C1 12 31
KGVS-20120209-C1-12-31-20140513-141-ZWR-2012-137-138.pdf
9 février 2012Français2 min
Source vs.ch
RVJ / ZWR 2012 137 Rechtsprechung der Zivil- und Strafrechtilchen Abteilungen des Kantonsgerichts Jurisprudence des Cours civiles et pénales du Tribunal cantonal Zivilprozessrecht Procédure civile Zivilprozessrecht – Rechtsmittel – KGE (I. Zivilrechtliche Abteilung) vom 9. Februar 2012, X. c. Y. – TCV C1 12 31 Zivilprozessrecht: Anfechtbarkeit von erstinstanzlichen Entscheiden über superprovisorische Massnahmen – Dringliche Massnahmen der Präsidentin des Vormundschaftsamtes zum Kindesschutz gemäss Art. 56 EGZGB zählen zu den superprovisorischen Massnahmen im Sinne von Art. 265 ZPO, gegen welche kein Rechtsmittel gegeben ist. Ref. CH: Art. 265 ZPO Ref. VS: Art. 56 EGZGB Procédure civile: voie de droit contre les décisions de première instance prononçant des mesures superprovisionnelles – Les mesures urgentes prononcées par la présidente de la chambre pupillaire en matière de protection de l’enfance, au sens de l’art. 56 LACC, constituent des mesures superprovisionnelles, au sens de l’art. 265 CPC, contre lesquelles aucune voie de recours n’est ouverte. Ref. CH: art. 265 CPC Ref. VS: art. 56 LACC Verfahren Mit Verfügung vom 30. Januar 2012 regelte die Präsidentin des Vormundschaftsamtes die Obhut über die Kinder der Parteien sowie das Besuchsrecht provisorisch bis zum Vorliegen des Entscheides des Vormundschaftsamtes. Dagegen erhob X. Berufung. Aus den Erwägungen (für die Publikation formell angepasst) Der Erlass dringlicher Massnahmen zum Kindesschutz gemäss Art. 56 EGZGB fällt in die Zuständigkeit der Präsidentin des Vormundschaftsamtes, deren Anordnungen nach Abs. 1 dieser Bestimmung bis -- 1 of 2 -zu den Verhandlungen des Amtes gelten und nach Abs. 2 dieser Bestimmung auf Gesuch eines Betroffenen vom Vormundschaftsamt bestätigt oder widerrufen werden können. Bei den dringlichen Massnahmen gemäss Art. 56 EGZGB handelt es sich um superprovisorische Massnahmen im Sinne von Art. 265 der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen und vorliegend anwendbaren Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO). Diese sieht gegen kantonale erstinstanzliche Entscheide über superprovisorische Massnahmen kein Rechtsmittel vor (BGE 137 III
Considérants
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E. 1.3 mit zahlreichen Hinweisen), weshalb eine Präsidialverfügung nach Art. 56 EGZGB weder mit Berufung noch mit einem anderen Rechtsmittel angefochten werden kann.
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