Mörgeli Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2009-03-19
Wortprotokoll
Mit Blick auf eine mögliche gewerbliche Tätigkeit des Nationalmuseums steht jetzt: "Das Schweizerische Nationalmuseum kann gewerbliche Leistungen erbringen und Rechte verleihen, wenn dies in einem engen Zusammenhang mit seinen Aufgaben steht und deren Erfüllung nicht beeinträchtigt." Wir beantragen Ihnen, die Bestimmung "wenn dies in einem engen Zusammenhang mit seinen Aufgaben steht" zu streichen. Wir sollten dem Nationalmuseum hier nicht allzu enge Fesseln anlegen, wenn es sich schon bemüht, auch gewerbliche Leistungen anzubieten, Geld zu verdienen und seine Tätigkeit mithilfe von Sponsoren aufzubessern. Anders ist es heute nicht mehr möglich, eine sinnvolle Museumslandschaft zu betreiben, entsprechende Ausstellungen zu organisieren und Publikationen zu verfassen. Es wäre unsinnig, wenn wir hier dem Nationalmuseum zu enge Fesseln anlegen würden. Wir würden damit auch die wirtschaftliche, die finanzpolitische Fantasie einschränken, die nötig ist, um eine gute Arbeit zu leisten.
Wir können uns für das Landesmuseum durchaus auch unkonventionelle Möglichkeiten vorstellen: Im Magazin in Affoltern stehen heute ganz hervorragende Stücke herum. Warum kann man solche Stücke, beispielsweise wunderschöne Möbel aus den verschiedensten Landesteilen, nicht jahresweise an Private oder an Firmen vermieten? Dann würden sie viele Leute erfreuen. Man müsste natürlich Sorge tragen zu solchen Stücken, könnte damit aber ganz wunderbare Einnahmen generieren. Es gibt vielleicht auch in diesem Saal Leute, die Interesse an einer solchen Leistung hätten, je nach Kantonsherkunft vielleicht an anderen Stücken - für Herrn Aebi gäbe es z. B. eine schöne Emmentaler Uhr, er müsste natürlich dafür bezahlen -, und alle hätten etwas davon.