25.7971 · Fragestunde. Frage · 2025-12-02
Departement des Innern
Erledigt
Wortlaut
Auf die Frage 25.7382antwortet Frau Bundesrätin Baume-Schneider, dass Swissmedic Verdachtsmeldungen zu unerwünschten Nebenwirkungen überwache. Wenn betroffene Personen und Ärzte nicht wissen, wie man Verdachtsmeldungen einreicht, können auch keine aussagekräftigen Schlüsse gezogen werden.
- Hat das BAG Studien zu Nebenwirkungen von mRNA-Impfungen (korrekterweise: modRNA-Impfungen) in Auftrag gegeben?
- Wo kann man diese Studien nachlesen?
Stellungnahme des Bundesrates
Das Bundesamt für Gesundheit erteilt keine Aufträge zur Durchführung von Studien zur Sicherheit von Arzneimitteln, einschliesslich jener zu mRNA-Impfstoffen. Solche Studien sind Bestandteil der Zulassungsunterlagen, welche durch die Hersteller bei Swissmedic eingereicht und durch das Heilmittelinstitut umfassend geprüft werden. Zum Zeitpunkt der Zulassung sind die wesentlichen Risiken eines Arzneimittels daher in der Regel bereits bekannt. Nach der Zulassung wird die Sicherheit von Arzneimitteln durch das Meldesystem von Swissmedic in Zusammenarbeit mit Universitätskliniken kontinuierlich überwacht, um auch seltene Nebenwirkungen zu erkennen und bei Bedarf Massnahmen zu treffen. Zudem werden auf Datenbanken wie PubMed laufend weitere Forschungsarbeiten zu Wirksamkeit und Sicherheit publiziert. Eine relevante Informationsquelle für Zulassungsstudien ist die umfassendste Datenbank ClinicalTrials.gov aus den USA, die, Stand heute, fast 560'000 Studien aus über 200 Ländern aufführt. Sämtliche klinische Studien, welche bei Swissmedic für eine Zulassung eingereicht werden, müssen hier erfasst sein. Zusätzliche Informationen zu Sicherheitsdaten gewinnt man in den jeweiligen Fachinformationen auf swissmedicinfo.ch sowie in den auf der Webseite von Swissmedic aufgeschalteten Risikomanagement-Plänen.