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David Eugen · Ständerat · St. Gallen · Fraktion CVP/EVP/glp · 2009-06-04

Wortprotokoll

Ich möchte die Intervention von Kollege Gutzwiller unterstützen; ich teile diese Meinung. Die Zahlen, die hier in der Interpellationsantwort dargestellt werden, rufen nach Massnahmen. Es kann ja nicht sein, dass wir in der Schweiz an einem so harten Numerus clausus festhalten, während immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz arbeiten. Das kann doch nicht sein. Herr Bundesrat, Sie haben das vorhin auch gesagt: Ich behaupte, dass ein Teil des Problems des Mangels an Hausärzten wahrscheinlich auch darin liegt, dass man für die Hausarzttätigkeit unter Umständen andere Fähigkeiten in den Vordergrund stellen muss, als dies in den Anfangsstudiengängen des Medizinstudiums getan wird, wo ja die Naturwissenschaften sehr stark prävalieren und diese auch benutzt werden, um zu selektionieren.

In dem Sinne ist der Gesundheits- und Bildungsminister schon aufgefordert, hier Einfluss zu nehmen. Herr Bundesrat, Sie sind ja jetzt Präsident dieser grossen Kommission, die in der Verfassung steht und alles im Bereich der Universitäten ordnet. Ich finde, dass dies ein ganz enorm wichtiges Thema ist, das Sie aufgreifen sollten, um hier irgendwie eine Änderung herbeizuführen. Es müsste so sein, dass wieder ein erheblicher Teil der schweizerischen Kosten in den Spitälern primär für Ärzte und Ärztinnen aus der Schweiz gedeckt werden. Natürlich möchte ich ja nichts gegen die Zuwanderung von Ärzten sagen. Diese Leute sind sehr fähig; ich erlebe sie immer als sehr fähige Ärzte. Aber primär sollten wir den Bedarf in dieser doch sehr wichtigen und interessanten Berufsgattung doch aus dem eigenen Land decken.

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