RRB Nr. 754/2015
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 3. Serie
8 juillet 2015Allemand32 min
Source zh.ch
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 3. Serie
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 8. Juli 2015
754. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 3. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewil- ligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2015 wurden bis anhin Fr. 7 768 000 bewilligt. Da- rin enthalten ist neben ordentlichen Beiträgen im Rahmen der Allgemei- nen Mittel auch ein Beitrag von Fr. 500 000 als Soforthilfe für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Nepal (RRB Nr. 489/2015). Da aufgrund von RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbei- träge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») ein Beitrag von Fr. 200 000 von der Jahresquote in Abzug zu bringen ist, stehen dem Regierungsrat zu- lasten der Quote 2015 somit insgesamt noch Fr. 12 032 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 3. Serie 2015 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:
1. Erneuerung Dauerausstellung Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Lesegesellschaft Stäfa: Der Verein setzt Organisation sich für das kulturelle Leben in der Gemeinde ein und betreut das Ortsmuseum «Zur Farb». Ausgangslage Die seit 1985 bestehende Dauerausstellung ent- spricht den heutigen Anforderungen an eine Ausstellung nicht mehr. Mit der Neugestal- tung soll das Museum «Zur Farb» in der regio- nalen Museumslandschaft neu positioniert und in seinen Vermittlungsformen den heutigen Anforderungen angepasst werden. Projektziel Mit einer zeitgemässen und ansprechenden Ausstellung soll auch eine jüngere Generation erreicht und deren Interesse für die lokale und regionale Geschichte geweckt werden. Projektbeschrieb Die neue Dauerausstellung thematisiert mit «Memorial und der Stäfner Handel» zentrale Ereignisse der Geschichte des Kantons Zürich. Sie ist sozial- und kulturgeschichtlich orien-
tiert und wird mit historischen Objekten aus der eigenen Sammlung bestückt. Die Vermitt- lung der Sammlung wird aktualisiert, um den Ansprüchen zeitgemässer Museumsarbeit ge- recht zu werden. Kosten Fr. 156 000 Gewünschter Betrag Fr. 40 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 43 500. Aus einem Legat wurden Fr. 10 000 zugesichert. Der Rest- betrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Der historische Schwerpunkt «Stäf- ner Handel» ist ein symbolstarkes und überre- gional bekanntes Element der Entwicklung Zürichs vom alten Stadtstaat zum demokra- tisch verfassten Kanton. Die Standortgemein- de hat sich 2013 und 2014 mit Fr. 350 000 an Umbauarbeiten beteiligt, die im Zusammen- hang mit dem Projekt standen. Bewilligter Betrag Fr. 40 000
2. IT-Projekt für das move-Tageszentrum Bereich Soziales Gesuchstellende Verein «start again soziale Unternehmungen»: Organisation Der Verein bezweckt den Aufbau wie auch die Führung von Institutionen, Betrieben und Be- ratungsstellen, die sich der somatischen, sozia- len und beruflichen (Wieder-)Eingliederung von Personen widmen. Bei diesen handelt es sich insbesondere um junge Menschen mit suchtbedingten Defiziten, Jugendliche oder junge Erwachsene am Übergang von der Schule in die Berufswelt sowie Personen, die infolge eines Unfalls, einer schweren psychis- chen oder physischen Erkrankung eine (Wie- der-)Eingliederung benötigen. Neben dem move-Tageszentrum betreibt der Verein auch noch das Zentrum für Suchttherapie sowie das Pilotprojekt myplace-jungeswohnen.
Ausgangslage Das move-Tageszentrum bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine intensiv betreu- te Tagesstruktur und bereitet sie für weiter- führende Schritte im Prozess der Arbeitsinte- gration vor. Bei der Neueröffnung konnte das move-Tageszentrum in die bestehende EDV- Struktur des Vereins start again integriert wer- den. Mittlerweile ist die bestehende IT-Lösung durch die zusätzliche Beanspruchung an ihre Grenzen gestossen. Projektziel Mit einer neuen IT-Lösung für das Gesamtun- ternehmen start again sollen Synergien best- möglich genutzt und die Leistungsfähigkeit des Systems verbessert werden. Mit der Ab- lösung des Betriebssystems können Sicher- heitslücken geschlossen und der Support wie- der gewährleistet werden. Projektbeschrieb Die Erneuerung der IT-Infrastruktur umfasst u. a. neue Server für Hard- und Software sowie neue Internetkomponenten, eine neue Stand- leitung und den Ersatz der PC-Arbeitsplätze. Kosten Fr. 99 832 Gewünschter Betrag Fr. 47 416 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 5000. Der Rest verteilt sich zu gleichen Teilen auf die Stand- ortgemeinde Zürich und den Lotteriefonds. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Durch die neue IT-Lösung wird eine Arbeitsunterstützung geschaffen, die es allen Bereichen erlaubt, ihre Kernaufgaben professionell und zeitgemäss umzusetzen. Die Dienstleistungen des Vereins können dadurch zukünftig bestmöglich und zeitgemäss sicher- gestellt werden. Da der Verein eine Kosten- stellenrechnung führt, kann sichergestellt wer- den, dass die Beiträge des Lotteriefonds für das move-Tageszentrum und nicht für die vom Kantonalen Sozialamt subventionierten Be- triebsteile verwendet werden. Bewilligter Betrag Fr. 47 400
