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26.4020 · Interpellation · 2026-06-19

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Eingereicht

Wortlaut

Katzen sind beliebte Haustiere: Auf 100 Einwohner:innen kommen in der Schweiz 20 Katzen. Für den Kot der Katzen wird viel Katzenstreu verbraucht. Die meisten Halter:innen nutzen mineralische Katzenstreu. Diese Katzenstreu besteht in der Regel aus nicht-erneuerbaren Rohstoffen wie Bentonit (ein Tonmineral). Der feuchte Bentonit wird oft mit Erdgas getrocknet, was CO2 freisetzt. Beim Transport in die Schweiz fallen zusätzliche CO2-Emissionen an. (vlg. https://catsforfuture.de/ ).

Zusätzlich muss Katzenstreu aus hygienischen Gründen im Hauskehricht entsorgt werden (https://www.bafu.admin.ch/de/katzenstreu ). Mineralische Katzenstreu ist einer der wenigen Abfälle, die in der KVA gar nicht verbrennt.

Katzenstreu macht mit 10% einen der grössten mineralischen Anteile der Schlacke aus.

Die Entsorgungssicherheit für Schlacke in der Schweiz ist laut einer Studie nur noch 3-5 Jahre gewährleistet (Studie “Volumina in Deponien des Typs D in der Schweiz Umfrage 2024. Schlussbericht.” vom 1. Dezember 2025, Erstellt vom Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallanlagen (VBSA) im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und des Cercle déchets; https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/oJ0viPE5M6sO/volumina_in_deponien_typ_d_in_der_ch.pdf).

Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:

  1. Wie schätzt der Bundesrat das Problem mineralische Katzenstreu für die Entsorgungssicherheit ein jetzt, 2026, ein, nachdem er 2023 die Situation als unbedenklich eingestuft hatte?

  2. Hat sich der Absatz von organischem Katzenstreu in den letzten Jahren verändert?

  3. Wie schätzt der Bundesrat das Wissen bei Katzenhalter:innen und Detailhändler:innen für das Problem ein?

  4. Wie gedenkt der Bundesrat die Katzenhalter:innen und Detailhändler:innen für das Problem zu sensibilisieren?

  5. Teilt der Bundesrat die Haltung, dass es eine Sensibilisierungskampagne für Katzenhalter:innen und Detailhändler:innen bräuchte?

  6. Teilt der Bundesrat die Haltung, dass es für mineralische Katzenstreu einen Ausstiegsplan (analog Torf) bräuchte?

  7. Mit welchen sonstigen Massnahmen will der Bundesrat erreichen, dass wertvolles Deponievolumen nicht weiterhin für die Katz’ ist (bzw. für Katzenstreu verbraucht wird)?