Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2008-12-15
Wortprotokoll
Der Tochtertag findet seit 2001 einmal pro Jahr in der ganzen Schweiz statt. Ziel ist es, die Mädchen darin zu unterstützen, Stereotypen und Ängste zu überwinden, die sie mit der Wahl eines Berufs verbinden könnten, der hauptsächlich von Männern ausgeübt wird. Der Anlass ist Jahr für Jahr sehr erfolgreich und trägt dazu bei, die Chancengleichheit von Frauen und Männern zu verwirklichen. Der Tochtertag wird in den einzelnen Kantonen, Institutionen und Unternehmen teilweise unterschiedlich organisiert.
In der Bundesverwaltung ist es den einzelnen Verwaltungseinheiten freigestellt, ob sie einen Tochtertag organisieren wollen oder nicht. Sie erarbeiten ihr eigenes Programm und entscheiden, ob sie den Anlass sowohl für Mädchen als auch für Knaben anbieten und ob sie Fünft-, Sechst- oder Siebentklässlerinnen und -klässler einladen wollen. Im Jahr 2008 haben die meisten Departemente und Ämter ein Rahmenprogramm ausgearbeitet, das sich sowohl an Mädchen als auch an Knaben richtete.
Der Bundesrat ist der Ansicht, dass weiterhin die Verwaltungseinheiten entscheiden sollen, ob sie einen solchen Anlass durchführen wollen. Sie sollen weiterhin die Freiheit haben, ein Programm auszuarbeiten, das aufgrund der jeweiligen Verhältnisse am besten geeignet ist.