3. Publikation «Catalogue raisonné Ferdinand Hodler» Bereich Kultur Gesuchstellende Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft Organisation (SIK-ISEA): Das von der gleichnamigen Stif- tung getragene, 1951 gegründete SIK-ISEA ist ein national und international ausgerichtetes kunstwissenschaftliches und kunsttechnologi- sches Kompetenzzentrum. Schwerpunkte sei- ner Aktivitäten sind Forschung, Dokumenta- tion, Wissensvermittlung und Dienstleistung im Bereich der bildenden Kunst. Kerngebiet ist das Kunstschaffen in der Schweiz vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ausgangslage Das Projekt «Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde» wurde am SIK-ISEA 1999 mit dem Inventar der rund 2000 Gemäl- de begonnen. Inzwischen sind zwei Bände (Die Landschaften 2008 und Die Bildnisse 2012) erschienen. Mit dem Catalogue raisonné der Gemälde Hodlers wird das Gesamtwerk des Künstlers nach allen wissenschaftlichen Regeln erfasst. Das geplante Gesamtwerk um- fasst vier Bände. Projektziel Der Catalogue soll das gesamte malerische Werk des Künstlers der breiten Öffentlichkeit bekannt machen und die ausserordentliche künstlerische Leistung Hodlers aufzeigen. Projektbeschrieb Gegenwärtig werden Band 3 und Band 4 erar- beitet. In Band 3 (2016) werden die Figuren- bilder (Genrebilder, Historienbilder und sym- bolische Figurenbilder) wissenschaftlich kata- logisiert. Eine Einleitung wird die wesentli- chen Analysen und Ergebnisse vorlegen. Band 4 wird das Forschungsprojekt mit Aufsätzen, Dokumentationen und einer Chronologie ab- schliessen (Ende 2017/Anfang 2018). Nach der Publikation der Bände wird jeweils eine On- line-Version aufgeschaltet. Kosten Fr. 3 475 000 Gewünschter Betrag Fr. 250 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 250 000. Vom Schweizerischen Nationalfonds werden Fr. 1 480 000 und vom Kanton Bern Fr. 500 000 erwartet. Auch von Stiftungen und Privaten wird eine umfangreichere Unterstützung er- wartet. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt liefert gesicherte Informationen, begründet Forschungsergeb- nisse in den Kommentaren und legt in den Einleitungen die neuen Erkenntnisse über Entstehung, Arbeitsmethoden, Rezeption und über den zeitgenössischen Kontext dar. Zürich hat zumindest eine gewisse Bedeutung für die Karriere Hodlers. Zudem beherbergt Zürich die weltweit grösste Sammlung von Werken Hodlers. Ein Beitrag von Fr. 220 000 erscheint daher als angemessen. Bewilligter Betrag Fr. 220 000
4. Grossprojekt zur Förderung von Brutvögeln im Kanton Bereich Ökologie Gesuchstellende ZVS / BirdLife Zürich (Verband der Natur- Organisation schutzvereine in den Gemeinden): Der Ver- band bezweckt den Schutz, die Pflege und die Verbesserung der natürlichen Lebensgrundla- gen von Menschen, Tieren und Pflanzen, be- sonders der Vogelwelt, sowie die Erhaltung und Förderung der natürlichen biologischen Vielfalt und einer naturnahen Landschaft im Kanton Zürich. Ausgangslage Die Ergebnisse der Brutvogelkartierung (Ver- gleich 1998/2008) zeigten, dass die Bestände verschiedener Vogelarten (oftmals unbemerkt) zurückgehen. Eine frühzeitige Intervention und spezifische Förderungsmassnahmen, so- lange diese Arten noch nicht auf einer sehr hohen Gefährdungsstufe stehen, wären sinn- voll. Hier setzt das Grossprojekt von BirdLife Zürich an. Es sollen fünf grössere Artenförde- rungsprojekte ausgearbeitet und durchgeführt werden.
Projektziel Förderung von Brutvogelarten mit Förderungs- bedarf. Projektbeschrieb Im Zeitraum 2016–2019 soll das Grossprojekt unter dem Titel «Den Kanton Zürich beflü- geln – Förderung von Brutvögeln im Kanton» durchgeführt werden. Im Zentrum stehen dabei Brutvogelarten, die auf spezifische Förderungsmassnahmen angewiesen sind, die über den gesetzlichen Auftrag der kantonalen Fachstelle Naturschutz (FNS) hinausgehen. Es sollen fünf grössere Artenförderprojekte ge- plant und durchgeführt werden. Unter ande- rem soll das bereits erfolgreich angelaufene Projekt «Biodiversität im Rebberg» weiterge- führt und ausgeweitet werden. Ein neues Pro- jekt betrifft die Schaffung von Übergangsle- bensräumen im Bereich Waldrand/Kulturland zugunsten von charakteristischen Vogelarten. Ein weiteres Teilprojekt hat die Förderung von Gebäudebrütern im Fokus. Kosten Fr. 1 088 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 160 000. Von den Standortgemeinden wird ein Beitrag von Fr. 50 000 erwartet. Stiftungen und Sponsoren werden um einen Beitrag von Fr. 378 000 er- sucht. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es bildet eine gute Ergänzung zu den Aktivitäten des Kantons im Bereich Artenförderung bei Vögeln. Mit dem vor- geschlagenen Grossprojekt werden die Brut- vögel als Sympathieträger in den Vordergrund gerückt. Mit Projekten wie der Förderung von Gebäudebrütern werden neue Kreise ange- sprochen und einbezogen. Information und Kommunikation sind bei diesem Projekt be- sonders wichtig und verbindet die Sensibilisie- rung für Naturwerte im Siedlungsgebiet mit angewandten und wirkungsvollen Hilfsmass- nahmen. Aufwertungsprojekte in Rebbergen
und am Waldrand machen auf die dort heimi- schen Vögel aufmerksam, die allmählich aus diesen Lebensräumen verschwinden. Ihnen kann teils mit umfassenden Lebensraumver- besserungen, teils mit punktuellen Massnah- men geholfen werden. Davon profitieren auch viele andere Organismen. Allerdings ist die Beteiligung der Standortgemeinden im Ver- hältnis zu den Gesamtkosten tief. Es rechtfer- tigt sich daher ein Beitrag von Fr. 400 000. Bewilligter Betrag Fr. 400 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Über die erwarteten Beiträge der Stiftun- gen und Sponsoren haben schriftliche Bei- tragszusagen vorzuliegen. – Es ist zuhanden der Baudirektion aufzuzei- gen, welcher Anteil der Lotteriefondsgelder im Wald für Massnahmen der vorgeschlage- nen Art eingesetzt wird. Diese Mittel wer- den erst freigegeben, nachdem die Baudirek- tion bestätigt hat, dass die Massnahmen konkretisiert sind (insbesondere Umfang, Lage, Trägerschaft, Nachpflege). – Bei allen Projekten, bei denen Eingriffe in den Wald erfolgen sollen, sind aus Rechts- und Koordinationsgründen Kreisforstmeis- ter und Revierförster vor Projektstart mit- einzubeziehen. – Die einzelnen Projekte sind aus Koordinati- onsgründen mit der Fachstelle Naturschutz abzusprechen.
5. Afro-Pfingsten Festival Bereich Freizeit und Feste Gesuchstellende Verein Afro-Pfingsten Winterthur: Seit 1990 Organisation organisiert der Verein das Festival in Winter- thur. Ausgangslage Der Verein bezweckt mit dem Festival, die ge- lebte Integration der ausländischen Wohnbe- völkerung zu fördern und die afrikanische Kultur einem breiten Publikum zugänglich zu
machen. Inzwischen zählt das Festival jährlich rund 70 000 Besucherinnen und Besucher. Das Programm umfasst Konzerte, Märkte, Filme, Workshops und viele weitere Rahmenaktivi- täten. Projektziel Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums sollen neue Angebote entwickelt und umgesetzt wer- den. Projektbeschrieb Zum Jubiläum sollen vier Projekte verwirk- licht werden, die durch eine externe Unter- nehmung, die Marketing Manufaktur AG, um- gesetzt werden sollen:
1. Einführung eines Kinder- und Familienpro- gramms mit einem Erlebnisparcours «Fami- lienreise durch Afrika» und verschiedenen Kurzworkshops;
2. Aufbau eines interaktiven, multimedialen digitalen Magazins im Internet mit einem damit verknüpften Archiv;
3. Förderung von besonderen, von der breiten Masse wenig beachteten Bands aus Afrika oder mit afrikanischen Wurzeln im Rahmen von «African Roots Discovery»;
4. Unterstützung von Mikrounternehmen mit afrikanischen Produkten und Ideen im Hin- blick auf die Teilnahme am Afrika-Markt unter dem Titel «Newbie Patronage Afri- ka». Kosten Fr. 930 000 Gewünschter Betrag für vier Teilprojekte Fr. 355 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 585 000. Die Stadt Winterthur leistet an den Gesuchsteller Be- triebs- aber keine Projektbeiträge. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht teilweise den Richt- linien des Lotteriefonds. Das vierte Teilpro- jekt kann vom Lotteriefonds nicht unterstützt werden, da es kommerzieller Natur ist, was zu einer Verminderung der anrechenbaren Pro- jektkosten um Fr. 75 000 führt. Weiter kommt hinzu, dass die Stadt Winterthur als Standort-
gemeinde nur Betriebsbeiträge zahlt. Wegen der grosszügigen Budgetierung ist ein zusätz- licher Abzug von insgesamt Fr. 50 000 am ge- wünschten Betrag vorzunehmen. Bewilligter Betrag für drei Teilprojekte Fr. 220 000 (Projekte 1–3)
6. Neueinrichtung Geburtshaus Delphys Bereich Gesundheit Gesuchstellende Verein Geburtshaus Delphys: Zweck des Ver- Organisation eins ist die Ermöglichung und Förderung der natürlichen Geburt, die ganzheitliche Schwan- gerschafts- und Nachbetreuung sowie die ent- sprechende Beratung und Begleitung. Insbe- sondere bezweckt der Verein die Führung eines Geburtshauses, in welchem Frauen auf natürliche Weise gebären können. Ausgangslage Das Geburtshaus wurde 2012 in die Spitalliste aufgenommen. In der Folge stieg die Nachfra- ge aus Stadt und Kanton Zürich noch stärker als in den Vorjahren an und übersteigt mittler- weile mit mehr als 100 Geburten jährlich die Kapazitäten des Geburtshauses. Eine räumli- che Vergrösserung ist unumgänglich. In der Überbauung Kalkbreite konnten neue Räum- lichkeiten gemietet werden. Projektziel Räumliche Vergrösserung, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sowie Anpas- sung an die Qualitätsanforderungen, die sich aus der Aufnahme in die kantonale Spitalliste ergeben. Projektbeschrieb In der Überbauung Kalkbreite sind zwei Ge- burtszimmer mit den notwendigen Nebenräu- men sowie vier Familienzimmer vorgesehen. Diese Räume müssen in Übereinstimmung mit den Qualitätsanforderungen für gelistete Spitäler vollständig neu eingerichtet werden. Kosten Fr. 810 000 Gewünschter Betrag Fr. 40 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 100 000. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 40 000, eine Stiftung ebenfalls mit Fr. 40 000. Fr. 540 000 können über Darlehen gedeckt werden. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die angemieteten Räumlichkeiten sind zweckmässig und deren Ausbau angemes- sen. Durch die Vergrösserung leistet das Ge- burtshaus Delphys einen wichtigen Beitrag in der Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich. Bewilligter Betrag Fr. 40 000
7. Öffnung und Neugestaltung Krypta Fraumünster Bereich Kultur Gesuchstellende Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Frau- Organisation münster Ausgangslage Dank der weltberühmten Chagall-Fenster ist die Fraumünsterkirche eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges, die von Touristinnen und Tou- risten aus der ganzen Welt aufgesucht wird. Gegenwärtig fehlt aber ein Ort, an dem die Besucherinnen und Besucher über die histo- rische Bedeutung des ehemaligen Frauenklos- ters und seiner rund 1200-jährigen Geschichte informiert werden können. Die unter dem Chor gelegene Krypta bietet sich als solcher Ort an. In ihrem gegenwärtigen Zustand ist die Fraumünster-Krypta nur ungenügend er- schlossen und nicht allgemein zugänglich. Die Ausstellung ist Jahrzehnte alt und genügt den heutigen Ansprüchen in keiner Weise. Projektziel Stimmige, attraktive und zielgruppenorien- tierte Besucherinformation Projektbeschrieb Die archäologisch und stadtgeschichtlich be- deutende Krypta soll für Besucherinnen und Besucher und Führungen geöffnet und mit einer multimedialen Besucherinformation ergänzt werden. Die Marienkapelle soll den Besuche- rinnen und Besuchern wieder zugänglich ge- macht werden. Im Münsterhof wird eine Be-
sucherinformation eingerichtet, die über die Geschichte des Christentums, die Reforma- tionsgeschichte sowie über die reformierte Kirche informieren will. Kosten Fr. 946 000 Gewünschter Betrag Fr. 160 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 300 000. Von der Stadt Zürich wird ein Beitrag von Fr. 230 000 erwartet. Stiftungen und Sponsoren wurden um einen Beitrag von Fr. 320 000 angefragt. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Aufwertungs- massnahmen und die Besucherinformation sind sinnvoll und entsprechen einem Bedürf- nis. Da es sich dabei in erster Linie um ein Vor- haben handelt, das die Stadt Zürich betrifft, sowie zur Vermeidung einer Überfinanzierung ist eine Kürzung des nachgesuchten Beitrages auf Fr. 50 000 angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 50 000
