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Gilli Yvonne · Nationalrat · St. Gallen · Grüne Fraktion · 2009-05-27

Wortprotokoll

Ich spreche für eine grosse Minderheit bei den Grünen, die durchaus dafür ist, dass missbräuchliche Preise durch den Preisüberwacher auch kontrolliert werden können.

Das Bandbreitenmodell unterstützen wir, weil dieses Modell Verwaltungskosten spart, da die Preise nur dann überwacht und allenfalls korrigiert werden müssen, wenn sie die festgelegte Bandbreite überschreiten. Der Wettbewerb innerhalb der Branche bleibt gewahrt, ja er wird durch den Handel im Internet in Zukunft noch verstärkt spielen.

Wettbewerb soll aber im Buchhandel auch Fairplay heissen, und dafür braucht es klare Rahmenbedingungen. Die Preise bewegen sich dynamisch innerhalb der vorgegebenen Bandbreite. Gegen unten muss die Preisbindung die Existenz und die Qualität kleiner und mittlerer Buchhandlungen sichern. In der Schweiz sind nicht nur die Löhne und Mieten und damit die Aufwände höher für die Branche, auf der Konsumentenseite ist auch die Kaufkraft höher. Die Preisbegrenzung nach oben korrigiert das hohe West-Ost-Gefälle in der Schweiz. Das Bandbreitenmodell definiert den Spielraum des Preisüberwachers und sichert damit auf dieser Seite, dass die Kaufkraft der Konsumentin und auf der anderen Seite die Aufwände im Buchhandel im Vergleich mit den Nachbarländern berücksichtigt werden.

Unterstützen Sie deshalb das Bandbreitenmodell! Sie sprechen sich damit für eine verwaltungsarme und eine branchennahe, damit eben praktische Umsetzung der Preisbindung aus.