunkt von mindestens nationaler Bedeutung, namentlich ausreichende, nachhaltige, mit der Arbeitswelt und anderen Institutionen vernetzte Forschungsaktivität;
5. optimale Aufgabenteilung und Kooperation;
6. gesamtschweizerische Koordination und Schwerpunktbildung.
Die Bewilligung der Master-Studiengänge der Fachhochschule Ostschweiz - namentlich an der HTW Chur - steht in engem Zusammenhang mit dem Erfüllen der selektiven Kriterien in der Fachhochschul-Mastervereinbarung. Das Verfahren ist derzeit noch im Gange. Ziel ist es, mit Blick auf den Start der Master-Studiengänge im Wintersemester 2008/09 bis Ende dieses Jahres eine erste Tranche von Master-Studiengängen zu bewilligen.