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preparatory:AB 112491

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2010-09-27

Wortprotokoll

Das Bundesamt für Energie wurde in Zug an der Podiumsveranstaltung "Energiepolitik in Zug" der Grünliberalen Partei durch Vizedirektor Michael Kaufmann vertreten. In diesem Rahmen hat Herr Kaufmann die Position des Bundesrates erklärt und Einschätzungen im Hinblick auf das globale und nationale Potenzial der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz vorgenommen.

Die in der Frage erwähnte Aussage ist komplett aus dem Zusammenhang gerissen. Herr Kaufmann hat nämlich auf eine Frage nach der Rolle der Atomkraft im Zusammenhang mit der weltweiten Energieversorgung darauf hingewiesen, dass der nukleare Anteil mit rund 4 Prozent am weltweiten Energieverbrauch gering sei. Das Hauptproblem liege beim hohen Anteil an fossilen Energieträgern und in zunehmendem Ausmass beim Einsatz von Kohle. Das Versorgungsproblem sei weltweit nicht mit Atomkraftwerken zu lösen, in diesem globalen Kontext solle man "die AKW-Frage vergessen". Diese Aussage steht im Einklang mit der Energiestrategie des Bundesrates, der nur Aussagen zur Relevanz von Grosskraftwerken für die schweizerische Stromversorgung gemacht hat. Während der Veranstaltung vertrat der Vizedirektor des BFE in Bezug auf die Versorgungssicherheit der Schweiz die Haltung des Bundesrates, wonach auch bei einem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien und einer massiven Verbesserung der Energieeffizienz nicht auf Grosskraftwerke oder Stromimporte verzichtet werden könne. Im Übrigen wurde die ganze Podiumsdiskussion seitens aller Teilnehmer sehr differenziert und konstruktiv geführt.