8. Romanischer Erstspracheunterricht für Kinder in Zürich Bereich Bildung Gesuchstellende QUARTA LINGUA, Vereinigung zur Förde- Organisation rung der rätoromanischen Sprache und Kul- tur: Der seit 1972 bestehende Verein bezweckt die Förderung der rätoromanischen Sprache. Ausgangslage Das Volksschulamt des Kantons Zürich bot im Schuljahr 2013/2014 im Rahmen der Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) Sprach- und Kulturunterricht in 26 Fremdspra- chen an. Rund 10 000 Kinder machten davon Gebrauch. Für Rätoromanisch besteht kein entsprechendes Angebot. Diese Lücke soll mit dem Projekt «Romanischer Erstspracheunter- richt für Kinder» geschlossen werden. Projektziel Durchführung von auf den Volksschulunter- richt abgestimmten Romanischkursen analog dem Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) in der Volksschule
Projektbeschrieb Die Vereinigung bietet ab September 2014 im Rahmen eines fünfjährigen Pilotprojektes einen rätoromanischen Erstspracheunterricht für Kin- der rätoromanischer Eltern im Kindergarten- und Primarschulalter an. Danach wird die An- erkennung als HSK-Kurs angestrebt. Kosten Fr. 168 960 Gewünschter Fr. 50 000 Starthilfebeitrag Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 80 000. Die Stadt Zürich stellt die Unterrichtsräumlichkeiten zur Verfügung (indirekte Leistung von Fr. 3960). Von anderen Kantonen wird ein Betrag von Fr. 9000 und von Stiftungen und Privaten ein Beitrag von Fr. 16 000 erwartet. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt wer- den. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Ein HSK-Angebot in Rätoro- manisch ist willkommen, damit alle Landes- sprachen vertreten sind. Das Projekt richtet sich grundsätzlich an den geltenden Vorgaben für HSK in der Volksschule aus. Bewilligter Fr. 50 000 Starthilfebeitrag Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: – Die Vereinigung soll sich bei der Entlöh- nung der Lehrpersonen am Rahmen der Löhne für Primarlehrpersonen in der Volks- schule orientieren. Hinweis Wenn der rätoromanische HSK-Unterricht in- nerhalb der Volksschule anerkannt werden soll, muss er sich nach dem regulären Schuljahr mit 39 Schulwochen richten und sich am Rahmen- lehrplan für HSK des Bildungsrates vom 28. Februar 2011 orientieren. Ausserdem setzt eine Anerkennung durch das Volksschulamt eine Zahl von mindestens 30 teilnehmenden Kindern voraus.
9. Kinder- und Jugendförderung wirkt! Bereich Bildung Gesuchstellende Kantonale Kinder- und Jugendförderung okaj: Organisation Der Verein okaj zürich ist der kantonale Dachverband und Fachstelle der Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Zürich. Er ist poli- tisch und konfessionell unabhängig und be- zweckt die Förderung der offenen, verbandli- chen und kirchlichen Kinder- und Jugendar- beit im Kanton Zürich. Das Amt für Jugend und Berufsberatung unterstützt okaj zürich mit jährlichen Beiträgen. Ausgangslage okaj zürich – gegründet als Verein Freizeit und Ferien – feiert 2015 sein 90-jähriges Bestehen. Seit damals engagiert sich die Organisation dafür, die Situation der Jugend zu verbessern. Aus Anlass des Jubiläums möchte okaj zürich mit einer Wanderausstellung und einem Publi- kationsvorhaben an die Öffentlichkeit treten. Projektziel Aufzeigen der Geschichte und der Entwick- lung der Kinder- und Jugendförderung sowie der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung und Wirkung der Förderungsmassnahmen. Projektbeschrieb Mit einem umgebauten Bus soll eine interak- tive Wanderausstellung über Relevanz, Ge- schichte und Wirkung der Kinder- und Jugend- förderung im Kanton Zürich während mehre- rer Monate durch acht Bezirke des Kantons und die Städte Zürich und Winterthur führen. Geeignete Standorte und Zeitpunkte werden in Zusammenarbeit mit lokalen und regiona- len Jugendarbeitenden ausgewählt. Für eine möglichst grosse Öffentlichkeitswirkung wird die Anknüpfung an Veranstaltungen wie Dorf-, Quartierfeste und Gewerbeanlässe gesucht. Inhaltlich wird neben einem Rückblick auch ein Blick in die mögliche Zukunft der Jugend- arbeit geworfen.
Das Publikationsvorhaben besteht in der über ein Jahr verteilten Veröffentlichung von rund zehn Beiträgen zu Vergangenheit und Zu- kunft der Kinder- und Jugendarbeit anhand von aktuellen Themen wie Raum, Migration, Freizeit usw. in einer grossen Tageszeitung und via Social-Media-Plattformen. Kosten Fr. 767 000 Gewünschter Beitrag Fr. 148 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 100 000. Von Stif- tungen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 216 000 und von den Gemeinden ein Bei- trag von Fr. 70 000 erwartet. Der Bund leistet Fr. 65 000 und aus einer Medienpartnerschaft sollen sich Fr. 168 000 ergeben. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds ge- deckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es zeigt die Vielzahl der Ange- bote und die Wirkung der offenen Jugendar- beit. Es trägt zu einer besseren Verankerung des Grundsatzes der Förderung in der Bevöl- kerung bei. Da es sich um einen Jubiläumsbei- trag handelt, kann ausnahmsweise von der Einhaltung der Sperrfrist abgesehen werden. Allerdings werden in den folgenden fünf Jah- ren keine Beitragsgesuche des Gesuchstellers mehr entgegengenommen und der Betrag wird leicht gekürzt. Bewilligter Beitrag Fr. 135 000 Auflagen – Der Lotteriefonds kann keine wiederkeh- renden Beiträge leisten. Da okay zürich be- reits mit RRB Nr. 689/2013 einen Beitrag aus dem Lotteriefonds erhalten hat, wird dem Gesuchsteller eine Sperrfrist von fünf Jahren ab Zusprechung des Beitrages aufer- legt. – Für ein Projekt zum 100-jährigen Bestehen von okaj zürich werden keine Beiträge zugesprochen werden.
10. Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland DVZO: Organisation Der Verein bezweckt das Erhalten der histori- schen Dampf- und Elektrolokomotiven, des Rollmaterials sowie der Bahnstrecke Bauma– Hinwil. Er betreibt einen nicht gewinnorien- tierten Bahnbetrieb mit den damit verbunde- nen Nebengeschäften. Ausgangslage Der DVZO betreibt auf eigenen und Gleisen Dritter einen fahrplanmässigen, saisonalen his- torischen Dampfbahnverkehr als konzessio- niertes Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und unterhält die historischen Dampf- und Elektrolokomotiven, das Rollmaterial sowie die Bahnstrecke Bauma–Hinwil. Will der DVZO seine Konzession als EVU nicht ver- lieren, hat er, wie alle anderen EVU in der Schweiz, die entsprechenden Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Der Bund verlangt von den EVU bis Ende 2014 zwingend alle noch nicht gesicherten Bahn- übergänge entweder aufzuheben oder mit Barriere- oder Blinkanlage zu sichern. Auf der Strecke des DVZO betrifft dies drei Bahn- übergänge. Weiter ergibt sich aufgrund der in den vergangenen Jahren erfolgten Sanierung der Tösstal-Linie durch die SBB auch ein An- passungsbedarf für den DVZO. Schliesslich müssen Gleise ausgewechselt und beim Depot im Bahnhof Bauma Instandstellungsarbeiten vorgenommen werden. Projektziel Der Dampfbahnbetrieb soll für die nächsten Jahre gesichert werden. Projektbeschrieb Neben der Sanierung der drei Bahnübergänge muss der DVZO dort, wo seine Strecke mit dem Netz der SBB verknüpft ist, Gleisanlagen sanieren. Im Bahnhof Bauma müssen eine Weiche umgebaut, DVZO-Anlageteile in die neue Sicherungsanlage der SBB eingebunden
und bei der Lokremise in Bauma die Tore er- setzt und Teile der Holzschalung instand ge- stellt werden. Hinzu kommt die 3. Etappe von Schienenerneuerungen auf der Strecke Bauma– Bäretswil. Kosten Fr. 1 382 970 Gewünschter Beitrag Fr. 492 950 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 277 970. Die be- troffenen Gemeinden beteiligen sich mit Fr. 334 000. Der Beitrag der Standortgemein- den an die Sanierung der Bahnübergänge ist allerdings grösstenteils bis ausschliesslich auf die gesetzliche Mitwirkungspflicht des Stras- seneigentümers bei Bahnübergängen zurück- zuführen. Sponsoren haben einen Beitrag von Fr. 82 000 zugesichert. Der offene Restbetrag ist durch Dritte zu decken. Würdigung Das Projekt entspricht – bis auf die 3. Etap- pe der Erneuerung der Schienen, die mit Fr. 35 400 budgetiert wurde – den Richtlinien des Lotteriefonds. Es handelt sich um notwen- dige Massnahmen aus Auflagen des Bundes zur Erhaltung der Betriebssicherheit und zur weiteren Gewährung der Konzession sowie um Massnahmen zum Erhalt des historischen Dampfbahnbetriebs. Die mit Fr. 35 400 budge- tierte Erneuerung der Schienen gehört zum «courant normal», weshalb der angesuchte Beitrag um diesen Betrag gekürzt wird. Ange- sichts der bescheidenen über die gesetzliche Pflicht hinausgehenden Beteiligung der Stand- ortgemeinden am Projekt rechtfertigt sich ein Beitrag von Fr. 400 000. Bewilligter Beitrag Fr. 400 000
11. 800-Jahr-Feier Wil ZH Bereich Freizeit und Feste Gesuchstellende Organisationskomitee (OK) 800 Jahre Wil: Das Organisation von der Gemeinde Wil sowie den Ortsvereinen gegründete OK bezweckt die Organisation und Durchführung des Jubiläumsanlasses 800 Jahre Wil im Mai 2016.
Ausgangslage Das Bauerndorf Wil im Rafzerfeld wurde 1216 erstmals urkundlich erwähnt. Zum Jubiläum soll die Dorfgeschichte einer breiten Öffent- lichkeit mit einem Freilichtspiel nähergebracht werden. Projektziel Aufzeigen der Geschichte Wils. Projektbeschrieb Geplant ist die drei- bis sechsmalige Auffüh- rung eines Freilichtspiels über die Geschichte von Wil. Autor und Regisseur der Aufführung ist der Zürcher Theatermacher Fredy Kunz. Profi- und talentierte Laienschauspielerinnen und -schauspieler werden mitten im Dorf vor einem 1818 erbauten Riegelhaus und dem Schulhaus als Kulisse in verschiedenen Zeit- bildern die 800 Jahre Dorfgeschichte präsen- tieren. Kosten Fr. 300 000 Gewünschter Beitrag Fr. 70 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 30 000. Die Stand- ortgemeinde beteiligt sich mit Fr. 50 000. Von Sponsoren wird ein Beitrag von Fr. 110 000 und aus Eintritten werden Einnahmen von Fr. 40 000 erwartet. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Vorhaben weist zwar nicht regionale Bedeutung auf. Bei vergleichbaren Anlässen bzw. bei ausgewiesenen Jubiläen ist es jedoch gängige Praxis, einen Beitrag zu leisten. Bewilligter Beitrag Fr. 70 000
12. Investitionen «Tox-Zentrum» Bereich Gesundheit Gesuchstellende Stiftung Schweizerisches Toxikologisches In- Organisation formationszentrum (STIZ): Die Stiftung be- treibt zur Vermeidung und Behandlung von Vergiftungen mit toxischen Produkten und Stoffen sowie zur Förderung der Kenntnisse darüber u. a. eine möglichst vollständige, lau- fend nachgeführte Dokumentation über die für Mensch und Tier toxischen Produkte und
Stoffe und die Behandlungsmethoden. Zudem betreibt sie einen täglich während 24 Stunden gewährleisteten, in der Regel telefonischen Auskunfts- und Beratungsdienst. Ausgangslage Die STIZ erteilt Ratsuchenden Auskunft be- züglich Giftstoffe und deren Risiken, ist in den Bereichen Prävention und Forschung tätig und zudem eine Fachstelle für Fachleute. Das Zentrum wird jährlich in rund 35 000 Fällen von Expositionen mit tatsächlichen und poten- ziellen Gefahrenstoffen um Rat angefragt, mehrheitlich bei akuten Ereignissen. Die meis- ten Beratungen erfolgen per Telefon. Zuneh- mend werden hingegen auch andere Informa- tionsquellen in Anspruch genommen. Deshalb muss das Zentrum bezüglich Telefonie, Inter- netauftritt und neuer Informationskanäle mit den neusten Technologien Schritt halten. Projektziel Anlässlich des 50-jährigen Bestehens sollen die Telefonanlage und die Website den heuti- gen Bedürfnissen angepasst, der grafische Auf- tritt modernisiert und Schnittstellen zu neuen Informationsmedien (Tablet, Smartphones) er- richtet werden. Projektbeschrieb Die heutige Telefonanlage wird ersetzt. Mit der neuen Anlage können Notfallberatung und Anrufe gleichzeitig abgewickelt werden. Im Internetbereich müssen die Inhalte, der grafi- sche Auftritt sowie Navigationsmöglichkeiten den heutigen Ansprüchen angepasst und wer- den. Für die mehrsprachige Anpassung der Inhalte sind gute toxikologische Fachkennt- nisse notwendig. Diese Arbeit ist sehr auf- wendig und kann im Rahmen des üblichen Arbeitspensums nicht erbracht werden. Kosten Fr. 181 705 Gewünschter Beitrag Fr. 26 400 Übrige Finanzierung Der laufende Betrieb des Tox-Zentrums wird von einer privaten gemeinnützigen Stiftung, den Kantonen bzw. der Gesundheitsdirekto- renkonferenz (GDK), durch Leistungsverträ- ge mit dem Bundesamt für Gesundheit und
Swissmedic sowie Spenden von Firmen und Privatpersonen finanziert. Die Aktivitäten im Rahmen des Jubiläumsjahres und die Kosten für die Modernisierung der Infrastruktur kön- nen jedoch nicht durch reguläre Einnahmen gedeckt werden. Alle Kantone sind entspre- chend der Einwohnerzahl um einen Beitrag ersucht worden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Kanton Zürich profitiert von dieser Dienstleistung. Das Zentrum mit Standort im Kanton Zürich übernimmt eine wichtige Funktion auch unter dem Gesichts- punkt der öffentlichen Gesundheit und ist zu unterstützen. Bewilligter Beitrag Fr. 26 400
13. Investitionen «blindekuh» Bereich Soziales Gesuchstellende Stiftung Blind-Liecht: Die seit 1998 bestehende Organisation Stiftung bezweckt die Förderung der Kultur des Blindseins und des gegenseitigen Ver- ständnisses zwischen Sehenden, Blinden und Behinderten in unserer Gesellschaft. Sie ent- wickelt und unterstützt Selbsthilfeprojekte für sehbehinderte oder blinde Menschen und un- terstützt Projekte zur Schaffung von Arbeits- plätzen. Ausgangslage Die Stiftung Blind-Liecht betreibt seit 1999 das weltweit erste Dunkelrestaurant «blinde- kuh» in Zürich und feierte Ende 2014 dessen 15-jähriges Jubiläum. Es ist an 340 Tagen im Jahr geöffnet und wird von 25 000 bis 30 000 Personen pro Jahr besucht, davon 70% aus dem Kanton Zürich. Der Kostendeckungsgrad des Betriebs, der 17 blinde und sehbehinderte Men- schen beschäftigt, ist 98%. Projektziel Durch die Erneuerung der Infrastruktur soll die betriebliche Effizienz und Effektivität ge- steigert werden.
Projektbeschrieb Teile der Infrastruktur und des Inventars, ins- besondere die Gastro-Küche, stammen aus der Gründerzeit und müssen saniert werden. Auch in den Bereichen Elektronik, Notlicht und Kleininventar besteht dringender Er- neuerungsbedarf. Für den Küchenumbau, die Anschaffungen von Geräten, Apparaten und Maschinen, die Erneuerung von IT, Website und Elektroinstallationen sowie für das Jubi- läum und das Marketing fallen Kosten von rund Fr. 132 500 an. Kosten Fr. 132 500 Gewünschter Beitrag Fr. 50 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 30 000. Die Stand- ortgemeinde wurde um Fr. 10 000 angefragt. Der offene Restbetrag muss mit Spenden und Beiträgen von Stiftungen gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Stiftung erbringt einen we- sentlichen Beitrag im Bereich der Integration von blinden und sehbehinderten Menschen und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit und ent- lastet dabei die öffentliche Hand wirkungsvoll. Bewilligter Beitrag Fr. 50 000 Auflage – Der gewährte Beitrag ist ein Kostendach. Sollte die Endabrechnung geringer ausfal- len als budgetiert, verringert sich der Bei- trag aus dem Lotteriefonds entsprechend. – Ein erster Betrag von Fr. 30 000 wird sofort ausbezahlt. Der Restbetrag wird erst nach Vorliegen der Schlussabrechnung und höchs- tens im Umfang des ungedeckten Betrages ausbezahlt.
14. Sanierung von baulichen Denkmälern / 500. Jahrestag Schlacht bei Marignano Bereich Bildung Gesuchstellende Fondazione Pro Marignano: Die seit 1965 Organisation bestehende Stiftung bezweckt den Unterhalt eines Denkmals und der Schlachtkapelle auf dem Gebiet der Schlacht vom 13./14. Septem- ber 1515.
Ausgangslage Aus Anlass des 500. Jahrestages der Schlacht von Marignano führt die Stiftung mehrere Ju- biläumsaktivitäten durch. Dazu zählen auch die Sanierung des Denkmals «Ex Clade Salus» in San Giuliano und die Schlachtkapelle «Ma- donna della Neve». Projektziel Es geht vor allem darum, die vor 500 Jahren stattgefundene Schlacht bei Marignano in Er- innerung zu halten und aus heutiger Sicht zu würdigen. Dazu gehört auch die Präsentation der beiden restaurierten Baudenkmäler. Projektbeschrieb Am Denkmal von 1965 müssen witterungs- bedingte Schäden ausgebessert werden. Die Schlachtkapelle (Onatorium) muss grundle- gend erneuert werden (u. a. weil ein Fahrzeug das Vordach zum Einsturz brachte). Kosten Gesamtkosten Fr. 500 000 für Denkmalpflege-Projekte Fr. 170 000 Gewünschter Beitrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Der Kanton Tessin hat einen Beitrag von Fr. 30 000 zugesprochen. Zahlreiche Kantone haben ebenfalls bereits einen Beitrag zuguns- ten der Aktivitäten gesprochen. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Schlacht bei Marignano ist Gegenstand historischer Neubewertungen. Aus Gründen der eidgenössischen Solidarität ist eine Beitragsleistung angebracht. Bewilligter Beitrag Fr. 30 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der Beitrag beschränkt sich auf die denk- malpflegerischen Massnahmen. Er wird erst nach Vorliegen einer entsprechenden Be- stätigung der Baudirektion ausbezahlt. – Nach Abschluss der Renovationsarbeiten ist der Baudirektion ein Schlussbericht ein- zureichen.
15. Publikation «Alltag in der Psychiatrie um 1970» Bereich Gesundheit Gesuchstellende Arbeitsgemeinschaft Zürcher Psychiatriege- Organisation schichte um 1970: Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus der Beratungsstelle für Landes- geschichte Zürich, dem Staatsarchiv des Kan- tons Zürich sowie dem Chronos-Verlag Zü- rich zusammen. Ausgangslage Wenige Monate vor der Brandkatastrophe im Burghölzli vom März 1971, bei der 28 Männer der geschlossenen Geriatrieabteilung den Tod fanden, hatte ein Psychiatriepfleger die Abtei- lung und deren Patienten in einer Fotoserie dokumentiert. Die Fotos ermöglichen seltene Einblicke in die Rahmenbedingungen psy- chischer Behandlungen in jener Zeit. Mit die- sem einmaligen Quellenmaterial soll ein Text- Bildband zur Zürcher Psychiatrie in den 1970er- Jahren erarbeitet werden. Projektziel Dokumentation des Alltags in der Psychiatri- schen Universitätsklinik Burghölzli um 1970. Schilderung und Analyse der Brandkatastro- phe von 1971 sowie des seither eingetretenen Wandels in der Behandlung psychisch kranker Menschen. Projektbeschrieb Im Zentrum des Bild-Text-Bandes stehen die Fotografien des Psychiatriepflegers Willi Kel- ler aus dem Alltag der psychiatrischen Klinik Burghölzli um 1970. Die geplante Publikation besteht aus einer Auswahl der vorhandenen rund 250 Fotografien. Der zweite Teil ist der Aufarbeitung der Ereignisse von 1971 gewid- met. In einem dritten Teil wird die Umbruchs- zeit, d. h. die Zustände vor und nach den Reformen der 1970er-Jahre, anhand von Inter- views mit verschiedenen Zeitzeugen darge- stellt. Der Umfang der Publikation beträgt etwa 248 Seiten. Der vorgesehene Verkaufs- preis beträgt Fr. 68.
Kosten Fr. 137 700 Gewünschter Beitrag Fr. 110 400 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 27 300. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds ge- deckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Zürich nimmt als Standort der psychiatrischen Forschung und Praxis seit über 100 Jahren eine führende Stellung ein. Der Zeitraum um 1970 gilt als entscheidender Moment in der Entwicklung der Psychiatrie. Die geplante Veröffentlichung wird daher ein zentrales Kapitel der Zürcher Spitalgeschich- te beleuchten. Ein Beitrag von Fr. 100 000 ist angemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 100 000
16. Monografie «Michael Wolgensinger – Fotograph und Filmemacher» Bereich Kultur Gesuchstellende Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich: Der seit Organisation 1997 bestehende Verlag vertreibt Sachbücher in den Bereichen Kunst, Fotografie und Archi- tektur. Ausgangslage Michael Wolgensinger (1913–1990) zählt zu den wichtigen Schweizer Fotografen seiner Generation. Er war Sachfotograf (Architek- tur, Design, Mode, Industrie usw.), internatio- nal tätiger Reporter und Filmemacher. Sein Werk ist ziemlich breit gestreut. Wesentliche Teile davon finden sich auf dem Platz Zürich (Baugeschichtliches Archiv, Stadtarchiv, Foto- stiftung Schweiz, Museum für Gestaltung). Projektziel Mit der Publikation soll das vielseitige Werk Wolgensingers aufgearbeitet und bekannt ge- macht werden. Damit wird ein wichtiger Bei- trag zur Dokumentation der Fotogeschichte der Schweiz geleistet.
Projektbeschrieb Mit der ersten, reich bebilderten Monografie über Michael Wolgensinger soll einerseits ein umfassender Überblick über sein Schaffen, anderseits ein Einblick in vielfältige kulturelle Zusammenhänge gewährt werden. Parallel zur Buchpublikation ist eine Ausstellung zum Werk mit einem Zürcher Schwerpunkt im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich geplant. Kosten Fr. 134 000 Gewünschter Beitrag Fr. 15 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 20 000. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 8000, der Bund mit Fr. 10 000. Von Stiftungen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 63 225 und aus dem Ver- kauf der Monografie ein Erlös von Fr. 17 775 erwartet. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds Das Vorhaben ist aus kultur- politischer Sicht zu begrüssen. Die regionale Bedeutung und der inhaltliche Bezug zum Kanton sind gegeben. Bewilligter Beitrag Fr. 15 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: – Der Fachstelle Kultur sind drei Belegexem- plare der Publikation zuzustellen.
17. Einrichtung Probe- und Trainingsraum Bereich Kultur Gesuchstellende Verein MOIRA tanztheater: Der Verein erar- Organisation beitet Tanztheaterprojekte mit professionel- len Bühnenkünstlerinnen und -künstlern aus verschiedenen Sparten und führt diese auf. Er betreibt eine generationenübergreifende Tanz- schule und führt alle zwei Jahre eine Eigen- produktion auf. Ausgangslage Nach der Kündigung des Mietverhältnisses für den bisherigen Proberaum hat der Gesuch- steller eine neue Bleibe gefunden. Dieses Ge- werbelokal soll nun so ausgebaut werden, dass es als Tanzraum genutzt werden kann.
Projektziel Mit baulichen Anpassungen soll die Weiter- führung der 20-jährigen Tanzarbeit mit künst- lerisch hochstehenden Eigenproduktionen und zeitgenössischem Tanz in den neuen Räum- lichkeiten ermöglicht werden. Projektbeschrieb Bauliche Anpassungen, Ausbau und Einrich- tung gemäss den Anforderungen an einen Probe- und Trainingsraum für Tanz: Tanz- schwingboden, Tanzteppich, Spiegelwand, Käs- ten für Bühnenmaterial/Requisiten/Kostüme, Musikanlage, Garderobeeinrichtungen und Dusche, Beamer und Beleuchtung, Aussen- beschilderung, Unterhaltsmaterial usw. Alle Einrichtungen (ausser Dusche) werden mobil installiert und können jederzeit in einen an- deren Raum verlegt oder verkauft werden. Kosten Fr. 92 000 Gewünschter Beitrag Fr. 70 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 22 000. Von drei umliegenden Gemeinden wurden Fr. 1900 zu- gesagt. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die geplanten Massnahmen sind zwingend nötig, um einen sinnvollen Probe- und Trainingsbetrieb zu gewährleisten. Die grosse Bedeutung für den zeitgenössischen Tanz in der Region Knonaueramt sowie die Schwierigkeit, für Tanzprojekte Mittel zu beschaffen, kann durch die Beitragsleistung gewürdigt werden. Aufgrund einer Überfinan- zierung erfolgt eine Kürzung am nachgesuch- ten Betrag. Bewilligter Beitrag Fr. 68 100
18. Umzug Igelzentrum Zürich Bereich Ökologie Gesuchstellende Verein Igelzentrum Zürich (IZZ): Der Verein Organisation betreibt ein Zentrum für pflegebedürftige Igel. Daneben bezweckt er die Öffentlich- keitsarbeit, die Förderung igelfreundlicher Lebensräume, das Anbieten von Ausbildungs- kursen insbesondere für Leiterinnen und Lei- ter von anderen Pflegestationen im Kanton sowie die Zusammenarbeit mit anderen Tier- und Naturschutzorganisationen. Ausgangslage Das Igelzentrum beantwortet jährlich bis zu 2500 Telefon- und E-Mail-Anfragen und nimmt rund 150 Igelpatienten stationär auf. Jedes Jahr besuchen mehr als 1500 Kinder und 300 Erwachsene mehrheitlich aus dem Kanton das Igelzentrum. Damit das Igelzentrum-Team diese Dienstleistungen weiterhin professionell erbringen kann, ist ein Umzug in grössere Räume notwendig. Projektziel Sicherstellung einer professionellen Beratung und Umweltbildung, der Igelpflege und der medizinischen Versorgung. Projektbeschrieb Die Genossenschaft «mehr als wohnen» bietet dem Igelzentrum geeignete Räume (Hagen- holstrasse 108a, Zürich-Leutschenbach) an. Diese ermöglichen eine aus hygienischer Sicht notwendige räumliche Trennung von Stall- und Behandlungsraum, sind mit öffentlichem Verkehr erreichbar und behindertengerecht. Mit den notwendigen Ausbauarbeiten und dank einer gut durchdachten Raumplanung und einem innovativen mobilen Stallkonzept sowie der Möglichkeit, Raum dazu zu mieten, bieten die neuen Räumlichkeiten genügend Raum für Igel, Besucherinnen und Besucher sowie Schulklassen. Kosten Fr. 330 000 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 60 000. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit einem Beitrag von Fr. 30 000. Der offene Restbetrag muss durch Dritte und den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der regionale Bezug zum Kan- ton Zürich ist ausgewiesen. Mit den neuen Räumlichkeiten kann das IZZ seine wichtige Arbeit rund um den Schutz des Igels nachhal- tig gewährleisten. Bewilligter Beitrag Fr. 100 000 Hinweise – Für den Europäischen Igel gibt es keine ausdrückliche Vorschrift bezüglich Gehege- grösse, da diese Art im Gegensatz zu den anderen Igelarten nicht als Heim- und Zoo- tier gehalten wird. Jedoch schrieb das Bun- desamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) im Merkblatt von 1994 im Ab- schnitt «Unterbringung», dass die Igel ein- zeln in mindestens 2 m2 grossen Boxen unterzubringen sind. Deshalb wird empfoh- len, diese Mindestfläche für das Igelgehege nicht zu unterschreiten. – Das IZZ wird gebeten abzuklären, ob es künftig als Koordinationsdrehscheibe in Igel- fragen auftreten und einen obligatorischen Kurs für Igelpflegerinnen und -pfleger an- bieten kann.
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken
1. Verein Lesegesellschaft Stäfa Erneuerung Dauerausstellung Ortsmuseum «Zur Farb» 40 000
2. Verein «start again soziale Unternehmungen» IT-Projekt für das move-Tageszentrum 47 400
3. Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaften Publikation «Catalogue raisonné Ferdinand Hodler» 220 000
4. ZVS / BirdLife Zürich Grossprojekt zur Förderung von Brutvögeln im Kanton 400 000
5. Verein Afro-Pfingsten Winterthur Jubiläumsbeitrag, Investitionen und Aktivitäten 220 000
6. Verein Geburtshaus Delphys Neueinrichtung nach Umzug 40 000
7. Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Fraumünster Öffnung und Neugestaltung Krypta Fraumünster 50 000
8. Verein QUARTA LINGUA Romanischer Erstspracheunterricht für Kinder in Zürich, Starthilfebeitrag 50 000
9. Kantonale Kinder- und Jugendförderung okaj Jubiläumsbeitrag Wanderausstellung 135 000
10. Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland Sanierungsbeitrag 400 000
11. Organisationskomitee 800 Jahre Wil Jubiläumsbeitrag Festspiel 70 000
12. Stiftung Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum Jubiläums-/Investitionsbeitrag für IT 26 400
13. Stiftung Blind-Liecht Erneuerung Infrastruktur 50 000
14. Fondazione Pro Marignano 500. Jahrestag der Schlacht bei Marignano Beitrag Sanierung Schlachtkapelle 30 000
15. Arbeitsgemeinschaft Zürcher Psychiatriegeschichte Publikation «Alltag in der Psychiatrie um 1970» 100 000
16. Verlag Scheidegger & Spiess Monografie «Michael Wolgensinger – Fotograph und Filmemacher» 15 000
17. Verein MOIRA tanztheater Einrichtung Probe- und Trainingsraum MOIRA 68 100
18. Verein Igelzentrum Zürich Neueinrichtung Igelzentrum 100 000 Total 2 061 900
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi