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preparatory:AB 91710

Büchler Jakob · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion CVP/EVP/glp · 2008-12-09

Wortprotokoll

Ausbildungsdienste im Ausland, das heisst nicht, dass jeder WK im Ausland stattfinden wird. Ausbildungsdienste im Ausland dürfen nur durchgeführt werden, wenn das Ausbildungsziel in unserem Land nicht erreicht werden kann. Darum geht es und um nichts anderes. Es ist falsch zu glauben, jeder WK müsse im Ausland geleistet werden. Ich habe auch schon Mütter aufgeklärt, die das befürchteten, und sie beruhigt: Das ist nicht so. Es geht wirklich um den Kampf der verbundenen Waffen mit schweren Mitteln. Unsere Waffenplätze sind nun einmal zu klein. Auf den 8,5 Quadratkilometern, die der grösste Waffenplatz in der Schweiz umfasst, können Sie keine ernsthaften Übungen mehr durchführen. Ich hatte auch Kontakt mit Truppenkommandanten, die mir gesagt haben: "Geben Sie uns doch bitte die Möglichkeit, einmal eine ernsthafte, eine richtige Übung durchzuführen."

Wir wollen eine Verteidigungsarmee, das war schon in Flims ein Thema. Die Verteidigung ist ein Teil unserer Armee, und wenn wir das wollen, dann müssen wir der Armee auch die Möglichkeit für eine ernsthafte, eine glaubwürdige Übung geben. In meiner Heimat, im Linthgebiet, war einmal ein Haubitzenstandort, wo ständig geschossen wurde. Diese Schiessplätze gibt es heute nur noch auf der Karte, sie können nicht mehr weiter betrieben werden. Unsere Übungsmöglichkeiten werden in der Schweiz immer stärker eingeschränkt, und darum sind die Übungen eben auch nicht mehr glaubwürdig. Es geht darum, diese Einsätze auf unseren Schiessplätzen vorzubereiten und dann alle zwei bis drei Jahre eine glaubhafte Übung auf einem ausländischen Schiessplatz - ich denke zum Beispiel an einen Schiessplatz in Österreich - durchzuführen.

Wir haben in der Kommission mit Überzeugung den jetzigen Antrag der Mehrheit unterstützt und bitten Sie, dies ebenfalls zu tun.