RRB Nr. 602/2013
Sicherheitsdirektion, Ersatz IT-Infrastrukur, gebundene Ausgabe
5 juin 2013Allemand5 min
Source zh.ch
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 5. Juni 2013
602. Sicherheitsdirektion (Ersatz IT-Infrastruktur)
Erwägungen
A. Ausgangslage Mit RRB Nr. 798/2008 wurde für den Ersatz der IT-Basisinfrastruktur im Rahmen eines amtsübergreifenden Projekts («IBIS08») für das Ge- neralsekretariat der Sicherheitsdirektion, für das Amt für Militär und Zivilschutz und für das Sozialamt ein Objektkredit von 2,25 Mio. Fran- ken bewilligt. Mit dem gemeinsamen Ersatz wurde zudem die Grundlage für die gemeinsame Betriebsorganisation für IT-Basisdienstleistungen geschaffen, die sich bisher bewährte. Nach einer fünfjährigen erfolgreichen Betriebsdauer ist ein erneuter Ersatz wegen des Wartungs- und Reparaturaufwands sowie des auslau- fenden Supportes des Betriebssystems von Microsoft für Windows XP angezeigt. Dies soll wiederum im Rahmen eines amtsübergreifenden Projekts («IBIS13») erfolgen. Im Vordergrund stehen der Ersatz der IT- Arbeitsplätze (Clients, Notebooks) und ein qualitativer Ausbau der bis- herigen Server-Infrastruktur. Um den heutigen und zukünftigen Anforderungen besser gerecht zu werden, wird das Konzept der «Client-Virtualisierung» angewendet, bei dem die Informatik-Anwendenden nicht mehr über den bisher übli- chen Arbeitsplatzrechner verfügen, sondern die Anwendungen direkt vom Server auf ihren Arbeitsplatz-Bildschirmen dargestellt werden. Dieses Konzept der Virtualisierung, das bei den Servern bereits erfolg- reich eingesetzt wird, ermöglicht eine IT-Basisinfrastruktur, die flexibel, rasch und kostengünstig an sich ändernde Anforderungen, u. a. seitens Benutzerinnen und Benutzer, Hardware oder Software (z. B. späterer Wechsel von Windows 7 zu 8) angepasst werden kann. Im Weiteren wer- den die Sicherheit und Verfügbarkeit der IT-Basisinfrastruktur, unter anderem durch den Einsatz von zwei redundanten, örtlich getrennten Serverumgebungen, deutlich verbessert. Die Virtualisierungsplattform wird auf den bereits heute eingesetzten Speichersystemen, die dazu noch zu erweitern sind, aufgebaut. Im Rahmen der erforderlichen Strategiekonformitätsprüfung hatte das Kantonale IT-Team keine Einwände gegen die Ersatzbeschaffung auf der Grundlage der Virtualisierung.
B. Vorgehen und Kosten Das Projekt «IBIS13» begann im Sommer 2012 und soll im Frühling 2014 abgeschlossen sein. Es beruht auf der kantonalen Projektmethodik PosatZH. Die Projektorganisation besteht aus einem Projektausschuss und einem Projektteam, das unter der Leitung des Amtes für Militär und Zivilschutz geführt wird. Das Projektcontrolling wird durch den Leiter Organisation und Projekte der Abteilung Organisation und Informatik des Generalsekretariates der Baudirektion wahrgenommen. Jahre 2012 2013 2014 Monate 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3
Meilensteine Initialisierung Grobkonzept Pflichtenheft Submission/Kredit Detailkonzept Aufbau prod. Umgebung Auslieferung, Schulung
Ab November 2013 ist die amtsweise gestaffelte Auslieferung verbun- den mit einer Schulung der Mitarbeitenden geplant. Für die Ersatzbeschaffung ist eine gemäss § 37 Abs. 2 lit. a CRG ge- bundene Ausgabe von Fr. 2 920 000 zu bewilligen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus: Hardware (u. a. rund 400 Clients, 60 Notebooks sowie Server- 1 273 000 und Speicherausbau) Software (u. a. Lizenzen für die Virtualisierung, Windows 7 und 800 000 Serverbetriebssysteme) Externe Dienstleistungen (u. a. Konzeption, Projektunterstützung, 523 000 Unterstützung Umsetzung) Gemeinsame Dienste 59 000 Schulung 150 000 Reserven 115 000 Total 2 920 000 Vom Gesamtbetrag sind Fr. 2 247 000 der Investitionsrechnung zu be- lasten und zu aktivieren. Die Aufwendungen von insgesamt Fr. 673 000 für externe Dienstleis- tungen und die Schulung sind der Erfolgsrechnung zu belasten. Von den Ausgaben für das Projekt «IBIS13» werden voraussichtlich 2013 rund Fr. 2 675 000 und 2014 rund Fr. 245 000 getätigt. Dies ergibt folgende Aufteilung auf die betroffenen Leistungsgruppen:
Investitionsrechnung (insgesamt Fr. 2 247 000): Leistungsgruppe 2013 2014 Nr. 3000, GS/ZV und Rekursabteilung 716 000 0 Nr. 3400, Amt für Militär und Zivilschutz 758 000 0 Nr. 3500, Sozialamt 773 000 0 Total Investitionsrechnung 2 247 000 0 Erfolgsrechnung (insgesamt Fr. 673 000): Leistungsgruppe 2013 2014 Nr. 3000, GS/ZV und Rekursabteilung 140 000 71 000 Nr. 3400, Amt für Militär und Zivilschutz 143 000 85 000 Nr. 3500, Sozialamt 145 000 89 000 Total Erfolgsrechnung 428 000 245 000 Die Kapitalfolgekosten betragen rund Fr. 481 000 und setzen sich zu- sammen aus Fr. 450 000 für Abschreibungen und Fr. 31 000 für Zinsen. Aufgrund der geforderten Verbesserungen u. a. der IT-Sicherheit und Verfügbarkeit erhöhen sich die jährlich wiederkehrenden Basisarbeits- platzkosten, insbesondere für Wartungsverträge, um Fr. 96 000 auf rund 1,3 Mio. Franken. Diese zusätzlichen Kosten verteilen sich gleichmässig auf die betroffenen Ämter. Die personellen Folgekosten bleiben unver- ändert. Die erforderlichen Mittel sind im Budget 2013 und im KEF 2013– 2016, Planjahr 2014, in den entsprechenden Leistungsgruppen enthalten.
Dispositiv
Auf Antrag der Sicherheitsdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für den Ersatz der IT-Basisinfrastruktur von Generalsekretariat / Zentrale Vollzugsaufgaben und Rekursabteilung der Sicherheitsdirek- tion sowie Amt für Militär und Zivilschutz und Sozialamt wird eine ge- bundene Ausgabe von insgesamt Fr. 2 920 000 bewilligt. Davon gehen Fr. 2 247 000 zulasten der Investitionsrechnung und wer- den wie folgt aufgeteilt: – Fr. 716 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 3000, Generalsekreta- riat / Zentrale Vollzugsaufgaben und Rekursabteilung, – Fr. 758 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 3400, Amt für Militär und Zivilschutz, – Fr. 773 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 3500, Sozialamt.
Der restliche Betrag der Ausgabenbewilligung von Fr. 673 000 geht zu- lasten der Erfolgsrechnung und wird wie folgt aufgeteilt: – Fr. 211 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 3000, Generalsekreta- riat / Zentrale Vollzugsaufgaben und Rekursabteilung, – Fr. 228 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 3400, Amt für Militär und Zivilschutz, – Fr. 234 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 3500, Sozialamt.
II. Mitteilung an die Finanzdirektion und an die Sicherheitsdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi