Riklin Kathy · Nationalrat · 2010-12-06
Riklin Kathy · Nationalrat · Zürich · Fraktion CVP/EVP/glp · 2010-12-06
Wortprotokoll
Heute folgt der letzte Akt in der langen Hundegesetzgeschichte, welche am 2. Dezember 2005, also vor fünf Jahren, begann. Damals wurde in Oberglatt/ZH ein Knabe von drei Hunden zu Tode gebissen.
26 unterschiedliche Hundegesetze oder eine Bundesregelung, das ist heute die Frage. Die einen wollten ein Hundekuschelgesetz, die andern keine Rasselisten, eine ganze Reihe von Leuten hier wollte überhaupt keine nationale Lösung. Heute haben wir eine nationale Lösung. Ich denke, das ist viel besser als keine Lösung oder als 26 unterschiedliche Lösungen. Eine Reihe von Kantonen hat zugewartet, bis der Bund aktiv wird. Diese Kantone wären bei einer Ablehnung die Lackierten. Es gibt Kantone, die weiter gingen, nun mit der Umsetzung ihres Gesetzes aber Mühe haben.
Man muss festhalten, dass in unserer Kommission nie ein Antrag auf ein Pitbullverbot gestellt wurde. Wir haben in der WBK auch keine Bewilligungspflicht durchgebracht. Das Gesetz, das Sie jetzt vor sich haben, beinhaltet aber eine Bewilligungspflicht. Es scheint mir eine gute Lösung für ein nationales Gesetz zu sein. Es gibt gute Kriterien, mit denen man die potenziell gefährlichen Hunde wirklich aus dem Verkehr nehmen kann.
Darum bitte ich Sie, über Ihren Schatten zu springen, zuzustimmen und zu zeigen, dass wir in dieser Kammer doch noch fähig sind, ein Gesetz zu Ende zu beraten und zum Abschluss zu bringen.