Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2009-03-09
Wortprotokoll
Das Anliegen der Minderheit ist sicher berechtigt. Der Tourismus ist der viertgrösste Pfeiler unserer Volkswirtschaft. Entsprechend viele Arbeitsplätze, nämlich über 335 000, sind in diesem Bereich eingebettet. Weil der Tourismus vor allem im Sommer auch unter der Krise leiden wird, haben wir auch hier ein Impulsprogramm vorgesehen. Es wird vor allem um ein Angebotsmarketing gehen, das Schweiz Tourismus umsetzen will.
Ich erachte es aber als falsch, Schweiz Tourismus im Bereich der Marketingaktivitäten jetzt restriktive Vorgaben zu machen. Das würden wir natürlich tun, wenn wir sagten, dass die Hälfte der vorgesehenen Gelder nur im Bereich der Unesco-Aktivitäten eingesetzt werden dürfe. Schweiz Tourismus hat uns versichert, dass gerade der naturnahe Tourismus ein wertvoller Pfeiler ist. Es gibt diverse neue Programme, die in diesem Feld bestehen und ausgeweitet werden sollen; aber hier gezielt die Hälfte der Mittel dafür vorzusehen würde des Guten zu viel bedeuten.
Ich bitte Sie deshalb, diesen Minderheitsantrag abzulehnen und Schweiz Tourismus bei der Umsetzung des Marketings freie Hand zu lassen, dies aber mit dem Wunsch - das haben Sie von uns schon gehört -, dass der Bereich des naturnahen Tourismus, auch des Agrotourismus in diese Aktivitäten eingeschlossen wird.