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Décision

RRB Nr. 37/2010

Lotteriefonds, Inlandhilfe 2009, Ermächtigung

13 janvier 2010Allemand24 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 13. Januar 2010

37. Lotteriefonds des Kantons Zürich; Inlandhilfe 2009

Erwägungen

1. Einleitung

1.1 Allgemeines Mit Vorlage 4415 (KRB vom 5. November 2007) bewilligte der Kan- tonsrat dem Regierungsrat einen Rahmenkredit von 16 Mio. Franken für die Inlandhilfe 2007 bis 2010. Dem Regierungsrat stehen somit für diesen Zeitraum jährlich 4 Mio. Franken zur Mitfinanzierung von Einzel- projekten mit je höchstens Fr. 400 000 zur Verfügung. Die Kriterien für die Auswahl der Inlandhilfeprojekte sind in den «Richtlinien über Beiträge an Katastrophen-, Ausland- und Inlandhilfe- vorhaben» festgelegt. 2009 hat der Regierungsrat diese Kriterien auf- grund des harten Steuerwettbewerbs unter den Kantonen und aufgrund der hohen Zahlungen des Kantons im Zusammenhang mit der NFA präzisiert (vgl. Abschnitt 1.2). Mit seiner Inlandhilfe möchte der Kanton folgende Ziele erreichen. Er will: – zur Verhinderung von Katastrophen und zur Bewältigung der Folgen von Katastrophen beitragen, – beim Erhalt bedeutender Kulturobjekte mithelfen, – regional wichtige Alpwirtschaftsvorhaben und – regional bedeutungsvolle Natur- und Umweltschutzprojekte, die bei der Bevölkerung akzeptiert sind, fördern und – über die konkrete Hilfeleistung hinaus ein Zeichen der Solidarität setzen. Der Kanton berücksichtigt in der Regel nur Projekte aus finanz- schwachen Gebieten der Kantone Graubünden, Tessin, Uri und des Oberwallis. Im Bereich Inlandhilfe arbeitet der Kanton mit drei Hauptpartnern zusammen. Dies sind: – die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB), – die Schweizer Berghilfe (SB) und – die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL). Sie legen dem Kanton jährlich bereits vor der eigentlichen Gesuchs- eingabe mehrere Projekte vor, unter denen in Absprache mit dem Lotte- riefonds eine Auswahl für die Gesuchseingabe getroffen wird. Andere Organisationen reichen dem Kanton einzelfallweise Inlandhilfe-Gesuche ein.

1.2 Präzisierte Vergabekriterien ab 2009 Die seit Juni 2009 präzisierten Richtlinien enthalten u. a. folgende Bestimmungen: – Beiträge an kulturhistorische Vorhaben sind dann möglich, wenn sie regionale oder kantonale Bedeutung aufweisen, der Öffentlichkeit zugute kommen und nicht vorwiegend der touristischen Förderung eines Gebietes dienen. – Projekte, bei denen der Standortkanton über «Neue Regionalpolitik- Gelder» (NRP-Gelder) des Bundes verfügt, werden nicht unterstützt. – Die Höhe des Beitrages des Kantons Zürich entspricht in der Regel höchstens der gesamten Leistung von Projekt-Standortkanton, Stand- ortregion und Standortgemeinde bzw. regionalen/lokalen Körper- schaften.

2. Gesuchseingabe 2009

2.1 Allgemeines Für 2009 haben die SPB, die SB, die SL, die Stiftung Bergwaldprojekt und der Schweizer Heimatschutz insgesamt 19 Projekte in der Gesamt- summe von Fr. 4 517 500 eingereicht. Hinzu kommt ein Gesuch der SPB von Fr. 300 000, das für 2008 eingereicht worden war, damals aber noch nicht abschliessend beurteilt werden konnte. Die Gesuchsdossiers gingen zur Prüfung an die fachlich zuständigen Direktionen: Sämtliche Ein- gaben gingen an die Baudirektion, vier Gesuche an die Volkswirtschafts- direktion und eines an die Bildungsdirektion. Deren Beurteilungen waren entscheidend für die Berücksichtigung eines Projektes bzw. für das Fest- legen der jeweiligen Beitragshöhe.

2.2 Zurückgestellte/abgelehnte Gesuche Von den insgesamt 20 Projekten wurden zwei Gesuche zurückgestellt und drei Gesuche abgelehnt. Es sind dies:

2.2.1 Zurückgestellte Gesuche Gesuchstellende Organisation/ Begründung Projektbezeichnung/-inhalt SL: Kastanienselven und Terrassen, Im Frühjahr 2010 ist das Amt für Landschaft Linescio TI und Natur der Baudirektion zu einer Begehung vor Ort einzuladen. Bis dahin sind die Gesuchsunterlagen zu überarbeiten, der überregionale Nutzen des Vorhabens muss aufgezeigt werden. SL: Restaurierung des Hauses Ca’Vegia Der Standortkanton setzt für das Projekt in Cerentino TI möglicherweise NRP-Gelder (Neue Regionalpolitik) ein. Projekte, in die NRP-Gelder fliessen, werden nicht mitfinanziert.

