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Décision

RRB Nr. 1393/2022

Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich, Entwicklungszusammenarbeit, Beiträge 2022

26 octobre 2022Allemand45 min

Source zh.ch

Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich, Entwicklungszusammenarbeit, Beiträge 2022

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 26. Oktober 2022

1393. Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich (Beiträge 2022, Entwicklungszusammenarbeit) Gemäss dem Lotteriefondsgesetz vom 2. November 2020 (LFG; LS 612) entscheidet der Regierungsrat auf Antrag der zuständigen Direktion über die Gewährung von Beiträgen aus dem Gemeinnützigen Fonds. Übersteigt ein Beitrag 1 Mio. Franken, bedarf der Entscheid der Ge- nehmigung des Kantonsrates. Das fakultative Referendum ist ausge- schlossen (§ 9 Abs. 1 LFG). Der Entscheid kann mit Bedingungen und Auf‌lagen verbunden werden (§ 9 Abs. 4 LFG). Bedingungen und Auf- ‌lagen von untergeordneter Bedeutung kann die Fondsverwaltung nach- träglich ganz oder teilweise aufheben (§ 9 Abs. 5 LFG). Alle Beiträge werden praxisgemäss auf ein Vielfaches von Fr. 1000 abgerundet. Bis zum Vortag dieses Beschlusses hat der Regierungsrat bereits die folgenden Beschlüsse zur Gewährung von Beiträgen aus dem Gemein- nützigen Fonds mit dem folgenden Gesamtbetrag gefasst (in den mit einem * bezeichneten Fällen unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Kantonsrates): RRB Nr. 71/2022 Ein Naturmuseum für Zürich Fr. 6 000 000 RRB Nr. 73/2022 Special Olympics World Winter Games 2029 Fr. 1 800 000 RRB Nr. 357/2022 Soforthilfe für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine Fr.  1 000 000 RRB Nr. 720/2022 Beiträge 2022, 1. Serie Fr.  2 046 000 RRB Nr. 813/2022 Soforthilfe für die Ukraine Fr.  100 000 RRB Nr. 971/2022 Soforthilfe für die Hungersnot in Ostafrika Fr.  300 000 RRB Nr. 1145/2022* Gastauftritt Kanton Zürich OLMA 2023 Fr.  1 682 000 RRB Nr. 1147/2022 Beiträge 2022, 2. Serie Fr.  1 123 000 RRB Nr. 1262/2022* Neubau und Sanierung Fotomuseum Winterthur Fr.  6 500 000 RRB Nr. 1264/2022* Betriebsbeitrag 2023–2027 an die Zoo Zürich AG Fr.  16 801 000 RRB Nr. 1304/2022* Phänomena Fr.  5 000 000 Total Fr. 42 352 000 Die Finanzdirektion beantragt dem Regierungsrat vorliegend die Ge- währung mehrerer Beiträge aus dem Bereich der Entwicklungszusam- menarbeit (EZA) in dessen abschliessender Zuständigkeit.

1. Allgemeines

1.1 Vorgaben gemäss Lotteriefondsgesetz Gemäss § 6 Abs. 1 lit. b des LFG sind die Beiträge aus dem Gemeinnüt- zigen Fonds für Vorhaben zu verwenden, die einen Bezug zum Kanton Zürich haben und in erster Linie dessen Bevölkerung zugutekommen. In der Verordnung über den Gemeinnützigen Fonds (VGF; LS 612.1) ist im Sinne einer Ausnahme in § 5 Abs. 1 lit. d festgelegt, dass Vorhaben der EZA unter folgenden Voraussetzungen mitfinanziert werden können: – Die Projekte werden in Staaten ausserhalb der Europäischen Union durchgeführt. – Die gesuchstellende Organisation verfügt über das Gütesiegel der Stif- tung ZEWO. – Die gesuchstellende Organisation hat im Jahr der Beitragsgewäh- rung oder im Vorjahr Mittel von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) erhalten. Ausserdem werden gemäss den Richtlinien für Entwicklungszusam- menarbeit und Inlandhilfe keine Vorhaben in Ländern unterstützt, die ihre Staatsangehörigen nicht rückübernehmen (dies waren im Zeitpunkt der Gesuchseingabe Algerien, Äthiopien, Eritrea, Iran, Kuba und Ma- rokko). Gemäss gängiger Praxis können kantonsnahe Institutionen, wie das Kinderspital, die Pädagogische Hochschule Zürich usw. mit einem grös- seren Beitrag als die regulären Hilfswerke bzw. EZA-Organisationen berücksichtigt werden. Mit § 5 Abs. 2 VGF wird vorgegeben, dass der Gesamtbetrag der in einem Jahr gewährten Beiträge an überkantonale, nationale und inter- nationale Vorhaben in der Regel einen Fünftel der Mittel, die dem Fonds im Vorjahr zugewiesen wurden, nicht übersteigen darf. Gestützt auf die Annahme, dass dem Fonds aufgrund eines Gewinnanteils von Swisslos aus dem Geschäftsjahr 2021 24 Mio. Franken zur Verfügung stehen, hat der Regierungsrat für die Gewährung von Beiträgen in diesem Gesamtbereich für ausserkantonale Vorhaben 4,8 Mio. Franken zur Verfügung. Die Finanzdirektion hat festgelegt, dass dieser Betrag wie folgt aufgeteilt wird: Je höchstens 2 Mio. Franken stehen für die EZA und die Inlandhilfe (IH) zur Verfügung; 0,8 Mio. Franken können für überkantonale, nationale und allenfalls weitere internationale Vorhaben eingesetzt werden.

1.2 Zielsetzung der kantonalen EZA Mit seinen EZA-Beiträgen will der Kanton: – die betroffene Bevölkerung vor allem in den Bereichen Armutsbe- kämpfung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei der Verbes- serung der eigenen Lebensbedingungen im Sinne der «Hilfe zur Selbst- hilfe» unterstützen; – seinen Beitrag zur Verbesserung der internationalen Stabilität leisten; – verdeutlichen, dass die Unterstützung von Projekten der EZA nicht nur Angelegenheit des Bundes ist, sondern eine Verpflichtung der Gemeinwesen aller Stufen darstellt; – dem zürcherischen Engagement im EZA-Bereich im Rahmen der Beitragsgewährung einen höheren Stellenwert einräumen. Hierzu werden Zürcher Organisationen bei ausreichenden Mitteln mit höhe- ren Beiträgen bedacht, und ausgewählte Institutionen können für be- sondere Projekte Schwerpunktbeiträge erhalten.

1.3 Beitragsgesuche 2022 2022 reichten folgende 30 Organisationen und Institutionen (2021: 28 Organisationen) je ein Gesuch in einer Gesamtsumme von Fr. 3 587 927 (2021: Fr. 4 270 908) ein: Ärzte ohne Grenzen, Aqua Alimenta, Biovision, Brücke – Le Pont, Caritas Schweiz, CBM (Schweiz), COMUNDO, Enfants du Monde, Fastenaktion, Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) und Kan- tonspolizei Zürich (Kapo), Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kir- che Schweiz (HEKS), HELVETAS, IAMANEH, Medair, mediCuba- Suisse, Mission am Nil, Nouvelle Planète, Pädagogische Hochschule Zü- rich (PHZH), SAM global, Save the Children, Solidar Suisse, Solidarität mit der Welt, SolidarMed, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, Swisscontact, TearFund Schweiz, Terre des hommes – Kinderhilfe, terre des hommes schweiz, Velafrica und WWF Schweiz.

1.4 Auswahl der Projekte und Beiträge Mit Ausnahme von drei Gesuchen entsprechen alle Eingaben den Richtlinien für Beiträge an die EZA. Folgende Projekte wurden im Antrag nicht berücksichtigt:

Hilfswerk/Organisation Projektbezeichnung, Land Gewünschter Grund der Ablehnung Betrag in Franken Stiftung Kinderdorf Verbesserter Zugang zu qualitativer Grundschulbildung 76 400 Pestalozzi für äthiopische Kinder / Projekt CoC, Äthiopien, Ablehnung, da Projekt in einem Land, in dem keine Projekte unterstützt werden mediCuba-Suisse Aufbau von Kapazitäten für die Überwachung und 113 000 Kontrolle von Infektionskrankheiten in Havanna – Stär- kung und Entwicklung der mikrobiologischen Diagnostik in Kuba (Phase 3), Kuba, Ablehnung, da Projekt in einem Land, in dem keine Projekte unterstützt werden Velafrica Aufbau eines dualen Berufsbildungsprogramms in Velo- 200 000 mechanik in Burkina Faso, Burkina Faso. Ablehnung, weil der Sitz des Hilfswerks in einem Kanton ist, der seiner- seits keine Hilfswerke mit Sitz im Kanton Zürich unter- stützt. Total 389 400 Der Kanton kann das Vorhaben einer Organisation des öffentlichen Rechts bzw. ein besonders innovatives Vorhaben eines privaten Hilfs- werks als Schwerpunktvorhaben definieren und dadurch einen höheren Beitrag innerhalb der Beitragskompetenz des Regierungsrates leisten. Gestützt auf die Mitberichte der jeweiligen Fachdirektion wurden fol- gende Eingaben als Schwerpunktvorhaben bestimmt: Organisation Nr. Projektbezeichnung, Land Gewünschter Betrag in Franken GVZ/Kapo 15 Verbesserung des Brandschutzes und der Verkehrssicher- 300 000 heit in Bhutan (3. Phase, Projektabschluss), Bhutan PHZH 27 «Fostering Sustainable and Democratic Culture in North 330 000 Macedonia and Bosnia Herzegowina (SUDECU)», Förde- rung angewandter Grundsätze der Nachhaltigkeit und Demokratie durch einen sprach- und ethnienübergreifen- den Peer-Prozess mit Jugendlichen, Lehrpersonen, Schulleitungen und Eltern, Nordmazedonien / Bosnien und Herzegowina Total 630 000 Die Summe aller gewünschten Beiträge übersteigt den zur Verfügung stehenden Betrag von 2 Mio. Franken. Deshalb erfolgen Kürzungen an den nachgesuchten Beiträgen. Dabei wird folgender Schlüssel angewendet: Für die zwei Schwerpunktvorhaben werden insgesamt Fr. 500 000 eingesetzt. GVZ und Kapo werden mit einem Beitrag von Fr. 300 000, die PHZH wird mit einem Beitrag von Fr. 200 000 berücksichtigt.

Die restlichen Hilfswerke werden – sofern sie nicht einen geringeren Beitrag beantragt haben – mit einem gleich hohen Beitrag von je Fr. 60 000 berücksichtigt. Geografisch verteilen sich die EZA-Leistungen 2022 wie folgt: Kontinent Anzahl der Gesuche in % Betrag in Fr. in % Afrika 13 (Projekte Nr. 1–13) 48 770 000 39 Asien 9 (Projekte Nr. 14–22) 33 780 000 39 Lateinamerika 4 (Projekte Nr. 23–26) 15 240 000 12 Südosteuropa 1 (Projekt Nr. 27) 4 200 000 10 Total 27 Projekte 100 1 990 000 100

2. Ausgewählte Einzelprojekte Die folgende Auf‌listung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält in knapper, zum Teil stichwortartiger Form die grundlegenden Angaben zum jeweiligen Projekt: – Unter «Land/Region» ist jeweils in Klammern der Rang des entspre- chenden Staates im Human Development Index (HDI) der UNO auf- geführt, der dem jeweiligen Staat gemäss HDI zwischen 1 (Norwegen) und 189 (Niger) zukommt. Der Index gibt Auskunft über die Entwick- lung eines Landes. Für seine Berechnung werden nicht nur ökonomi- sche Kennzahlen, sondern eine Vielzahl von Aspekten (wie beispiels- weise Lebenserwartung, Bildungsstand und Bruttoinlandprodukt) berücksichtigt. – Im Berichtspunkt «Vorhaben» sind in knapper Form die Ausgangs- lage bzw. die Rahmenbedingungen für das jeweilige Vorhaben, das Projektziel und die wichtigsten Einzelmassnahmen beschrieben. – Unter «Begünstigte» wird angegeben, wie viele Personen bzw. welche Personengruppen vom Projekt voraussichtlich profitieren werden. – Beim in der Rubrik «Kosten» aufgeführten Beitrag sind jeweils auch die jeweiligen Projektbegleitkosten (PBK) aufgeführt, welche die Or- ganisation für das entsprechende Projekt ausweist. Es werden höchs- tens 10% PBK bewilligt.

2.1 Projekte in Afrika (Projekte Nrn. 1–13)

1. Mission am Nil (Outreach-Programm zur Gesundheitsprävention in Naqada und Umgebung) Gesuchsteller/in Verein Mission am Nil International, Knonau Land/Region Ägypten (HDI 116), Gouvernement Qena Vorhaben In der armen und wenig entwickelten Region, die zudem eine geringe Alphabetisierungsrate aufweist, fehlt es vielen Menschen am Wissen darum, wie sie sich mit einfachen Massnahmen selbst vor Krank- heiten schützen können. Durch aufsuchende Präventions- und Sensibilisierungsarbeit soll die Gesundheit der Bevölkerung spürbar verbessert werden. Zu diesem Zweck führen Fachleute in Zusam- menarbeit mit lokalen Ansprech-/Vertrauenspersonen mehrmals wöchentlich Schulungs- und Sensibilisierungsanlässe durch. Dabei geht es neben Aspekten der Prävention auch um die Vermittlung von Fähigkeiten zur Selbsthilfe bei leichten Krankheiten und um die frühzeitige Erkennung von ernsthaften Erkrankungen. Begünstigte Rund 7000 Menschen, die an den zwölf pro Monat durchgeführten Anlässen teilnehmen, sowie deren Umfeld, das von den erlernten Verhaltensweisen indirekt profitiert. Kosten (einschliess- Fr. 64 000 lich 9% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  50 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  10 000 Andere Fr.  4 000 Gewährter Beitrag Fr.  50 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

2. Fastenaktion (Burkina Faso: Bessere Ernährung und sozio- ökonomische Resilienz für Bäuerinnen und Bauern) Gesuchsteller/in Stiftung Fastenaktion, Katholisches Hilfswerk Schweiz, Luzern Land/Region Burkina Faso (HDI 182), neun Gemeinden in den Provinzen Bam und Yatenga Vorhaben Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Niedrige Land- produktivität, chaotisches Goldschürfen, negative Auswirkungen des Klimawandels, Terroranschläge und Binnenvertriebene sind Gründe dafür. Kleinbäuerinnen und -bauern werden mit dem Projekt in Agrarökologie und Agroforstwirtschaft sensibilisiert und geschult. Damit wird die Bodenfruchtbarkeit mittels bewährter Anbaumetho- den wie Zaï und Halbmonde wieder hergestellt und die Produktivität verbessert bei gleichzeitiger nachhaltiger Nutzung der Ressourcen wie Wasser und Holz. Weiter soll durch Lobbyarbeit bei den lokalen Behörden der Besitz von Ackerland für mindestens 30 Bäuerinnen pro Jahr gefördert werden. Begünstigte 1733 Kleinbäuerinnen und 875 Kleinbauern, 100 Binnenvertriebene Kosten (einschliess- Fr. 777 020 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  16 761 DEZA Fr.  140 000 Andere Fr.  520 259 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

3. Nouvelle Planète (Verbesserung der hygienischen Bedingungen von 2000 Einwohnerinnen und Einwohnern in Burkina Faso) Gesuchsteller/in Stiftung Nouvelle Planète, Lausanne Land/Region Burkina Faso (HDI 182), Provinz Sanguié Vorhaben Ein Grossteil der Landbevölkerung Burkina Fasos hat keinen Zugang zu trinkbarem Wasser, was schwerwiegende Folgen für deren Ge- sundheit zeitigt. Im Dorf Doudoulay gibt es zudem lediglich 25 Latri- nen und es fehlt an einer Abfallentsorgung. Die daraus resultieren- den Konsequenzen für die Umwelt sollen durch die Errichtung von weiteren Latrinen sowie von Öfen zur Abfallverbrennung gemildert werden. Darüber hinaus werden im Dorf entsprechende Schulungs- und Sensibilisierungskampagnen durchgeführt. Die Versorgung mit trinkbarem Wasser wird durch das Anlegen von vier neuen Bohr- löchern sowie die Reparatur und Auffrischung bereits vorhandener Wasserentnahmestellen bewerkstelligt. Insgesamt werden so 14 Trinkwasserzugänge geschaffen, die gemäss Empfehlung der Regierung nötig sind, um eine ausreichende Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Begünstigte Die rund 2000 in Doudoulay lebenden Menschen Kosten (einschliess- Fr. 82 739 lich 4,8% PBK) Beantragter Beitrag Fr. 65 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 17 739 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

4. Solidar Suisse (Ernährungssicherheit für Kleinbauernfamilien) Gesuchsteller/in Verein Solidar Suisse, Zürich Land/Region Burkina Faso (HDI 182), Region Plateau Central Vorhaben In der stark armutsbetroffenen Region stellt die Landwirtschaft die wichtigste Lebensgrundlage dar. Der Klimawandel sowie die Bevöl- kerungszunahme, die auch auf die steigende Anzahl Binnenver- triebener zurückzuführen ist, erschweren jedoch die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung. Mit Schulungen und der Ausstat- tung mit den benötigen Mitteln sollen den Kleinbauernfamilien Auswege aus dieser Situation gezeigt werden. Eine nachhaltige Produktion soll unter anderem mittels angepasster Anbaumethoden erreicht werden und zur Einkommenssteigerung beitragen. Der Aufbau von verschiedenen Solidaritätsmechanismen, wie beispiels- weise die Einrichtung von solidarischen Getreidebanken, dient der sozialen Absicherung dieser verletzlichen Bevölkerungsgruppe. Begünstigte 3674 Kleinbauernfamilien Kosten (einschliess- Fr. 828 640 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr. 120 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  100 000 DEZA Fr.  200 000 Andere Fr.  408 640 Gewährter Beitrag Fr. 60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

5. Biovision (Anpassung der Hirtengemeinschaften an die Dürre) Gesuchsteller/in Biovision – Stiftung für ökologische Entwicklung, Zürich Land/Region Kenia (HDI 143), Bezirke Samburu und Isiolo Vorhaben Die Bezirke Samburu und Isiolo befinden sich im trockenen Norden Kenias. Da das Land sehr karg ist, eignet es sich nicht für den Ackerbau, deshalb sind 80% der dortigen Bevölkerung von der Viehwirtschaft abhängig. Starke Dürren bedrohen diese Viehhirtinnen und -hirten in ihrer Existenz. Ziel des Projekts ist es, die Ernährungs- sicherheit zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit von Hirten- gemeinschaften in Nordkenia gegenüber Dürren zu stärken. Insbesondere sollen eine nachhaltige Nutzung von Weideflächen, die Einführung und Weiterentwicklung eines gemeindebasierten Systems zur Überwachung von Nutztierkrankheiten, die Förderung von Kamelhaltung sowie die Entwicklung von Aktionsplänen zur Verbesserung der Ernährungssicherheit beitragen. Begünstigte Direkt: 550 Frauen und 800 Männer, die von der Viehwirtschaft leben. Indirekt sollen 8500 Familienmitglieder vom Projekt profitieren. Kosten (einschliess- Fr.  295 680 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  140 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  28 860 DEZA Fr.  40 000 Andere Fr.  86 820 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

6. Aqua Alimenta (Mehr als eine gesicherte Ernährung – madagassische Kleinbauernfamilien im Aufbruch, 2022–2024) Gesuchsteller/in Verein Aqua Alimenta, Zürich Land/Region Madagaskar (HDI 164), Alaotra-Mangoro, Analamanga und Amoron’i Mania Vorhaben Madagaskar weist im Vergleich zu vielen afrikanischen Ländern einen grossen Rückstand auf, insbesondere im Agrarsektor. Das Projekt will basierend auf den Bedürfnissen der begünstigten Ziel- gruppen nachhaltig die Lebensqualität in den Bereichen Ernährung und Umwelt verbessern. Dazu sollen unter anderem Hühner einer lokalen Rasse gezüchtet, Gemüsegärten und Obstbäume angebaut und lokale Märkte geschaffen werden, was es den Begünstigten ermöglicht, unabhängig von externer Hilfe ihre Ernährung zu sichern. Dabei soll auf ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen produktiven Tätigkeiten und dem Schutz der Umwelt geachtet werden. Begünstigte Zwölf Basisgemeinschaften mit 552 Mitgliedern, ein Internat und eine Pfadfinderinnenvereinigung Kosten (einschliess- Fr.  136 937 lich 8,4% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  22 500 DEZA Fr.  30 000 Andere Fr.  24 437 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

7. CBM (Schweiz) (Gemeindenahe inklusive Entwicklung, Ostküste, Madagaskar) Gesuchsteller/in Verein CBM (Schweiz), Thalwil Land/Region Madagaskar (HDI 164), östliche Regionen Atsinanana Mangoro und Analanjirofo Vorhaben Madagaskar gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Mehr als 70% der Bevölkerung leben in Armut. Besonders Menschen mit Behinderungen sind von der ohnehin prekären Lebenssituation betroffen. In den Küstenregionen von Atsinanana sind die Menschen überdies regelmässig Wirbelstürmen ausgesetzt. Menschen mit Behinderungen werden bei der Katastrophenvorsorge und der Bewältigung von Katastrophen oft vergessen. Ziel dieses Projekts ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien sowie die Verbesserung der Resilienz gegen natürliche und menschengemachte Katastrophen. Insbesondere sollen breit angelegte Bewusstseinskampagnen bei lokalen Behörden, privaten Unternehmen, Angestellten und der Bevölkerung dazu führen, dass Angebote baulich zugänglich gemacht werden und die Kommunikation barrierefrei wird. Ferner sollen Selbsthilfeorganisationen entstehen und Schulungen durchgeführt werden. Begünstigte 1800 Menschen mit Behinderungen Kosten (einschliess- Fr.  316 182 lich 7% PBK) Beantragter Beitrag Fr. 121 327 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  100 000 DEZA Fr.  94 855 Gewährter Beitrag Fr. 60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

8. Medair (Frühwarnung, Katastrophenvorsorge und Nothilfe auf Madagaskar) Gesuchsteller/in Verein Medair, Ecublens VD Land/Region Madagaskar (HDI 164), Region Menabe, Distrikte Morondava und Mahabo Vorhaben Madagaskar wird aufgrund der exponierten Lage im Indischen Ozean regelmässig von verheerenden Zyklonen heimgesucht. Alljährlich zwischen Januar und März fegen tropische Wirbelstürme der Kate- gorien 3–5, mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h, über die Insel und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Zuvor gab es im Projektgebiet kein funktionierendes Frühwarnsystem. Lediglich das Meteorologische Institut versandte Unwetterwarnungen an Distrikt- behörden. Die Koordination der Nothilfe scheiterte jedoch meist am Fehlen von Personal und Expertise. Deshalb wurde Medair vom Büro für Katastrophenmanagement angefragt, das bereits 2019 in Nord- madagaskar erfolgreich implementierte Frühwarnsystem auf die Region Menabe im Westen der Insel auszuweiten. Zu diesem Zweck werden Nothilfepläne entworfen, lokale Nothilfekomitees in den meistgefährdeten Dörfern geschult und lebensrettende Nothilfegüter für den Ernstfall bereitgestellt. Auf lokaler und nationaler Ebene wird Wissen zu Naturkatastrophen, dem Frühwarnsystem und der Katastrophenvorsorge vermittelt. Begünstigte 225 000 Begünstigte der Katastrophenvorsorge, 30 Mitarbeitende aus zwei nationalen Institutionen, 5100 weitergebildete Schlüssel- personen auf Gemeinde- und Distriktebene, 6900 Haushalte, die Nothilfe-Sets oder Bargeldhilfe erhalten. Kosten (einschliess- Fr.  1 634 065 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  60 758 Andere Kantone Fr.  60 000 Andere Organisationen Fr.  1 321 264 Andere Fr.  92 043 Gewährter Beitrag Fr. 60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

9. TearFund Schweiz (Nachhaltig gegen Hunger, Verbesserung der Lebensgrundlage für Familien in Malawi) Gesuchsteller/in Verein TearFund Schweiz, Zürich Land/Region Malawi (HDI 174), Dedza-Distrikt, Kachere Vorhaben Malawi im Südosten Afrikas ist sehr stark von Armut geprägt. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt in ländlichen Regionen in grosser Armut. Dazu kommen immer extremere Wetterbedingungen wie Dürreperioden und Überflutungen, die für die von der Subsistenz- wirtschaft abhängigen Menschen rasch zur Überlebensfrage werden. Mit dem Projekt soll eine Verbesserung der Ernährungs- und Lebens- grundlage dank Steigerung der Ernteerträge mittels Erlernens öko- logischer Massnahmen und Bewässerung sowie Schulung im Anlegen von Gärten zur ausgewogeneren Ernährung erreicht werden. Die bedürftigsten Haushalte erhalten Ziegen zur Zucht. Schulungen im Bereich Finanzen und gemeinsam gegründete Spar- und Leihgruppen ermöglichen den Kauf von Saatgut oder die Bezahlung der Schulge- bühren für die Kinder. Begünstigte Rund 6000 Bauernfamilien Kosten (einschliess- Fr.  271 000 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  60 000 Weitere Finanzierung Andere Kantone Fr.  30 000 Andere Fr.  181 000 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

10. IAMANEH (Gesundheit und Rechte für junge Dienstmädchen; Projektphase: 1. Januar 2022 – 31. Dezember 2024) Gesuchsteller/in Verein IAMANEH Schweiz Suisse Svizzera Switzerland, Basel Land/Region Mali (HDI 184), Bamako und Dioila (Region Koulikoro) Vorhaben In Mali wandern viele junge Mädchen aus ländlichen Gebieten – zum Teil aus Armut oder um einer Zwangsheirat zu entgehen – in die Stadt ab, um sich in fremden Haushalten als Haushaltshilfe zu ver- dingen. Dort müssen sie zum Teil unter sklavenartigen Bedingungen arbeiten. Mit 160 Gesprächs- und Informationsrunden pro Jahr werden die Mädchen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und ihre Rechte aufgeklärt mit dem Ziel, dass sie sich besser vor ungewollten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Infektio- nen schützen können und bei Bedarf Gesundheitseinrichtungen aufsuchen. Zudem werden ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch Alphabetisierungskurse und Weiterbildungen verbessert. Die Her- berge «Jigi Tugu» für Mädchen in Not wird zudem erweitert und die dortigen Angestellten weitergebildet. Schliesslich werden abwande- rungswillige junge Mädchen unter anderem mit Gesprächen oder via Radio über ihre Rechte und Risiken der Abwanderung informiert. Begünstigte In Bamako: jährlich 200 Dienstmädchen, 20 Vermieterinnen und Vermieter von Unterkünften für Dienstmädchen, 20 Gemeindemit- arbeitende In der Gemeinde Benkadi: die Bevölkerung von 16 Dörfern und insbesondere rund 200 abwanderungsgefährdete Mädchen; 16 Entscheidungsträgerinnen und -träger Kosten (einschliess- Fr.  376 787 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  70 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr.  150 000 Andere Kantone Fr.  10 000 Andere Organisationen Fr.  50 000 Andere Fr.  96 787 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

11. HEKS (Für ein friedliches Zusammenleben von Viehzüchter- und Bauernfamilien) Gesuchsteller/in Stiftung Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS), Zürich Land/Region Niger (HDI 189), Departemente Diffa und Mainé-Soroa Vorhaben Niger belegt den letzten Platz im Human Development Index der UNO und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Wiederkehrende Dürren, anhaltende Gewalt durch bewaffnete Gruppen sowie das starke Bevölkerungswachstum führen zu Konflikten um den Zugang zu Land und zu Wasser. Die staatlich geschaffenen Schlichtungs- mechanismen erweisen sich als wenig funktionstüchtig. Ziel dieses Projekts ist die Konfliktprävention zwischen Menschen, die vom Ackerbau oder von der Viehwirtschaft leben. Zu diesem Zweck werden die Grenzen zwischen Ackerland und Weideflächen in den örtlichen Zonenplänen festgeschrieben, nachdem sie mit allen Beteiligten diskutiert wurden. Das anschliessende Abstecken der für Weidezwecke reservierten Flächen mit Betonpflöcken erlaubt eine klare und ersichtliche Abgrenzung der Flächen und beugt so Über- tretungen vor. Aufkommende Konflikte sollen auf lokaler Ebene durch zu errichtende Landkommissionen mit entsprechend ausgebildeten Mitgliedern gelöst werden. Begünstigte Rund 340 000 Menschen, die vom Ackerbau und/oder der Vieh- wirtschaft leben Kosten (einschliess- Fr.  604 331 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  90 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  80 000 DEZA Fr.  331 061 Andere Fr.  103 270 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

12. SolidarMed (HIV/Aids- und Tuberkulose-Behandlung für die ländliche Bevölkerung in Simbabwe) Gesuchsteller/in Verein SolidarMed, Schweizer Organisation für Gesundheit in Afrika, Luzern Land/Region Simbabwe (HDI 150), Provinz Masvingo, Distrikte Zaka, Bikita und Chiredzi Vorhaben In Simbabwe leben rund 70% der Bevölkerung in Armut. Die Gesund- heitsversorgung ist schlecht und wurde durch die Covid-19-Pandemie noch verschärft, sodass es unterdessen nur noch eine Ärztin oder einen Arzt auf 12 000 behandlungsbedürftige Personen gibt. Rund 1,4 Mio. Menschen sind mit dem HI-Virus infiziert, davon 84 000 Kinder unter 15 Jahren. Nach wie vor stecken sich viele Menschen mit dem Virus an. Zunehmend werden auch HIV-Medikamentenresis- tenzen zum Problem. HIV-infizierte Menschen haben zudem ein erhöhtes Risiko, an Tuberkulose zu erkranken. Eingebettet in bestehende Strukturen werden daher die nationalen Bemühungen unterstützt, die Diagnose und Behandlung von HIV/Aids und Tuber- kulose qualitativ zu verbessern. Begünstigte 56 000 HIV-infizierte Menschen, medizinische Fachkräfte in den unterstützten Gesundheitseinrichtungen, Gesundheitsbehörden der Distrikte Kosten (einschliess- Fr.  266 966 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  80 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  10 000 DEZA Fr.  140 000 Andere Fr.  36 966 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

13. Solidarität mit der Welt (Einkommensförderung und ländliche Entwicklung durch Frauenförderung, Berufsbildung und Klimaschutz in Tansania) Gesuchsteller/in Stiftung Solidarität mit der Welt, Zürich Land/Region Tansania (HDI 163), Mbeya Region Vorhaben Im Gegensatz zu den touristisch und ökonomisch besser erschlosse- nen Regionen Tansanias im Norden oder an der Küste ist die Region Mbeya stark von Armut betroffen. Die Infrastruktur ist schlecht, verlässliche medizinische oder Wasser- und Stromversorgung fehlen. Ein grosser Teil der Jugendlichen ist arbeitslos. Menschen mit Behin- derungen haben so gut wie keine Chance auf Ausbildung. Abholzung, der zunehmende Bevölkerungsdruck und Klimaveränderungen ver- stärken das Problem. Im Rahmen der Berufsbildung, die bereits 2001 geschaffen wurde, erhalten jährlich 950 marginalisierte Jugendliche (Waisen, Mädchen, Menschen mit Beeinträchtigungen) der Region Mbeya eine beruf‌liche Ausbildung in den Bereichen Näherei, Elektrik, Schreinerei und an Computern. Weitere Schulgebäude werden behindertengerecht umgebaut und durch Sensibilisierung und Schulung der Lehrperso- nen die Akzeptanz behinderter Menschen und deren Inklusion geför- dert. Im landwirtschaftlichen Teil des Projekts werden sechs Baum- schulen zum Anbau von Moringa- und Neembäumen eingerichtet, jeweils mit zugehörigem Bohrbrunnen. Lokale (Frauen-)Gruppen werden in der Bewirtschaftung geschult. Begünstigte Jährlich 950 Schülerinnen und Schüler 140 Frauen und deren Familien (rund 1260 Personen) Kosten (einschliess- Fr.  101 750 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  80 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  19 750 DEZA Fr.  2000 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

2.2 Projekte in Asien (Projekte Nrn. 14–22)

14. Save the Children (Erfolgreiche Rückkehr in die Schule für benachteiligte Kinder in Sylhet City) Gesuchsteller/in Verein Save the Children – Organisation für die Rechte der Kinder, Zürich Land/Region Bangladesch (HDI 133), Division Sylhet Vorhaben In der Division Sylhet, die den niedrigsten Index für menschliche Entwicklung innerhalb Bangladeschs aufweist, werden Kinder im Allgemeinen später eingeschult und brechen die Schule früher ab als in anderen Landesteilen. Die 73 Wochen andauernde Schulschlies- sung infolge der Covid-19-Pandemie wirkte sich insbesondere auf den Lernstand von Kindern aus armen Verhältnissen aus, die keinen oder nur einen erschwerten Zugang zu virtuellen Lerninhalten hatten. Mithilfe von Kleingruppenunterricht in sogenannten «Catch Up Clubs» sollen die Lernverluste der Kinder aufgeholt und deren Verbleib in der Schule gesichert werden. Das Projekt arbeitet deshalb mit Eltern und Schulen zusammen, um vom Schulabbruch bedrohte Kinder zu identifizieren. Unter anderem sollen mittels finanzieller Beihilfen Familien unterstützt werden, die Schwierigkeiten haben ihre Kinder zur Schule zu schicken. Begünstigte 3375 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren durch Fördermassnah- men sowie deren Eltern und in der Betreuung tätige Personen Kosten (einschliess- Fr.  500 000 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  100 000 Weitere Finanzierung Andere Fr.  400 000 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

15. GVZ und Kapo (Sicherheit in Bhutan: Verbesserung des Brand- schutzes und der Verkehrssicherheit in Bhutan [3. Phase]) Gesuchsteller/in Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) und Kantonspolizei Zürich (Kapo), Zürich Land/Region Bhutan (HDI 129) Vorhaben Für das Projekt wurde bereits mit RRB Nr. 1243/2014 ein Beitrag von Fr. 500 000 zulasten des damaligen Lotteriefonds ausgerichtet. Ein zweiter Beitrag von Fr. 500 000 wurde mit RRB Nr. 839/2018 eben- falls aus dem Lotteriefonds ausgerichtet, da das Projekt noch nicht hatte abgeschlossen werden können. Mit dem dritten und letzten Beitrag sollen nun in einer Schlussphase ergänzende Massnahmen umgesetzt werden. Diese betreffen namentlich die Brandschutz- gesetzgebung, die Feuerwehr vor Ort und die Schulung. – Teilprojekt Brandschutz (GVZ): Grossbrände zerstören regelmässig historisch wertvolle Bauten und ganze Dörfer. Sie gefährden nicht nur Menschenleben, sondern vernichten auch einmalige Kulturgüter. Daher sollen Verbesserungen beim Brandschutz, insbesondere die Verhinderung von Grossbränden und eine raschere Intervention, erreicht werden. Folgende Projekt- ziele werden angestrebt: Erarbeitung einer Brandschutzgesetzge- bung, fachliche Unterstützung der Bauausführung im Brandschutz- bereich bei ausgewählten Leuchtturmprojekten, Unterstützung beim Bau einer einfachen Trainingsanlage für die Feuerwehr, Unterstützung der übergeordneten Feuerwehrorganisation bei der Ausbildung sowie bei Wartung und Unterhalt, Aufbau des Pilotbetriebs einer Freiwilli- genfeuerwehr in rund drei ausgewählten Gemeinden. Im Rahmen der 1. und 2. Phase leistete die GVZ bei zwei Grosspro- jekten (Reconstruction Wangdue Phoedrang Dzong und Royal Acade- my Paro) in der Planung fachtechnische Unterstützung. Es wurde dabei in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden eine Brand- schutzplanung implementiert und umgesetzt. Diese Planung ist für die Behörden vor Ort Musterbeispiel und Massstab für künftige Bauprojekte. Der erste Entwurf für eine Brandschutzgesetzgebung wurde erarbeitet. Dazu fanden 2021 die ursprünglich im Jahr 2020 vorgesehenen Workshops mit den Stakeholdern statt. Noch ausste- hend ist die Überweisung des Gesetzesentwurfs mit den Resultaten aus den Workshops an das zuständige bhutanische Departement. Es erfolgten Schulungen von Ausbildnern der Feuerwehr. Eine 2017 mit Unterstützung der GVZ geplante einfache Trainingsanlage für die Feuerwehr konnte 2019 fertiggestellt und eingeweiht werden. Die künftigen Instruktoren wurden durch GVZ-Fachleute vor Ort auf der Anlage geschult. Im Rahmen der 3. Phase und damit in der Abschlussphase des Projekts sollen die Arbeiten an der im Entwurf vorliegenden Brand- schutzgesetzgebung fortgesetzt und zum Abschluss gebracht wer- den. Das Konzept einer einfachen Freiwilligenfeuerwehr mit Pilotbe- trieb soll in rund drei Gemeinden in abgelegenen Gebieten umgesetzt werden.

Vorhaben – Teilprojekt Verkehrssicherheit (Kapo): Trotz relativ geringem Verkehrsaufkommen ereignen sich in Bhutan vor allem ausserorts auf kurvenreichen Strecken viele schwere, oft tödliche Unfälle. Die Polizistinnen und Polizisten der Royal Bhutan Police (RBP) weisen teilweise grosse Ausbildungslücken auf. Zu diesem Zweck sind folgende Massnahmen vorgesehen: Einführung einer systematischen Unfallanalyse, systematische Sanierung von Unfallschwerpunkten und frühzeitiges Erkennen von gefährlichen Situationen nach einheitlichen Kriterien, Aufbau einer systemati- schen Verkehrsüberwachung zwecks rascher Feststellung von Verkehrsunfällen und vermissten Personen, Beschaffung von polizei- spezifischem Material in den Bereichen Verkehrssicherheit sowie Bergung und Rettung, Grundausbildung und Weiterbildung von Unteroffizierinnen und Unteroffizieren sowie von Offizierinnen und Offizieren der Verkehrspolizei in den Bereichen Prävention, Unfall- aufnahme und Unfallanalyse. Im Rahmen der 1. und 2. Phase wurden Unfallschwerpunkte rund um die Hauptstadt aufgenommen, priorisiert und teilweise saniert. Polizeioffizierinnen und -offiziere wurden im Bereich Projektmanage- ment weitergebildet. Es erfolgten Beschaffungen von polizeirelevan- tem Material im Bereich Verkehrssicherheit (Alkohol- und Geschwin- digkeitsmessgeräte; iPads für die Rapportierung und Abfrage vor Ort). Um die bei der Polizei angesiedelte Rettung und Bergung zu optimieren, wurde zudem Bergungs- und Rettungsmaterial be- schafft. Weitere Beschaffungen von projektbezogenem polizeirele- vantem Material waren bis 2021 vorgesehen (die Auslieferung erfolgt wegen der Covid-19-Pandemie mit damit verbundenen langen Liefer- fristen sowie Restriktionen im Güterverkehr nach Bhutan später). Im Rahmen der 3. Phase und damit in der Abschlussphase des Projekts sind die Grundschulung und Wiederholungsausbildungen für die Mitarbeitenden der Verkehrspolizei in den Bereichen der Präven- tion, Unfallaufnahme und Unfallanalyse geplant sowie ein Ausbil- dungsseminar für Fahrzeuglenkerinnen und -lenker der öffentlichen Verwaltung. Weiter soll die Umsetzung des Programms zur Erken- nung und Sanierung von Unfallschwerpunkten überprüft werden. Begünstigte Brandschutz: direkt mehrere 100 Bewohnerinnen und Bewohner von gefährdeten Bauten, indirekt die ganze Bevölkerung (Erhaltung von Kulturgut, effektivere Feuerwehr) Verkehrssicherheit: direkt alle Verkehrsteilnehmenden, indirekt die ganze Bevölkerung (guter Ruf des Landes) Kosten Fr.  300 000 Beantragter Beitrag Fr.  300 000 Weitere Finanzierung – Gewährter Beitrag Fr.  300 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

16. Ärzte ohne Grenzen (Geburtshilfe, Pädiatrie und psychologische Unterstützung für die Menschen im Nachkriegs-West-Mosul) Gesuchsteller/in Verein Ärzte ohne Grenzen, Genf Land/Region Irak (HDI 123), Mosul, Gouvernement Ninewa Vorhaben Mosul ist die drittgrösste Stadt des Irak. Sie wurde 2014 zur religiö- sen und intellektuellen Hauptstadt der Gruppierung Islamischer Staat erklärt und im Juli 2017 von irakischen Sicherheitskräften mit Unter- stützung einer US-geführten internationalen Koalition zurückerobert. Die vom Krieg zerstörten Infrastrukturen in und um Mosul beschrän- ken nach wie vor die Verfügbarkeit von Gesundheitsdiensten. Ziel des Projekts ist es, kostenlose und qualitativ hochwertige Spitalver- sorgung für die von Gewalt betroffene und meistgefährdete Bevölke- rung in West-Mosul sowie in den westlichen Unterbezirken des Gouvernements Ninewa bereitzustellen. Dadurch sollen Krankheiten vermieden und die Sterblichkeit der Bevölkerung gesenkt werden. Begünstigte 177 200 Frauen und 290 600 Kinder Kosten (einschliess- Fr.  7 537 310 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  120 000 Weitere Finanzierung Andere Fr. 7 417 310 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

17. Caritas Schweiz (Nachhaltige Arbeitsplätze für Jugendliche im Libanon) Gesuchsteller/in Verein Caritas Schweiz, Luzern Land/Region Libanon (HDI 92), Beirut, Bekaa und Libanonberg Vorhaben Der Libanon erlebt derzeit seine schlimmste Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Explosion im Hafen von Beirut im August 2020 und die Covid-19-Pandemie verschlimmerten die ohnehin schon schlechte Lage noch weiter und führten zu einem Anstieg von Arbeitslosigkeit und Armut. Jugendliche haben im Libanon grosse Schwierigkeiten, Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. Ziel dieses Projekts ist es, Jugendlichen den Zugang zu effektiven, markt- orientierten Lernangeboten und zu Einkommensmöglichkeiten zu eröffnen. Ferner zielt das Projekt auf die aktive Eingliederung von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt sowie die Entwicklung eines Modells für die sozioökonomische Stärkung der Jugendlichen. Begünstigte Direkt 657 libanesische und syrische Jugendliche Indirekt 3285 Haushaltsmitglieder Kosten (einschliess- Fr. 2 082 535 lich 9% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  150 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  50 000 Andere Organisationen Fr.  1745 889 Andere Fr.  136 646 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

18. Swisscontact (Tafawoq – Möglichkeiten für Beschäftigung und Arbeit) Gesuchsteller/in Swisscontact, Schweizerische Stiftung für technische Entwicklungs- zusammenarbeit, Zürich Land/Region Libanon (HDI 92), Tripoli, El Mina, Beirut, Mount Lebanon Vorhaben Derzeit leben fast 1,5 Mio. Flüchtlinge aus Syrien und 270 000 aus Palästina in Flüchtlingslagern oder Siedlungen im Libanon und erfahren weitreichende Diskriminierungen in der Gesellschaft, die selbst unter der schweren Wirtschaftskrise, politischen Unruhen und Armut leidet. Die Flüchtlinge werden auf dem Arbeitsmarkt systematisch benachteiligt, da sie nur Berufe in den Sektoren Agrikultur, Bau/Putzen und Abfallwirtschaft/Recycling ausüben dürfen. Zudem gibt es keine Massnahmen zur Integration dieser Gruppen in den Arbeitsmarkt. Ziel des Projekts ist es, jungen Erwachsenen (insbesondere aus der syrischen und palästinensischen Bevölkerung) Zugang zum Arbeits- markt zu ermöglichen, sodass sie ihr Einkommen und ihre Lebens- situation verbessern können. In einem halbjährigen Coaching Cycle werden die persönliche und beruf‌liche Entwicklung von rund 500 jungen Frauen und Männern gefördert. Teilnehmende (davon 50% Frauen) erhalten wichtige Informationen über den Arbeitsmarkt und Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten. Über eine Online- Plattform werden rund 140 Absolvierende an Kleinst- und Kleinunter- nehmen vermittelt, die von den oft korrupten Netzwerken der grossen Unternehmen ausgeschlossen sind und sich durch die Plattform vernetzen können. Begünstigte 500 arbeitslose syrische und palästinensische Flüchtlinge Kosten (einschliess- Fr.  570 000 lich 14% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  100 000 Weitere Finanzierung Andere Kantone und Gemeinden Fr.  3 000 DEZA Fr.  171 000 Andere Fr.  296 000 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA. Gemäss Zusicherung der Gesuchstellerin werden vom gewährten Beitrag höchstens 10% für PBK verwendet.

19. HELVETAS (Berufsbildungsprojekt Skills for Employment [S4E], Myanmar: Neue Perspektiven für Jugendliche dank Berufs- ausbildung) Gesuchsteller/in Verein HELVETAS Swiss Intercooperation, Zürich Land/Region Myanmar (früher Burma, HDI 147), Region Magwe Vorhaben In der landwirtschaftlich ertragsarmen und dichtbesiedelten Region verfügt ein Grossteil der Bevölkerung über wenig oder gar kein landwirtschaftlich nutzbares Land. Eine Vielzahl der zwischen 15- und 35-Jährigen ist zudem arbeitslos oder unterbeschäftigt. Die Covid-19-Pandemie und der erneute Militärputsch belasten die Wirtschaft stark, weshalb junge Menschen ohne Ausbildung der Gefahr ausgesetzt sind, vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu werden. Durch deren Ausbildung in nachgefragten Bereichen, die in Zusammenarbeit mit privaten Ausbildungsinstitutionen und Unter- nehmen erfolgt, erlangen sie Kompetenzen, die zur Erwerbsaufnah- me befähigen. Ein erfolgsabhängiges Vergütungsmodell für die Ausbildungsbetriebe, deren Mitarbeitende fachlich und didaktisch geschult werden, setzt Anreize für eine längerfristige Beschäftigung der jungen Menschen. Darüber hinaus unterstützt das Projekt den Aufbau von Branchen- und Berufsverbänden und entwickelt digitale Kursmodelle, die dem Selbststudium dienen. Begünstigte 1000 benachteiligte junge Menschen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren und 300 Personen, die in der Region Magwe Zuflucht vor bewaffneten Konflikten suchen oder nach dem Verlust ihrer Arbeits- stelle dorthin zurückkehren. Kosten (einschliess- Fr.  312 029 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  120 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr.  50 000 Andere Fr.  142 029 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

20. Enfants du Monde (Verbesserung der Gesundheit von benachteiligten schwangeren Frauen, Müttern und Neugeborenen während der Covid-19-Pandemie in Nepal, 2022–2023) Gesuchsteller/in Verein Enfants du Monde, Le Grand-Saconnex Land/Region Nepal (HDI 142), Provinz Lumbini, Bezirke Nawalparasi, Rupandehi und Kapilvastu Vorhaben Trotz den nationalen Bemühungen sind Schwangerschaft und Geburt immer noch eine der Hauptursachen für Tod, Krankheit und Behinde- rung bei Frauen im reproduktiven Alter in Nepal. Während der Covid- 19-Pandemie hat sich die Gesundheitssituation durch hohe Infek- tionsraten, mangelnd geschultes Personal (sowohl in medizinischer Hinsicht als auch in Bezug auf den respektvollen Umgang mit Frauen) und ungenügende Schutzausrüstung noch verschärft. Hier setzt das Projekt an, indem es das Wissen der Frauen und ihrer Familien verbessert, Verhaltensänderungen unterstützt und fehlendes Material wie Schutzausrüstungen, Handdesinfektionsmittel oder Flüssigseife zur Verfügung stellt. Begünstigte 20 000 benachteiligte Frauen und junge Mütter in 20 Gesundheits- zentren, 180 Gesundheitshelferinnen, 3 Animateure, 120 Gesundheits- fachkräfte, 40 Verwaltungsangestellte in Gesundheitseinrichtungen Kosten (einschliess- Fr. 256 606 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  3 606 DEZA Fr.  35 000 Beitrag Hauptsitzkanton Fr.  25 000 Beitrag andere Organisationen Fr.  133 000 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

21. SAM global (Education Improvement Program) Gesuchsteller/in Verein SAM global, Winterthur Land/Region Nepal (HDI 142), Gandaki Provinz, Kaski Distrikt, Pokhara Vorhaben Das Bildungswesen ist in Nepal noch stark unterentwickelt. Da gerade die ersten Jahre im Leben eines Kindes sehr wichtig sind, setzt das auf drei Jahre angelegte Projekt dort an und fokussiert auf die Ausbildung von Lehrpersonen für die Kindergarten- und Unter- stufe im Einzugsgebiet von Pokhara, rund 200 km oder acht Fahr- stunden nordwestlich der Hauptstadt. Nach dem Ansatz «scaling up best practices» werden Ausbildnerinnen und Ausbildner rekrutiert, die gegenwärtig eine Weiterbildung im bereits bestehenden Seminar in der Hauptstadt absolvieren, um unter Anleitung von lokalen und internationalen Fachleuten in Pokhara die Filiale des Seminars für Lehrpersonen aufzubauen. Als integraler Teil dieses Projekts wird eine Werkstatt mit Vertrieb von Schulungsmaterialien (Holzklötze, Memory, Lego usw.) aufgebaut, die mit dem regulären staatlichen Schullehrplan einhergehen. Auf diese Weise können alle interessier- ten Schulen in der Region von preiswerten und qualitativ guten didaktischen Hilfsmitteln profitieren und diese gezielt einsetzen. Der Verkauf wird zur finanziellen Unabhängigkeit des Seminars beitragen und zusätzliche dringend benötigte einfache Arbeitsplätze schaffen. Begünstigte 70 angehende Lehrpersonen 140 Lehrpersonen, die eine Weiterbildung absolvieren rund 500 Kinder Kosten (einschliess- Fr.  101 344 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  67 200 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  24 144 Andere Fr.  10 000 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

22. Terre des hommes – Kinderhilfe (Zukunftschancen durch Schutz und Bildung für syrische Kinder) Gesuchsteller/in Stiftung Terre des hommes – Kinderhilfe weltweit, Lausanne Land/Region Syrien (HDI 151), Städte Daraya, Muadamiyatal-Sham und Duma Vorhaben Vier Fünftel der Wohngebäude im Bezirk Daraya mit einer Bevölke- rungszahl von 47 600 (wovon 2080 intern Vertriebene und 3880 Rückkehrerinnen und Rückkehrer) wurden durch den über zehn- jährigen kriegerischen Konflikt in Syrien beschädigt oder zerstört. Drei von vier renovationsbedürftigen Primarschulen sollen von Terre des hommes saniert werden. Duma hat rund 72 800 Einwohnerinnen und Einwohner, wovon 8160 intern vertriebene Personen und 660 Rückkehrende sind. Rund 7740 Kinder sind im schulpflichtigen Alter. Zwölf Primarschulen wurden von Unicef als renovationsbedürftig eingestuft, wovon sich Terre des hommes nach Absprache einer Schule widmet. Den Schulen mangelt es an Material, Möbeln, Fenstern und Spiel- und Sportmöglichkeiten. Zudem fehlen Räume und Lehrkräfte. Die vier Schulen sollen mit lokal produzierten Materialien vollständig ausgestattet und mit sanitären Einrichtungen und Trinkwasser versehen werden. Zudem werden Lehrpersonen in den Bereichen Kinderschutz und der posttraumatischen Begleitung/Betreuung von Kindern geschult und sensibilisiert. Begünstigte Vier Primarschulen mit insgesamt 5000 Schülerinnen und Schülern in 80 Klassenräumen sowie 160 Lehrpersonen Kosten (einschliess- Fr. 297 000 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 50 000 Andere Organisationen Fr. 100 000 Andere Fr. 47 000 Gewährter Beitrag Fr. 60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

2.3 Projekte in Lateinamerika (Projekte Nrn. 23–26)

23. terre des hommes schweiz (Wege aus der Gewaltspirale) Gesuchsteller/in Verein terre des hommes schweiz (Sektion deutsche Schweiz), Basel Land/Region Brasilien (HDI 84), Bundesstaat Pernambuco, Recife Vorhaben In Brasilien hat seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie neben der Armut auch die Anzahl der Tötungsdelikte zugenommen. Bei den Opfern handelt es sich oft um Jugendliche. Eine Vielzahl der Fälle bleibt ungeklärt, da kein Untersuchungsverfahren durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist die Verringerung der tödlichen Gewalt in den Randgebieten von Recife. Zu diesem Zweck finden neben psycho- sozialer Unterstützung und Rechtsberatung auch Schulungen und Workshops mit Jugendlichen, Müttern von Opfern tödlicher Gewalt und weiteren Teilen der Bevölkerung statt. Die Menschenrechts- erziehung hin zu einer Kultur des Friedens steht dabei stets im Zentrum der Aktivitäten. Begünstigte 2000 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 25 Jahren sowie 675 Familien und weitere 450 Menschen in den Gemeinden Kosten (einschliess- Fr. 231 000 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr. 195 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 12 000 DEZA Fr. 15 000 Andere Fr. 9000 Gewährter Beitrag Fr. 60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

24. WWF Schweiz (Indigene Gemeinschaften schützen Blauwal- Habitat) Gesuchsteller/in Stiftung WWF Schweiz, Zürich Land/Region Chile (HDI 43), Insel Guafo im Golf von Corcovado Vorhaben Aufgrund ihrer vielfältigen Meeresfauna weisen die Gewässer rund um die Insel Guafo einen hohen Erhaltungswert auf. Jeden Frühling kommen dort Hunderte von Blauwalen zusammen, um ihre Jungen aufzuziehen. Die Mitglieder von elf indigenen Gemeinschaften, die sich im Verband «Wafo Wapi» zusammengeschlossen haben, nutzen die natürlichen Ressourcen der Insel und deren Gewässer seit Jahrhunderten für ihre traditionelle Lebensweise. Das fragile und wertvolle Ökosystem wird jedoch unter anderem durch Meeres- verschmutzung und Überfischung bedroht. Zum Schutz des ange- stammten Lebensraums hat der Verband «Wafo Wapi» bei der chilenischen Regierung beantragt, die Region zu einem indigenen Schutzgebiet zu erklären. Ziel des Projekts ist die Unterstützung des Verbands bei der Erfüllung der hohen Anforderungen, welche die Regierung an eine effektive Verwaltung des Schutzgebiets stellt. Zu diesem Zweck wird neben der fachlichen Beratung auch tech- nische Unterstützung geleistet, und es finden darüber hinaus gezielte Schulungen im Umgang mit elektronischen Hilfsmitteln statt, die auch eine virtuelle Zusammenarbeit ermöglichen. Begünstigte Rund 450 Mitglieder von elf Gemeinschaften der Mapuche Kosten (einschliess- Fr. 159 773 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr. 150 000 Weitere Finanzierung Andere Fr. 9 773 Gewährter Beitrag Fr. 60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

25. Brücke – Le pont (Würdige Arbeitsbedingungen dank starken Gewerkschaften und Institutionen) Gesuchsteller/in Brücke zum Süden – Le pont avec le Sud, Freiburg Land/Region El Salvador (HDI 124), Metropolregion San Salvador Vorhaben El Salvador ist geprägt von Gewalt, Armut und grosser Ungleichheit. Hausangestellte, Beschäftige in der Maquila-Industrie (Montage- betriebe oftmals transnationaler Grosskonzerne in zollfreien Produk- tionszonen) und Heimarbeiterinnen und -arbeiter leben und arbeiten meist unter prekären Bedingungen. Viele kennen ihre Rechte nicht, arbeiten ohne Vertrag, Mindestlohn oder Sozialleistungen. Viele erfahren physische oder psychische Gewalt am Arbeitsplatz. Ziel dieses Projekts ist es, Arbeitnehmende zu befähigen, sich für ihre Rechte einsetzen zu können. Dazu sollen zuständige Stellen (Gene- ralstaatsanwaltschaften, Gewerkschaften) sowie die Angestellten selbst im Rahmen von Schulungen und Workshops sensibilisiert und geschult werden. Begünstigte Direkt 1424 Frauen und 816 Männer Indirekt rund 6720 Familienangehörige Kosten (einschliess- Fr.  255 400 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  130 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr.  30 000 Andere Fr.  95 400 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

26. COMUNDO (Umweltschutz- und Menschenrechtsbildung für die ländliche Bevölkerung Perus) Gesuchsteller/in Verein COMUNDO, Luzern Land/Region Peru (HDI 79), Lima sowie Region Cusco und Puno Vorhaben Die Lebensgrundlagen im peruanischen Amazonas-Gebiet haben sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Als Bewahrer des Regenwaldes leben vor allem die indigenen Menschen gefährlich und werden oft Opfer von gewaltsamen Übergriffen durch Siedlerinnen und Siedler und illegale Holzfällerunternehmen. Das Projekt zielt darauf ab, die Bevölkerung für die Auswirkungen der Umweltzerstö- rung zu sensibilisieren und ihnen durch Bildung Wege aufzuzeigen, wie sie sich für eine gesunde und nachhaltige Lebensgrundlage einsetzen können. Unter anderem sollen journalistische Angebote verbessert werden, um den indigenen Völkern eine Stimme zu geben. Es sollen Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und Alternativen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung um- gesetzt werden. Ferner sollen Kampagnen durchgeführt werden, um Kinder und Jugendliche für Umweltrechte und ein Leben in einer gesunden Umwelt zu sensibilisieren. Begünstigte 2126 direkt Begünstigte Kosten (einschliess- Fr.  271 000 lich 10% PBK) Beantragter Beitrag Fr.  140 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.  20 000 DEZA Fr.  80 000 Andere Fr.  31 000 Gewährter Beitrag Fr.  60 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

2.4 Projekt in Südosteuropa (Projekt Nr. 27)

27. PHZH (Fostering Sustainable and Democratic Culture in North Macedonia and Bosnia Herzegowina) Gesuchsteller/in Pädagogische Hochschule Zürich, Zürich Land/Region Nordmazedonien (HDI 82), Bosnien und Herzegowina (HDI 73) Vorhaben In den beiden Ländern besteht nach dem Krieg (1992–1995) nach wie vor grosser bildungsspezifischer Bedarf. Die demokratischen Strukturen sind noch fragil und es herrschen Konflikte zwischen Sprachgruppen und Ethnien. Das Projekt «Sustainable and Democratic Culture (SUDECU)» fördert die Alltagskompetenz des nachhaltigen und demokratischen Mit- einanders von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen, Eltern und Schulleitenden in den verschiedenen Sprachgruppierungen in Nord- mazedonien sowie in Bosnien und Herzegowina. Ausgewählte Peer- Teams erarbeiten spezifische Projekte im Rahmen der Demokratie- oder Nachhaltigkeitsgrundsätze. Die Teams werden separat geschult und verbreiten dann die Erkenntnisse und das Wissen in ihren Gemeinschaften. In Kooperation mit den Universitäten in Skopje und Mostar wird das auf dem Ansatz des Peer-Lernens basierende Konzept mit Jugend- lichen, Lehrpersonen, Schulleitenden und Eltern aus rund 10–15 interessierten und kooperationsbereiten Schuleinheiten umgesetzt. Mit spezifischen Workshops werden diesen Nachhaltigkeits- und Demokratiewissen, Partizipation und Organisation von Weiterbildun- gen vermittelt und die Teilnehmenden werden zur Planung konkreter Projekte (z. B. Veloflick-Werkstatt, Urban Gardening, Flussreinigungen, Austauschgruppen für Erziehungsfragen, Peer-Beratungsstellen, gemeinsame Unterrichtsgestaltung, Austausch und Weiterentwick- lung partizipativ-demokratischer Ausgestaltung des Schullebens usw.) angeleitet. Damit soll die alltagsnahe Basis zur Stärkung fried- licher und inklusiver Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung gebildet werden. Zudem soll ein regelmässiger und gleichberechtigter Austausch zwischen den teilnehmenden Schulen über die verschiede- nen Sprachgruppen und Ethnien organisiert werden. Das Projekt kann auf bereits bestehenden Lehrmaterialien zur Demokratie aufbauen, die von der PHZH in Kooperation mit dem Europarat erarbeitet wurden und in den lokalen Sprachen vorliegen. Begünstigte 80 ausgebildete Peer-Coaches in Nordmazedonien 48 ausgebildete Peer-Coaches in Bosnien und Herzegowina Rund 1000 ausgebildete Peers Kosten (einschliess- Fr. 517 800 lich 5,9% PBK) Beantragter Beitrag Fr. 330 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 153 600 Beiträge anderer Organisationen Fr. 34 200 Gewährter Beitrag Fr. 200 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2022 geltenden Vergabekriterien EZA.

3. Übersichtslisten

3.1 Beiträge zugunsten der einzelnen Organisationen Organisation Projekt Nr. Staat(en) Beitrag in Franken Ärzte ohne Grenzen 16 Irak 60 000 Aqua Alimenta 6 Madagaskar 60 000 Biovision 5 Kenia 60 000 Brücke – Le Pont 25 El Salvador 60 000 Caritas Schweiz 17 Libanon 60 000 CBM (Schweiz) 7 Madagaskar 60 000 COMUNDO 26 Peru 60 000 Enfants du Monde 20 Nepal 60 000 Fastenaktion 2 Burkina Faso 60 000 GVZ und Kapo 15 Bhutan 300 000 HEKS 11 Niger 60 000 HELVETAS 19 Myanmar 60 000 IAMANEH 10 Mali 60 000 Medair 8 Madagaskar 60 000 Mission am Nil 1 Ägypten 50 000 Nouvelle Planète 3 Burkina Faso 60 000 PHZH 27 Nordmazedonien / 200 000 Bosnien und Herzegowina SAM global 21 Nepal 60 000 Save the Children 14 Bangladesch 60 000 Solidar Suisse 4 Burkina Faso 60 000 Solidarität mit der Welt 13 Tansania 60 000 SolidarMed 12 Simbabwe 60 000 Swisscontact 18 Libanon 60 000 TearFund Schweiz 9 Malawi 60 000 Terre des hommes – Kinderhilfe 22 Syrien 60 000 terre des hommes schweiz 23 Brasilien 60 000 WWF Schweiz 24 Chile 60 000

3.2 Übersicht zum Engagement in den einzelnen Staaten Kontinent/Staat Projekt Nr. Betrag pro Projekt Totalbetrag pro Land Total pro Kontinent in Franken in Franken in Franken Afrika Ägypten 1 50 000 50 000 Burkina Faso 2 60 000 3 60 000 4 60 000 180 000 Kenia 5 60 000 60 000 Madagaskar 6 60 000 7 60 000 8 60 000 180 000 Malawi 9 60 000 60 000 Mali 10 60 000 60 000 Niger 11 60 000 60 000 Simbabwe 12 60 000 60 000 Tansania 13 60 000 60 000 Afrika total 770 000

Asien Bangladesch 14 60 000 60 000 Bhutan 15 300 000 300 000 Irak 16 60 000 60 000 Libanon 17 60 000 18 60 000 120 000 Myanmar 19 60 000 60 000 Nepal 20 60 000 21 60 000 120 000 Syrien 22 60 000 60 000 Asien total 780 000

Lateinamerika Brasilien 23 60 000 60 000 Chile 24 60 000 60 000 El Salvador 25 60 000 60 000 Peru 26 60 000 60 000 Lateinamerika total 240 000

Südosteuropa Nordmazedonien / 27 200 000 200 000 Bosnien und Herzegowina Südosteuropa total 200 000

Total 1 990 000

3.3 Übersicht zu den Projektinhalten Ein Grossteil der berücksichtigten Projekte ist mehreren Sachberei- chen zuzuordnen. Deshalb enthält die folgende Übersicht, welche die Schwerpunkte des jeweiligen Projekts wiedergibt, auch Mehrfachnen- nungen: Bereiche Projekte Land-, Wald-, Wasserwirtschaft 3, 4, 5, 6, 9, 11, 13 Ernährung, Umwelt 2, 5, 6, 9, 24 Kleinunternehmen, Einkommensförderung 4 Sozialpolitik, Verwaltung 7, 8, 11, 15, 23, 25 Gesundheit 1, 3, 10, 12, 16, 20 Frauenförderung 10 (Berufs-)Bildung, Förderung von Kindern und Jugendlichen 10, 13, 14, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 26, 27 Der Betrag ist im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2023–2026 eingestellt und der Fonds kann diese Verpflichtung mit den ihm zugewiesenen Mitteln erfüllen.

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Den folgenden Empfängerinnen und Empfängern werden für die genannten Vorhaben die folgenden Beiträge aus dem Gemeinnützigen Fonds gewährt:

1. Mission am Nil (Outreach-Programm zur Gesundheitsprävention in Fr. 50 000 Naqada und Umgebung)

2. Fastenaktion (Burkina Faso: Bessere Ernährung und sozioökonomische Fr. 60 000 Resilienz für Bäuerinnen und Bauern)

3. Nouvelle Planète (Verbesserung der hygienischen Bedingungen von Fr. 60 000 2000 Einwohnerinnen und Einwohnern in Burkina Faso)

4. Solidar Suisse (Ernährungssicherheit für Kleinbauernfamilien) Fr. 60 000

5. Biovision (Anpassung der Hirtengemeinschaften an die Dürre) Fr. 60 000

6. Aqua Alimenta (Mehr als eine gesicherte Ernährung – Fr. 60 000 madagassische Kleinbauernfamilien im Aufbruch, 2022–2024)

7. CBM (Schweiz) (Gemeindenahe inklusive Entwicklung, Ostküste, Fr. 60 000 Madagaskar)

8. Medair (Frühwarnung, Katastrophenvorsorge und Nothilfe auf Fr. 60 000 Madagaskar)

9. TearFund Schweiz (Nachhaltig gegen Hunger, Verbesserung Fr. 60 000 der Lebensgrundlage für Familien in Malawi)

10. IAMANEH (Gesundheit und Rechte für junge Dienstmädchen; Fr. 60 000 Projektphase: 1. Januar 2022 – 31. Dezember 2024)

11. HEKS (Für ein friedliches Zusammenleben von Viehzüchter- und Fr. 60 000 Bauernfamilien)

12. SolidarMed (HIV/Aids- und Tuberkulose-Behandlung für Fr. 60 000 die ländliche Bevölkerung in Simbabwe)

13. Solidarität mit der Welt (Einkommensförderung und ländliche Entwick- Fr. 60 000 lung durch Frauenförderung, Berufsbildung und Klimaschutz in Tansania)

14. Save the Children (Erfolgreiche Rückkehr in die Schule für benachteiligte Fr. 60 000 Kinder in Sylhet City)

15. GVZ und Kapo (Sicherheit in Bhutan: Verbesserung des Brandschutzes Fr. 300 000 und der Verkehrssicherheit in Bhutan [3. Phase])

16. Ärzte ohne Grenzen (Geburtshilfe, Pädiatrie und psychologische Fr. 60 000 Unterstützung für die Menschen im Nachkriegs-West-Mosul)

17. Caritas Schweiz (Nachhaltige Arbeitsplätze für Jugendliche im Libanon) Fr. 60 000

18. Swisscontact (Tafawoq – Möglichkeiten für Beschäftigung und Arbeit) Fr. 60 000

19. HELVETAS (Berufsbildungsprojekt Skills for Employment [S4E], Fr. 60 000 Myanmar: Neue Perspektiven für Jugendliche dank Berufsausbildung)

20. Enfants du Monde (Verbesserung der Gesundheit von benachteiligten Fr. 60 000 schwangeren Frauen, Müttern und Neugeborenen während der Covid- 19-Pandemie in Nepal, 2022–2023)

21. SAM global (Education Improvement Program) Fr. 60 000

22. Terre des hommes – Kinderhilfe (Zukunftschancen durch Schutz und Fr. 60 000 Bildung für syrische Kinder)

23. terre des hommes schweiz (Wege aus der Gewaltspirale) Fr. 60 000

24. WWF Schweiz (Indigene Gemeinschaften schützen Blauwal-Habitat) Fr. 60 000

25. Brücke – Le Pont (Würdige Arbeitsbedingungen dank starken Fr. 60 000 Gewerkschaften und Institutionen)

26. COMUNDO (Umweltschutz- und Menschenrechtsbildung für Fr. 60 000 die ländliche Bevölkerung Perus)

27. PHZH (Fostering Sustainable and Democratic Culture in North Macedo- Fr. 200 000 nia and Bosnia Herzegowina) Total Fr. 1 990 000

II. Die Gewährung erfolgt unter den Bedingungen und Auf‌lagen, die in den Erwägungen zu den einzelnen Beiträgen genannt sind, sowie unter den folgenden allgemeinen Bedingungen und Auf‌lagen: a) Die Empfängerin oder der Empfänger hat der Fondsverwaltung elektronisch die Erfüllung aller Auf‌lagen zuzusichern (Bedingung). b) Die Empfängerin oder der Empfänger hat die Fondsverwaltung innert fünf Jahren seit der Gewährung elektronisch um die Auszahlung des Beitrags zu ersuchen und der Fondsverwaltung den Schlussbericht gemäss § 11 Abs. 2 Satz 1 LFG in einer von dieser akzeptierten Fassung einzureichen (Bedingung für diese Auszahlung).

c) Die Empfängerin oder der Empfänger hat geeignete Massnahmen zur Verhinderung einer Zweckentfremdung der Mittel, insbesondere durch Korruption und Kickbacks, zu treffen (Auf‌lage). d) Die Empfängerin oder der Empfänger hat den Gemeinnützigen Fonds an geeigneter Stelle als Geldgeber zu erwähnen, wenn möglich unter Verwendung des Logos des Gemeinnützigen Fonds (Auf‌lage). e) Ergibt sich nach der Verwirklichung des Vorhabens eine Überfi- nanzierung, hat die Empfängerin oder der Empfänger dem Gemein- nützigen Fonds davon den Teil zu erstatten, der dem Anteil des Fonds an der Finanzierung des Vorhabens entspricht (Auf‌lage). III. Die Finanzdirektion wird beauftragt, die Beiträge gemäss Dis- positiv I unter Berücksichtigung der Bedingungen und Auf‌lagen gemäss Dispositiv II auszubezahlen. IV. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mittei- lung an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich Be- schwerde erhoben werden. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist bei- zulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. V. Mitteilung an die Empfängerinnen und Empfänger der Beiträge gemäss Dispositiv I (durch die Finanzdirektion), die Genossenschaft Swisslos Interkantonale Landeslotterie, Lange Gasse 20, 4052 Basel, die Finanzkommission des Kantonsrates sowie an die Direktionen des Re- gierungsrates und die Staatskanzlei.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli