Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2009-03-04
Wortprotokoll
Ich muss in meiner Antwort eine Ungewissheit bestehen lassen, und zwar deswegen, weil das Angebot des Fernverkehrs auf dieser Linie und im Verkehr im Allgemeinen durch die Verkehrsunternehmen und nicht durch den Bund bestimmt wird. Was wir machen, ist die Infrastruktur; in die Infrastruktur investieren wir. Indem wir das tun, wollen wir auch unterstreichen, dass uns diese Linie am Herzen liegt. Wir finden diese Linie wichtig, und wir finden es wichtig, dass auf dieser Linie umsteigefrei nach Paris gefahren werden kann. Das ist unser Beitrag. Der Betrieb wird aber eben nicht von uns, sondern im Moment von Lyria, einer Tochtergesellschaft von SNCF und SBB, betrieben. Da besteht natürlich die Gefahr, dass Lyria, wenn die Fahrt nach Paris von Bern über Basel ebenso schnell wie die andere Linie ist, nämlich vier Stunden, auf die erstgenannte Strecke setzen wird.
Was haben wir für Möglichkeiten? Wir müssen die Möglichkeiten zusammen mit den Kantonen ausloten, weil es dann um Bestellungen geht. Das müssen wir zusammen mit den Kantonen und den Bahnunternehmungen machen, und das werden wir auch machen. Das Resultat dieser Bemühungen kann ich Ihnen aber nicht vorweg nennen; ich kann nichts garantieren. Was ich Ihnen garantieren kann, ist, dass uns diese Linie wichtig ist und dass wir zusammen mit den Kantonen und Bahnunternehmungen versuchen werden, eine Lösung zu finden. Wie es aber herauskommt, ist, wie so manches, halt noch offen.