2.2.2 Abgelehnte Gesuche Gesuchstellende Organisation/ Begründung Projektbezeichnung/-inhalt SPB: Pflästerung des Dorfkerns Sonogno TI Beim Vorhaben überwiegt die touristische Bedeutung gegenüber der denkmal- pflegerisch-kulturhistorischen. SPB: Restaurierung Hotel Ofenhorn Beim Vorhaben überwiegt die touristische im Binntal VS Bedeutung gegenüber der denkmal- pflegerisch-kulturhistorischen. SL: Sanierung und didaktische Nutzung Die Vernehmlassung hat gezeigt, dass der Suonen von Grächen VS allenfalls ein Beitrag von Fr. 60 000 für ein Teilprojekt gerechtfertigt wäre. Im Rahmen der Inlandhilfe werden jedoch keine Beiträge unter Fr. 100 000 ausgerichtet.

3. Ausgewählte Einzelprojekte Es ist nicht die Absicht, die verfügbare Inlandhilfe-Gesamtsumme jeweils zwingend auszuschöpfen. Vielmehr ist der jährliche Inlandhilfe- Gesamtbeitrag abhängig von den geprüften, von den Fachdirektionen für unterstützungswürdig befundenen Vorhaben bzw. den jeweils vor- geschlagenen Einzelbeiträgen. Berücksichtigt sind ausschliesslich Pro- jekte, die von den zuständigen Fachdirektionen zur Mitfinanzierung empfohlen sind. In zwei Fällen hat der Kanton den nachgesuchten Betrag gekürzt. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Fehlbeträge haben die gesuchstellenden Organisationen entweder durch (zusätzliche) Eigenleistungen bzw. Spendengelder oder durch eine zeitliche Staffe- lung der Projekte aufzufangen. Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält die notwendigen Kurzinformationen zum jeweiligen Projekt. Angegeben sind dabei auch die Projektbegleitkosten (PBK), welche die jeweilige Organisation allenfalls vom Kanton wünscht. Die SPB deckt ihre PBK aus allgemeinen Spendengeldern und wünscht folglich vom Kanton keinen PBK-Anteil, ebenso der Schweizer Heimatschutz. Die SB, die SL und die Stiftung Bergwaldprojekt wünschen PBK von 5% bzw. 14% (vgl. Abschnitte 3.2 bis 3.4).

3.1 Projekte der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB) (Projekte Nrn. 1–6) Anzahl Gesamtsumme in Fr. Geprüfte Projekte 8 (1 Gesuch von 2008) 1 900 000 Berücksichtigte Projekte 6 1 550 000

1) Behebung der Unwetterschäden in der Gemeinde Rossa GR Bezirk/Kanton Calancatal, GR Verantwortlich Gemeinde Rossa für das Projekt Projektbeschrieb Durch ein Unwetter im Oktober 2006 entstan- den auf dem Gemeindegebiet grosse Schäden an Wegen und Strassen, an den Einrichtungen der Wasserversorgung sowie an den Ufer- verbauungen der Calancasca. Diese Schäden werden seit 2007 behoben bzw. die Hoch- wasser-Schutzbauten wiederhergestellt. Zurzeit erfolgen Bachverbauungen ausserhalb des Siedlungsgebietes. Begünstigte Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Rossa Kosten Fr. 4 385 721 Finanzierung – Bund Fr. 1 469 734 – Standortkanton Fr. 1 109 544 – Glückskette Fr. 936 000 – Spenden Fr. 185 364 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 685 079 sind durch die Gemeinde Rossa zu decken. Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion empfiehlt eine Beitrags- leistung. Federführend bei den Uferver- bauungen ist die Abteilung Wasserbau des Tiefbauamtes des Kantons Graubünden. Bei diesen Verbauungen müssen sogenannt «harte» Massnahmen angewendet werden; naturnahe Methoden (Grün-/Lebendverbau) bieten auf- grund der Intensität der hochgehenden Calan- casca keinen zuverlässigen Schutz. Beitrag des Kantons Fr. 300 000 Projektbegleitkosten Die SPB deckt ihre PBK mit allgemeinen Spenden.

