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Carobbio Guscetti Marina · Nationalrat · 2008-03-19

Carobbio Guscetti Marina · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-03-19

Wortprotokoll

Es gibt viele Gründe, um den Rückzug des beschlossenen Cargo-Massnahmenpakets zu fordern, wie man sieht, wenn man auf das Beispiel Bellinzona schaut. Die Erfolgsrechnung der industriellen Werkstatt Bellinzona im Jahr 2007 ist positiv. In Bellinzona hat man in den letzten Jahren im Bereich Güterwagen und Lokomotiven Kompetenzen und Know-how ausgestaltet, die durchschnittlichen Unterhaltskosten sind gesunken - Resultate, die trotz starker Materialpreiserhöhungen und der Teuerung erreicht worden sind. Was will jedoch das Management der SBB trotz all dieser Ergebnisse tun? Eine Werkstatt schliessen und 126 fixe Arbeitsplätze und 70 Arbeitsplätze auf Abruf in Bellinzona streichen. Ich frage Sie, meine Damen und Herren, Herr Bundesrat: Wo ist hier die unternehmerische Logik?

Man sagt, dass für den Erhalt der Werkstätten in Bellinzona Investitionen von 55 Millionen Franken nötig sind, Investitionen, die sich die SBB nicht leisten könnten. Wie kommt man auf diese Zahl von 55 Millionen Franken, wenn sich die unumgänglichen Investitionen für das ganze Industriewerk Bellinzona bis ins Jahr 2010 auf 10 Millionen Franken belaufen? Weshalb spricht man nicht davon, dass auch in Yverdon-les-Bains rund 50 Millionen Franken an Investitionen nötig wären, wenn man den Unterhalt des schweren Rollmaterials dorthin verschieben würde?

Ich weiss, es ist in dieser Debatte schwierig, auf Zahlen einzugehen; zu viele Unsicherheiten stecken noch in diesen Analysen. Vonseiten der SBB hört man aber, dass die von der Werkstatt Bellinzona verursachten Unterhaltskosten für die Sanierung von SBB Cargo entscheidend sind. Das Defizit von SBB Cargo beläuft sich auf 191 Millionen Franken. Glaubt man wirklich, dass die Schliessung der Werkstatt Bellinzona das Problem von SBB Cargo lösen könnte?

Die Reaktionen im Tessin sind heftig, und ich glaube, sie haben viele hier in der Deutschschweiz überrascht. Es sind eben nicht nur die Angestellten und ihre Familien, die sich für ihre Arbeitsplätze wehren. Es ist der gesamte Kanton, der um seine Existenz als Teil unseres Landes kämpft. Heute bittet ein ganzer Kanton die Politik um eine konkrete Antwort, nicht nur um eine Scheinlösung. Diese Antwort muss heute auch vom Bundesrat kommen. Es geht um das klare Zeichen, dass die SBB die Massnahmen zurückziehen und bereit sind, den Prozess zusammen mit den Sozialpartnern und den Regionen neu zu starten.

Il dibattito di oggi non riguarda solo il Ticino ma il futuro di FFS Cargo e il trasferimento del traffico merci dalla strada alla ferrovia.

Dal Ticino, con un'enorme solidarietà, è partita una chiara richiesta all'indirizzo della politica federale. Le FFS sono un servizio pubblico e come tale devono agire e mantenere posti di lavoro di qualità anche nelle regioni periferiche. La politica deve assumere le sue responsabilità anche correggendo in tal senso il mandato di prestazione delle FFS, ma soprattutto non accettando le arroganti logiche di manager e di ditte di consulenza, per di più ben pagate, che senza mostrare le vere cifre e i contenuti dei rapporti della task force mettono a repentaglio non solo il futuro dell'azienda ma anche la coesione nazionale.

Oggi aspettiamo un segnale forte da parte della politica e del Consiglio federale, un segnale che permetta di azzerare le misure di ristrutturazione decise in modo unilaterale. Oggi dobbiamo garantire un futuro alle officine di Bellinzona e anche a FFS Cargo.

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