Lexipedia

Décision

2024.SIDGS.656

Beiträge aus dem Lotteriefond an die Nothilfe Bangladesch/Laos, Peru und Tschad

30 octobre 2024Allemand5 min

Source be.ch

Beiträge aus dem Lotteriefond an die Nothilfe Bangladesch/Laos, Peru und Tschad

Regierungsratsbeschluss RRB Nr.: 1081/2024 Datum RR-Sitzung: 30. Oktober 2024 Direktion: Sicherheitsdirektion Geschäftsnummer: 2024.SIDGS.656 Klassifizierung: Nicht klassifiziert

Beiträge aus dem Lotteriefonds an die Nothilfe in Bangladesch/Laos, Peru und Tschad

Rechtsgrundlagen:

  • Artikel 43 Absatz 1 Buchstabe d des Kantonalen Geldspielgesetzes vom 10. Juni 2020 (KGSG; BSG 935.52)
  • Artikel 61 der Kantonalen Geldspielverordnung vom 2. Dezember 2020 (KGSV; BSG 935.520)

01 Gesuchsteller: Schweizerisches Rotes Kreuz SRK, Bern Geschäfts Nr.: 839651 Vorhaben: Nothilfe: Asien (Bangladesch und Laos) - Verheerende Überschwemmungen nach Taifun Yagi Gegenstand: Der Taifun Yagi hat im September 2024 in mehreren Ländern Südostasiens viel zerstört. Heftige Winde und starke Regenfälle führten zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Insgesamt sind über 20 Mio. Menschen betroffen. Der Osten und Südosten von Bangladesch wurde schon im Juni 2024 durch den Tropensturm Remal getroffen und erlebte im Juli und August heftige Mon- sunregen. Die Lage war bereits angespannt, viele Menschen lebten schon in Notunterkünften. Die jüngsten Fluten haben nach Angaben des nationalen Katastrophenschutz-Koordinationszentrums um die 70 Todesopfer gefordert. Über eine halbe Million Menschen sind in Notunterkünften untergebracht, ebenso viele Familien sind nach wie vor von Wassermassen eingeschlossen. In Bangladesch allein leiden 15 Millionen Menschen unter den Auswirkungen des Wirbelsturms. Auch in Laos traf der Taifun Yagi auf Gebiete, welche durch vorangegangene starke Monsunregen bereits geschwächt waren. Durch den Anstieg des Was- serspiegels des Mekongs sind 14 von insgesamt 17 Provinzen von Über- schwemmungen betroffen. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) unterstützt die Massnahmen des Roten Halbmonds von Bangladesch sowie des Laotischen Roten Kreuzes sowohl per- sonell mit Expertisen als auch mit der Umsetzung von Soforthilfemassnahmen wie der Trinkwasserversorgung, Verteilung von Lebensmitteln, Hygieneutensi- lien, Medikamenten oder Decken sowie Bargeldhilfen. Von den Massnamen sollen rund 24'000 Menschen profitieren. Der Beitrag aus dem Lotteriefonds geht an die direkten Nothilfemassnahmen gemäss Appell des SRK. Gesamtkosten: CHF 250'000.00 Beitrag LF: CHF 90'000.00 Kontierung: 4600-4460010401-209100107

Beitragsverfall: Die Beitragszusicherung ist auf 4 Jahre ab Beschlussdatum befristet. Schriftlich begründete Anträge für eine Fristverlängerung gemäss Art. 43 Abs. 2 und 3 der Kantonalen Geldspielverordnung vom 2. Dezember 2020 (KGSV; BSG 935.520) müssen bis spätestens zwei Monate vor der Verjährung eingereicht werden. Bedingungen: - Die Auszahlung erfolgt nach Beschlussfassung - Auf die Unterstützung aus dem Lotteriefonds muss in geeigneter Form hin- gewiesen werden: www.be.ch/logos-fonds. Ergebnis: Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen. Kostenregelung: Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

02 Gesuchsteller: Save the Children, Zürich Geschäfts Nr.: 839652 Vorhaben: Nothilfe: Waldbrände in Peru Gegenstand: Seit Mitte Juli 2024 leiden mehrere Distrikte des Amazonasgebiets, insbeson- dere Regionen mit Primärwäldern, Schutzgebieten und landwirtschaftlichen Flächen unter Waldbränden und Wasserknappheit. Das Global Wildfire Infor- mation System (GWIS), welches Waldbrände per Satellit überwacht, verzeich- net für das Jahr 2024 bereits rund 10’400 Brände in Peru, mehr als doppelt so viele wie im Rekordjahr 2020. Die peruanische Regierung hat Ende September 2024 den Notstand ausgerufen. Die Menschen leiden an Atemwegserkrankungen und erleben einen kritischen Mangel an sauberem Trinkwasser verbunden mit der Verwüstung ihrer landwirt- schaftlichen Nutzplanzen. Gemäss dem peruanischen Ministerium für land- wirtschaftliche Entwicklung und Bewässerung wurden wichtige Kulturpflanzen wie Kakao, Reis, Bananen, Kaffee und Orangen stark in Mitleidenschaft gezo- gen. Save the Children unterstützt die lokalen Behörden und leistet Soforthilfe durch Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidern und Hygieneartikeln. Ausserdem sichert die Organisation den Zugang zu Trinkwasser, medizinischer Versorgung und sanitären Einrichtungen. Von den Massnahmen können rund 5'800 Menschen profitieren. Der Beitrag aus dem Lotteriefonds geht an die direkten Nothilfemassnahmen gemäss Appell von Save the Children. Gesamtkosten: CHF 193'200.00 Beitrag LF: CHF 70'000.00 Kontierung: 4600-4460010401-209100107 Beitragsverfall: Die Beitragszusicherung ist auf 4 Jahre ab Beschlussdatum befristet. Schriftlich begründete Anträge für eine Fristverlängerung gemäss Art. 43 Abs. 2 und 3 der Kantonalen Geldspielverordnung vom 2. Dezember 2020 (KGSV; BSG 935.520) müssen bis spätestens zwei Monate vor der Verjährung eingereicht werden. Bedingungen: - Die Auszahlung erfolgt nach Beschlussfassung - Auf die Unterstützung aus dem Lotteriefonds muss in geeigneter Form hin- gewiesen werden: www.be.ch/logos-fonds. Ergebnis: Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen. Kostenregelung: Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

03 Gesuchsteller: women's hope international, Bern Geschäfts Nr.: 839653 Vorhaben: Nothilfe: Humanitäre Situation im Osten des Tschad Gegenstand: Der Bürgerkrieg im Sudan hat einen massiven Flüchtlingsstrom verursacht. Bereits sind über 840'000 Menschen in den Tschad geflüchtet, knapp 90% der geflüchteten sind Frauen und Kinder. Der Tschad ist im Human Development Index (HDI) der Vereinten Nationen als sechst ärmstes Land der Welt geführt. Die ohnehin prekäre Lage im Land hat sich durch den Zustrom an Geflüchteten weiter verschärft. Seit Beginn des Konflikts im Sudan sind im Tschad die Nah- rungsmittelpreise um 40% gestiegen. Grundbedürfnisse wie Nahrung, Trink- wasser, Unterkunft und medizinische Versorgung können nicht mehr ausrei- chend gedeckt werden. Women’s hope international ist seit fünf Jahren in der Gesundheitsversorgung im Osten des Landes aktiv. Die vorhandenen Gesundheitszentren können den grossen Ansturm an geflüchteten Menschen nicht bewältigen. Women’s hope international unterstützt die lokale Partnerorganisation BASE in der Umsetzung eines zeitlich begrenzten Nothilfezentrums, welches die medizinische Grund- versorgung von insbesondere schwangeren Frauen und Kleinkindern sicher- stellt. Von den Massnahmen sollen 45'000 Menschen direkt und 185'000 Familien indirekt profitieren. Der Beitrag aus dem Lotteriefonds geht an die direkten Nothilfemassnahmen gemäss Appell von women’s hope international. Gesamtkosten: CHF 94'309.00 Beitrag LF: CHF 30'000.00 Kontierung: 4600-4460010401-209100107 Beitragsverfall: Die Beitragszusicherung ist auf 4 Jahre ab Beschlussdatum befristet. Schriftlich begründete Anträge für eine Fristverlängerung gemäss Art. 43 Abs. 2 und 3 der Kantonalen Geldspielverordnung vom 2. Dezember 2020 (KGSV; BSG 935.520) müssen bis spätestens zwei Monate vor der Verjährung eingereicht werden. Bedingungen: - Die Auszahlung erfolgt nach Beschlussfassung - Auf die Unterstützung aus dem Lotteriefonds muss in geeigneter Form hin- gewiesen werden: www.be.ch/logos-fonds. Ergebnis: Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen. Kostenregelung: Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

Finanzielle Situation Lotteriefonds per 16.10.2024

Nettobestand Lotteriefonds (inkl. CJB) CHF 105'386’801 Neue Verpflichtungen durch vorliegenden Beschluss CHF 190’000

Im Namen des Regierungsrates

Christoph Auer Staatsschreiber

Verteiler ‒ Sicherheitsdirektion