2) Verbauung Platzbach, Langwies Bezirk/Kanton Schanfigg GR Verantwortlich Gemeinde Langwies für das Projekt Projektbeschrieb Der Platzbach (Dorfbach von Langwies) ent- wässert die südlichen Abhänge des Mattjisch- Horn zur Plessur, u. a. auch eine steile Erosions- zone. Daraus können bei starken Niederschlä- gen grössere Geschiebemassen murartig ab- gehen. 1970/71 wurde der Bach vor allem in der Erosionszone mit damals neu entwickelten Schwellen verbaut. Diese haben sich nicht bewährt: Sie weisen grosse Kolkschäden auf und sind baufällig. Vier der Sperren müssen ersetzt, die anderen mit Holzkastensperren verstärkt werden. Zur Sicherung der Tobel- flanken werden Leitwerke erstellt. Begünstigte Bevölkerung von Langwies Kosten Fr. 1 450 000 Finanzierung – Bund Fr. 594 500 – Kanton GR / Stadt Chur Fr. 392 500 Restfinanzierung Der Restbetrag von Fr. 463 000 muss durch Beiträge von Dritten gedeckt werden. Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion empfiehlt eine Beitrags- leistung. Beitrag des Kantons Fr. 250 000 Projektbegleitkosten Die SPB deckt ihre PBK mit allgemeinen Spenden. 3) Bachverbauung Ual da Bartanga und Ual da la Motta, Riom-Parsoms Bezirk/Kanton Oberhalbstein GR Verantwortlich Gemeinde Riom-Parsonz für das Projekt Projektbeschrieb Die beiden Bäche Ual da Bartanga und Ual da la Motta sind jeweils am oberen Dorfrand von Riom bzw. Parsonz gefasst und führen mittels Rohrleitungen quer durch die Dörfer. Weil die Kapazität dieser Rohre bzw. der entsprechen- den Eindolungen zu gering war, konnten die Bäche nach starken Niederschlägen im Novem- ber 2002 Riom bzw. Parsonz überschwemmen.

Zur Sicherung der Dörfer erhält der eine Bach nun einen Geschiebefang und wird stärker ausgedolt, der andere Bach wird mit einem Dosierbauwerk und einer Entlastungsrinne gesichert. Begünstigte Bevölkerung von Riom-Parsonz Kosten Fr. 1 500 000 Finanzierung – Bund Fr. 525 000 – Kanton GR Fr. 300 000 Restfinanzierung Der Restbetrag von Fr. 675 000 muss durch Beiträge von Dritten gedeckt werden. Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion empfiehlt eine Beitrags- leistung. Beitrag des Kantons Fr. 300 000 Projektbegleitkosten Die SPB deckt ihre PBK mit allgemeinen Spenden. 4) Ausbau Herberge Curzùtt, Monte Carasso Bezirk/Kanton Region Bellinzona TI Verantwortlich Fondazione Carzùtt-San Bernard für das Projekt Projektbeschrieb Der rund 400 m über dem Talboden liegende Weiler Curzùtt ist mittlerweile beinahe ver- lassen. Seit einigen Jahren bemüht sich die Fondazione um eine Wiederbelebung. Sie fördert die landwirtschaftliche Nutzung als Maiensäss und hat – verteilt auf mehrere Ge- bäude im Kern der Siedlung – eine Herberge eingerichtet. Deren Auslastung ist gut, vor allem durch Gruppen von Arbeitslosen und Schulklassen, die auf Curzùtt Arbeitseinsätze und Studienwochen zur Kulturlandschaft durchführen. Die Fondazione beabsichtigt, in einem weiteren Haus zusätzliche Schlafplätze bereitzustellen, um dadurch insgesamt eine Übernachtungskapazität für zwei Klassen bzw. grössere Gruppen zu erhalten. In der bestehen- den Herberge soll in einem Haus ein Aufent- haltsraum entstehen. Begünstigte Schulklassen, Auszubildende, Arbeitslose

Kosten Fr. 1 000 000 Finanzierung – Standortkanton Fr. 281 750 – Region Fr. 12 858 – Eigenleistung Stiftung Fr. 195 000 – Stiftungen, Wirtschaft Fr. 199 998 Restfinanzierung Der offene Restbetrag von Fr. 310 394 muss durch Leistungen Dritter finanziert werden. Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion unterstützt eine Beitrags- leistung, da das Vorhaben vor allem dazu diene, die Überlebensfähigkeit von Curzùtt als bewohntem Ort zu erhalten (Kapazität für grössere Arbeitseinsätze zur Neubelebung, Ent- buschung von Weiden, Pflege der Kastanien- wälder und der Rebberge). Gesamthaft be- trachtet, stellt das Vorhaben eine Mischform von Alpwirtschafts- und kulturhistorischem Vorhaben dar. Eine Beitragsleistung ist daher gerechtfertigt. Beitrag des Kantons Fr. 150 000 Projektbegleitkosten Die SPB deckt ihre PBK mit allgemeinen Spenden. 5) Behebung Unwetterschäden Biasca Bezirk/Kanton Bleniotal TI Verantwortlich Bürgergemeinde (Patriziato) Biasca für das Projekt Projektbeschrieb In Biasca richtete ein Unwetter am 3. Oktober 2006 grosse Schäden im Wald, auf Alpen und an einzelnen Anlagen der Wasserversorgung an. Zudem löste der Bach Lesgiuna massive Hangrutsche aus und zerstörte die z. T. aus den 1930er-Jahren stammenden Bachverbauungen weitgehend. Das Beheben der Schäden umfasst die Wiederinstandstellung von Wegabschnitten und Stegen, die Sanierung von Wasserleitungen und die Sanierung von Weiden. Begünstigte Bevölkerung von Biasca Kosten Fr. 5 689 290 Finanzierung – Bund Fr. 1 981 093 – Standortkanton Fr. 2 303 299 – Gemeinde Biasca Fr. 173 000 – Diverse Fr. 133 266

Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 1 098 632 müs- sen über Zuwendungen von Dritten gedeckt werden. Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion unterstützt eine Beitrags- leistung. Beitrag des Kantons Fr. 400 000 Projektbegleitkosten Die SPB deckt ihre PBK mit allgemeinen Spenden. 6) Behebung Schäden Murgang, Münster Bezirk/Kanton Goms VS Verantwortlich Gemeinde Münster-Geschinen für das Projekt Projektbeschrieb Das Dorf Münster erlitt 1987 durch einen Murgang starke Schäden. Zur Vermeidung ähnlicher Ereignisse wurde deshalb im ent- sprechenden Gebiet ein Geschiebesammler gebaut und das Bett des Dorfbaches verbrei- tert. Am 21. August 2008 brach ein unter dem Eis des Münstigergletschers verborgener Gletschersee mit einem Volumen von 12 000 bis 15 000 m3 schlagartig aus. Diese Wasser- menge riss grosse Geröllmassen mit sich. Ein Teil wurde im Geschiebesammler zurückge- halten, der Rest wurde im ausgebauten Bach- bett durch das Dorf hindurchtransportiert. Schäden entstanden vor allem am oberen Dorfrand sowie an den Landwirtschaftsflächen unterhalb des Dorfes. Zudem muss der Ge- schiebesammler saniert werden. Begünstigte Bevölkerung von Münster Kosten Fr. 3 027 404 Finanzierung – Bund Fr. 1 365 872 – Standortkanton Fr. 1 352 419 – Spenden Fr. 113 365 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 195 748 müssen über Beiträge von Dritten gedeckt werden. Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion unterstützt eine Beitrags- leistung. Beitrag des Kantons Fr. 150 000 Projektbegleitkosten Die SPB deckt ihre PK mit allgemeinen Spen- den.

3.2 Projekte der Schweizer Berghilfe (SB) (Projekte Nrn. 7–9) Anzahl Gesamtsumme Fr. Eingereichte Projekte 3 493 500 Berücksichtigte Projekte 3 493 500

7) Walderschliessung Stierva Bezirk/Kanton Albulatal GR Verantwortlich Gemeinde Stierva für das Projekt Projektbeschrieb Das Waldgebiet oberhalb von Stierva erfüllt eine wichtige Schutzfunktion für das Dorf, die Kantonsstrasse sowie das Trassee der Rhä- tischen Bahn. Um bei der zukünftigen Pflege des Waldes auf Helikopterflüge verzichten zu können, soll das Gebiet nun mit Strassenwegen erschlossen werden. Das entsprechende Kon- zept liegt seit einigen Jahren vor, wurde indes- sen zurückgestellt, bis zum Entscheid über die Linienführung der Erschliessungsstrasse nach Mutten. Gebaut werden zwei Hauptwege mit insgesamt 6,5 km Länge. Sie werden mit einem allgemeinen Fahrverbot belegt, be- sondere Schutzzonen erhalten zusätzlich Ab- schrankungen. Begünstigte Bevölkerung von Stierva Kosten Fr. 2 244 100 Finanzierung – Bund Fr. 830 298 – Standortkanton Fr. 561 012 – Gemeinden (ohne Stierva) Fr. 444 443 – Gemeinde Stierva Fr. 258 347 Restfinanzierung Die offenen Kosten der Gemeinde Stierva be- tragen Fr. 150 000. Hinzu kommen PBK der SB von Fr. 7500. Gewünschter Beitrag Inkl. 5% PBK Fr. 157 500 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion befürwortet die Übernahme des offenen Betrages. Beitrag des Kantons Inkl. 5% PBK Fr. 157 500

8) Regionalmuseum Ilanz Bezirk/Kanton Surselva GR Verantwortlich Region Surselva für das Projekt Projektbeschrieb In den 1960-er Jahren entstand die Idee eines Regionalmuseums in Ilanz, um der Abwande- rung von Kulturgut entgegenzuwirken und wichtige Zeugnisse der regionalen Identität zu bewahren. 1979 wurde die «Fundazion Museum Regiunal Surselva» gegründet und 1980 ein Haus für die Nutzung als Museum erworben. Der Ausbau zum Museum erfolgte von 1983 bis 1987. Die Sammlung des Museums um- fasst Gegenstände aus den traditionellen Pro- duktionssektoren Landwirtschaft, Handwerk/ Gewerbe und Hauswirtschaft. Das Museum will seine publikumsorientierten Aktivitäten und Dienstleistungen erweitern, insbesondere das Bildungsangebot. Deshalb entwickelte es das Projekt «Sehen und Erleben». Es umfasst sechs Massnahmen zu Vermittlungswegen der regionalen Alltagsgeschichte, unter anderem die didaktische Neuinszenierung des 1. und

2. Stockwerks des Museums und den Einbezug historischer Werkstätten von ausserhalb des Museums. Begünstigte Bevölkerung der Surselva Kosten Fr. 329 000 Finanzierung – Eigenleistung Fr. 40 000 – Standortkanton Fr. 135 000 – Beiträge Dritter Fr. 34 000 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 120 000 müs- sen über Zuwendungen von Dritten gedeckt werden. Hinzu kommen PBK der SB von Fr. 6000. Gewünschter Beitrag Inkl. 5% PBK Fr. 126 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion und die Volkswirtschafts- direktion empfehlen eine Beitragsleistung. Die Volkswirtschaftsdirektion wünscht, die Gewährung des Beitrages mit dem Engage- ment des Kantons GR zu verknüpfen. Die Empfehlung der Volkswirtschaftsdirektion wurde als Auflage übernommen.

Beitrag des Kantons Inkl. 5% PBK Fr. 126 000 Auflage Der Kanton GR kann zugunsten des Museums jährlich nur Fr. 45 000 auszahlen. Somit dauert es drei Jahre, bis der Beitrag von Fr. 126 000 (bzw. Fr. 135 000) ausbezahlt ist. Die Auszah- lung des Zürcher Beitrages erfolgt erst, wenn die schriftliche Verpflichtung des Kantons GR vorliegt, das Museum in den kommenden Jahren mit mindestens Fr. 126 000 zu unter- stützen. 9) Riggenwald Bezirk/Kanton Silenen UR Verantwortlich Korporationsbürgergemeinde Silenen für das Projekt Projektbeschrieb Das Waldgebiet oberhalb von Silenen erfüllt eine wichtige Schutzfunktion für die Dörfer Silenen, Amsteg und Bristen sowie für die Gotthard-Transitachse. Verantwortlich für die Waldpflege ist die Korporationsbürgergemein- de Silenen, die eng mit der Einwohnergemein- de Silenen zusammenarbeitet. Seit etwa 1950 wurden im Riggwald keine Schutzwaldarbeiten mehr durchgeführt, weil das Gebiet nicht erschlossen war bzw. Arbei- ten zu aufwendig waren. Deshalb geriet der Wald in einen bedenklichen Zustand. Erst mit dem 2003 begonnenen Bau einer Erschlies- sungsstrasse wurde eine Schutzwaldpflege möglich. Bis anhin sind rund 4,5 km dieser Naturstrasse gebaut, in einer letzten Etappe soll noch ein Stück von 530 m erstellt werden. Angesichts der Grösse des Gebietes (2912 ha) ist eine Holznutzung mit Helikoptern keine sinnvolle Möglichkeit der Erschliessung. Begünstigte Bevölkerung von Amsteg-Silenen Kosten Fr. 4 160 000 Finanzierung – Bund Fr. 2 321 280 – Standortkanton Fr. 777 920 – Korporation Uri Fr. 353 600 – Gemeinde Silenen Fr. 124 800 – Korporationsbürgergemeinde Fr. 77 400 – Dritte/Sponsoren Fr. 305 000

Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 200 000 müssen durch Dritte übernommen werden. Hinzu kommen PBK der SB von Fr. 10 000. Gewünschter Beitrag Inkl. 5% PBK Fr. 210 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion befürwortet die Gewährung eines Beitrages. Die von der Korporations- bürgergemeinde Silenen gewählte «minimale Schutzwaldpflege» ist eine taugliche Strategie, die Schutzfunktion des Waldes zu gewährleis- ten und gleichzeitig die wichtigen Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes zu berück- sichtigen. Beitrag des Kantons Inkl. 5% PBK Fr. 210 000

3.3 Projekte der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) (Projekte Nrn. 10–13) Anzahl Gesamtsumme Fr. Eingereichte Projekte 7 1 574 000 Berücksichtigte Projekte 4 1 054 800

10) Aufwertung und Inwertsetzung der Kulturlandschaft Safiental Bezirk/Kanton Safiental GR Verantwortlich Verein Pro Safiental mit den Gemeinden für das Projekt Safien, Tenna, Valendas und Versam Projektbeschrieb Das Projekt hat zum Ziel, mit verschiedenen punktuellen Massnahmen im Bereich Kultur- und Naturgüterschutz die einzigartige Land- schaftsqualität im Safiental zu erhalten und weiter zu fördern. Die gegenwärtige Phase des Vorhabens umfasst vier Teilvorhaben: – Instandstellung von Safier Ställen: Die (Dach-)Sanierung von Ställen soll die land- schaftsprägenden alten Ökonomiegebäude vor dem Zerfall sichern. Gleichzeitig wer- den Modelle für die zukünftige Nutzung der Ställe entwickelt. – Rodungsmassnahmen im Gebiet der Kirche von Neukirch: Die ehemals frei stehende Kirche, heute weitgehend durch Wald ein- gewachsen, soll durch Rodungen ihre ehe- malige markante Wirkung wieder entfalten können.

– Erhalt des Lärchenwaldes im Sonderwald- reservat «Waldalp»: Der Wald wird ver- jüngt. Dadurch lässt sich seine Artenvielfalt erhalten. – Sanierung Engihuus Valendas: Das Haus im historischen Dorfkern von Valendas soll als Ort der Begegnung für unterschiedliche Nutzerinnen/Nutzer zugänglich werden und wird nach denkmalpflegerischen Grundsät- zen renoviert. Begünstigte Einheimische Kosten Total Fr. 4 514 667 Finanzierung – Bund Fr. 123 867 – Standortkanton Fr. 480 900 – Gemeinden, Region Fr. 270 600 – Spenden Fr. 2 580 000 – Fremdkapital Fr. 800 000 Restfinanzierung Die Restkosten von Fr. 259 300 müssen durch Beiträge von Dritten gedeckt werden. Hinzu kommen Projektbegleitkosten der SL von Fr. 33 700. Gewünschter Beitrag Inkl. 13% PBK Fr. 293 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion befürwortet eine Beitrags- leistung. Das Projekt überzeugt unter ande- rem, weil aus einer Vielzahl von möglichen Massnahmen die wirklich prioritären zur Um- setzung gelangen. Beitrag des Kantons Inkl. 13% PBK Fr. 293 000 Auflage Der Beitrag wird nur unter der Bedingung ausbezahlt, dass die Bau- und Restaurierungs- arbeiten am Engihuus im Einvernehmen mit der kantonalen Denkmalpflege Graubünden ausgeführt werden.

11) Agro-forstliche Aufwertung in den «Cinque Terre di Comologno» Bezirk/Kanton Onsernonetal TI Verantwortlich Fondazione delle Cinque Terre di Comologno für das Projekt Projektbeschrieb Das Projekt bezweckt, das hintere Onsernone- tal mithilfe der Landwirtschaft aufzuwerten, wiederzubeleben und wertvolles Kulturgut für Besucherinnen und Besucher/Wandernde sichtbar zu machen. Eine erste Projektphase seit 2004 verlief sehr erfolgreich. Das Vorhaben hat sich zu einem Vorzeigeprojekt mit über- regionaler Ausstrahlung entwickelt. Die zweite Phase knüpft an das bisherige Programm an: Sie umfasst Massnahmen, welche die zukünf- tige Bewirtschaftung gewährleisten und eine langfristig andauernde Landschaftsaufwertung mit sich bringen. Dazu zählen z. B. die Wieder- herstellung von Waldweiden und Landwirt- schaftsflächen, die Waldrandpflege, die Pflege von Kastanienselven, das Anlegen von Obst- gärten (in Zusammenarbeit mit Pro Specie Rara), die Sanierung von Brunnen und Trok- kenmauern und das Instandstellen von Alpzu- gängen und Wanderwegen. Begünstigte Einheimische, land- und alpwirtschaftlich Tätige Kosten Total Fr. 2 200 000 gegenwärtige Projektphase Fr. 830 000 Finanzierung – Standortkanton Fr. 190 200 – Gemeinden, Region Fr. 377 000 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 262 800 müssen durch Dritte gedeckt werden. Hinzu kommen Projektbegleitkosten der SL von Fr. 32 000. Gewünschter Beitrag Inkl. PBK von 12% Fr. 294 800 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion befürwortet eine Beitrags- leistung. Auch dieses Projekt besticht durch seine klaren Prioritäten (was soll instand ge- setzt und was dem natürlichen Zerfall bzw. der Vergandung überlassen werden?). Beachtlich ist zudem das hohe Engagement der lokalen Bevölkerung in Form von Freiwilligenarbeit. Beitrag des Kantons Inkl. PBK von 12% Fr. 294 800

12) Pflege und Instandsetzung der Waldweiden und der Bisse der Alp Ponchet, Chandolin und Leuk Bezirk/Kanton Pfynwald-Illgraben VS Verantwortlich Naturpark Pfyn für das Projekt Projektbeschrieb Das Projekt hat das Ziel, die ökologischen und kulturellen Werte der Alp Ponchet/Magda- lenenboden zu bewahren und zu fördern. Das gesamte Projektgebiet liegt im BLN-Gebiet Pfynwald-Illgraben. Im Projektperimeter be- finden sich mehrere Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung mit einer einzigartigen Artenvielfalt. Das Projekt sieht die Auflichtung der Waldweiden vor, indem vor allem Fichten unterschiedlicher Alters- stufen entfernt werden. Ziel ist es, eine Wald- bedeckung von rund 30% zu erhalten. Für diese waldbaulichen Eingriffe muss ein Forst- weg errichtet werden, der für den Viehtrieb und später als didaktischer Pfad genutzt wird. Die alte Bisse, die den Stall auf der Alp Ponchet mit Wasser versorgte, wird auf einer Länge von ungefähr zwei Kilometern wieder instand gesetzt. Vier Bereiche der Alp werden nicht beweidet. Rund 10% des Tot- und Alt- holzes wird vor Ort belassen bzw. es werden Totholzinseln errichtet, um die Artenvielfalt zu fördern. Begünstigte Einheimische Alpwirtschaft Kosten Total Fr. 1 300 000 gegenwärtige Projektphase Fr. 592 000 Finanzierung – Standortkanton Fr. 80 000 – Gemeinden, Region Fr. 220 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 292 000 müssen über Beiträge von Dritten abgedeckt werden. Hinzu kommen Projektbegleitkosten der SL von Fr. 34 000. Gewünschter Beitrag Inkl. 12 % PBK Fr. 326 000

Prüfung des Gesuches Die Baudirektion befürwortet eine Beitrags- leistung. Waldweiden sind als Kulturform sel- ten geworden, weil die Bäume einerseits eine rationelle Bewirtschaftung behindern und anderseits Waldweiden in den 1990er-Jahren nicht zur direktzahlungsberechtigten landwirt- schaftlichen Nutzfläche zählten. Die Waldwei- den im gewählten Projektperimeter zählen zu den wertvollsten im südlichen schweizeri- schen Alpenraum. Ihre Erhaltung und Förde- rung hat damit eine Ausstrahlung weit über die Region hinaus. Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich im Zusammenspiel von Land- und Forstwirtschaft einerseits und des Natur- und Landschaftsschutzes ander- seits wertvolles Landschafts- und Kulturgut erhalten und fördern lässt. Standortkanton und -region leisten Fr. 300 000. Damit ist der höchstens mögliche Beitrag des Kantons Zürich vorgegeben. Beitrag des Kantons Inkl. 12% PBK Fr. 300 000 13) Erhaltung der Natur- und Kulturgüter im Landschaftspark Binntal Bezirk/Kanton Binntal VS Verantwortlich Landschaftspark Binntal für das Projekt Projektbeschrieb Das Ziel des Vorhabens besteht darin, ver- schiedene einzelne Projektmassnahmen im Bereich Kultur- und Naturgüterschutz zu bün- deln und die Landschaftsqualität des Binntals sowie den Zusammenhalt in der Bevölkerung zu fördern. Das Vorhaben besteht aus drei Tei- len: – Sicherung der traditionellen Bausubstanz innerhalb und ausserhalb der Dorf- und Weilerzone: Vorgesehen sind die Sanierung von sechs Stadel- und Speicherbauten (Grobsanierung, um die Gebäude vor dem Zerfall zu retten) und das Inventarisieren von schutzwürdigen Holzbauten.

– Sanierung der Kapelle Maria zum Schnee (Alp Furgge): Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1662, sie befindet sich auf dem höchst gelegenen Stafel der Grengjer Alpen und bildet in dieser kargen Landschaft einen klaren ästhetischen und historischen Akzent. – Rundweg Tulpenring Grengiols: Der Lehr- pfad soll das Bewusstsein und die Wert- schätzung für die traditionelle, naturnahe Kulturlandschaft mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt fördern. Kennzeichen/ Aushängeschild des Weges soll die seltene Grengjer Tulpe sein (nur im Oberwallis vor- kommende Tulpenart). Der Lehrpfad infor- miert über die früheren Lebensumstände in der Talschaft, die traditionelle Bewirtschaf- tung sowie den Wandel der Kulturland- schaft (Trocken-/Feuchtstandorte, «Tulpen- acker» mit Wintergetreideanbau, Acker- begleitflora, Wasserleitungen, traditionelle Stadel, Mühle usw.). Begünstigte Bevölkerung des Binntals, Schulen und Studien- gruppen Kosten Fr. 582 000 Finanzierung – Bund Fr. 39 000 – Standortkanton Fr. 54 000 – Gemeinden/Region Fr. 342 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 147 000 müssen über Dritte gedeckt werden. Hinzu kommen PBK der SL von Fr. 20 000. Gewünschter Beitrag Inkl. 14% PBK Fr. 167 000 Prüfung des Gesuches Die Baudirektion empfiehlt eine Beitrags- leistung. Das Projekt dient dazu, wertvolles agrarisches Kulturgut und seltene Naturwerte zu erhalten. Beitrag des Kantons Inkl. 14% PBK Fr. 167 000

3.4 Projekt der Stiftung Bergwaldprojekt (Projekt Nr. 14) Anzahl Gesamtsumme in Fr. Eingereichte Projekte 1 400 000 Berücksichtigte Projekte 1 400 000

14) Projektwochen der Stiftung Bergwaldprojekt in den Kantonen Graubünden und Uri 2009 bis 2012 Regionen Kantone Graubünden und Uri Verantwortlich Stiftung Bergwaldprojekt für das Projekt Projektbeschrieb Die 1990 gegründete Stiftung führt Arbeits- einsätze für forstliche Laien ab 18 Jahren durch, die unter forstlicher Anleitung während einer Woche verschiedene Waldarbeiten, wie Jung- waldpflege und Altholzverwertung, durchfüh- ren (2009: Einsätze für rund 1400 Personen). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten jeweils auch einen umfassenden Einblick in das Ökosystem Wald. Als Folge von Unwettern ist in den vergange- nen Jahren der Bedarf an Forstleistungen in den Gemeinden stark gestiegen. Die Stiftung ersucht den Kanton um Unterstützung von 36 Projektwochen im Zeitraum 2009 bis 2012 in folgenden Gebieten: Bündner Oberland, Schanfigg, Rheintal, Prättigau, Raum Schatt- dorf-Bürglen. Begünstigte Gemeinden, in denen Projekte durchgeführt werden, Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bergwaldwochen Kosten Nach Abzug der indirekten Beiträge (Unter- kunft, Salär Forstpersonal usw.) durch die Standortgemeinden verbleiben der Stiftung pro Arbeitswoche Kosten von rund Fr. 24 000. Durch Eigenleistungen bzw. Gönnerbeiträge und Leistungen Dritter kann die Stiftung davon voraussichtlich rund Fr. 13 000 decken. Es ver- bleibt ein offener Betrag von rund Fr. 11 000. Die Stiftung wünscht vom Kanton einen Bei- trag an 36 Projektwochen.

Finanzierung Der Kanton Graubünden bzw. die Bündner Projektstandortgemeinden unterstützten das Bergwaldprojekt in den vergangenen Jahren durchschnittlich mit einem Gesamtbeitrag von jährlich rund Fr. 108 000. Die Unterstützung aus dem Kanton Uri betrug im Durchschnitt Fr. 9400. Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Prüfung des Gesuches Die Bildungsdirektion und die Baudirektion befürworten eine Beitragsleistung. Die Stiftung leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung, zur Pflege und zum Schutz des Waldes im Berggebiet. Beitrag des Kantons Fr. 400 000 Aufteilung Aufgrund der bisherigen Unterstützung der Arbeitseinsätze gehen vom bewilligten Bei- trag Fr. 360 000 an Arbeitswochen im Kanton Graubünden und Fr. 40 000 an Arbeitswochen im Kanton Uri. Auflagen Der zürcherische Anteil unter den Teilnehme- rinnen und Teilnehmern ist in den letzten Jah- ren gestiegen. Trotzdem ist die Gewährung des Beitrages an die Auflagen gebunden, dass – die Teilnahme von Zürcherinnen und Zür- chern weiter gefördert wird und sich die – Standortkantone vermehrt an den Projekt- wochen beteiligen.

3.5 Projekt der Schweizer Heimatschutzes (Projekt Nr. 15) Anzahl Gesamtsumme in Fr. Eingereichte Projekte 1 400 000 Berücksichtigte Projekte 1 150 000

15) Renovation Türalihaus in Valendas Regionen Region Ilanz GR Verantwortlich Schweizer Heimatschutz für das Projekt Projektbeschrieb Das Türalihaus ist ein barockes Bürgerhaus am Dorfplatz Valendas. Sein heutiges Aussehen mit einer reichhaltigen Innenausstattung geht auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Dem Haus kommt kantonale Bedeutung zu, dem Gesamtdorfbild von Valendas nationale.

Seit Jahrzehnten steht das Türalihaus leer. Es soll möglichst in seinem ursprünglichen Zu- stand erhalten bleiben und trotzdem eine Nutzung mit heutigen Komfortansprüchen ermöglichen. Es ist vorgesehen, das Haus sanft zu renovieren und dann der Stiftung «Ferien im Baudenkmal» zur Nutzung zu übergeben. Begünstigte Bewohnerinnen und Bewohner von Valendas Kosten Fr. 2 150 000 Finanzierung – Heimatschutz Fr. 525 000 – Stiftungen Fr. 137 000 – Kanton GR Fr. 150 000 Restfinanzierung Der offene Restbetrag von Fr. 1 338 000 muss durch Dritte übernommen werden. Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Prüfung des Gesuches Die Volkswirtschaftsdirektion und die Bau- direktion befürworten eine Beitragsleistung. Der Standortkanton leistet Fr. 150 000, damit ist der höchstens mögliche Beitrags des Kan- tons Zürich vorgegeben. Bemerkung Der Heimatschutz deckt die PBK mit eigenen Mitteln. Beitrag des Kantons Fr. 150 000

4. Überblick Die für die Inlandhilfe 2009 zur Verfügung stehende Summe wird unter den berücksichtigten Kantonen wie folgt aufgeteilt: Kanton Organisation Projekt Fr. Fr. GR SPB 1 Unwetterschäden Rossa 300 000 SPB 2 Verbauung Bach Langwies 250 000 SPB 3 Verbauung Riom-Parsoms 300 000 SB 7 Walderschliessung Stierva 157 500 SB 8 Museum Surselva 126 000 SL 10 Aufwertung Safiental 293 000 Bergwaldprojekt 14 Waldwochen Anteil GR 360 000 Heimatschutz 15 Türalihaus Valendas 150 000 Total Graubünden 1 936 500 TI SPB 4 Herberge Curzùtt, Mt. Carasso 150 000 SPB 5 Unwetterschäden Biasca 400 000 SL 11 Kulturlandschaft Comologno 294 800 Total Tessin 844 800 UR SB 9 Riggwald, Silenen 210 000 Bergwaldprojekt 14 Waldwochen Anteil UR 40 000 Total Uri 250 000 VS SPB 6 Unwetterschäden Münster 150 000 SL 12 Alpaufwertung Chandolin/Leuk 300 000 SL 13 Landschaftspark Binntal 167 000 Total Wallis 617 000 Total 3 684 300

Dispositiv

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Inlandhilfebeiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3650 4980): Fr. – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden 1 550 000 – der Schweizer Berghilfe 493 500 – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz 1 054 800 – der Stiftung Bergwaldprojekt 400 000 – dem Schweizer Heimatschutz 150 000 Total 3 648 300

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, an die Finanz- direktion und die Finanzkommission des Kantonsrates.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi