Weber-Gobet Marie-Thérèse · Nationalrat · 2010-12-14
Weber-Gobet Marie-Thérèse · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion · 2010-12-14
Wortprotokoll
Die 6. IV-Revision ist eine eingliederungsorientierte Revision; wir haben es heute schon oft gehört. Der Leitgedanke "Eingliederung aus Rente", der sie prägt, ist grundsätzlich unterstützungswürdig, denn Erwerbsarbeit hat sinn- und identitätsstiftenden Charakter und entspricht auch dem Bedürfnis vieler Betroffener.
Mit der Revision 6a sollen vor allem jüngere psychisch behinderte Rentenbezüger wiedereingegliedert werden. Die Reintegration aus der IV bedeutet eine grosse Herausforderung, sowohl für die betroffenen IV-Rentenbezüger als auch für die Arbeitgeber. Es macht daher Sinn, dass für beide Seiten möglichst optimale Bedingungen geschaffen werden, damit Krisen aufgefangen werden können und die Eingliederung nachhaltig wirken kann.
Die IV-Stellen haben den Auftrag, bei der Schaffung dieser Bedingungen mitzuhelfen. Es wird ihnen ein Massnahmenpaket zur Verfügung gestellt, welches sie angepasst an die jeweilige Situation einsetzen können. Grundlage bilden die bestehenden Eingliederungsmassnahmen, welche unter anderem um den Anspruch auf Beratung und Begleitung während des Eingliederungsprozesses sowie während drei Jahren nach Aufhebung einer Rente erweitert werden.
Mit meiner Minderheit plädiere ich dafür, dass Beratung und Begleitung nach Aufhebung der Rente für beide Seiten immer dann in Anspruch genommen werden kann, wenn die Situation es erfordert. Die Limitierung auf drei Jahre soll aufgehoben werden.
Pourquoi abroger le délai de trois ans? Je cite le message relatif à la modification de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité (6e révision, premier volet): "Les personnes qui ont reçu une rente parce qu'elles ont des problèmes psychiques ont besoin plus que d'autres d'un soutien personnel prolongé, car les maladies dont elles souffrent évoluent souvent par phases et, par conséquent, le processus de stabilisation et de retour en emploi est plus lent. Il faut donc que la durée des conseils et du suivi puisse être fixée individuellement et être prolongée après la fin des mesures de nouvelle réadaptation. Pour que le dispositif soit suffisamment souple, l'office AI peut, même après une mesure ayant conduit à la suppression de la rente, prévoir des conseils et un suivi de la personne durant trois ans encore au maximum à compter de sa décision."
Fixer la durée des conseils et du suivi vraiment "individuellement", comme le propose le message que je viens de citer, veut dire abandonner le délai de trois ans et introduire la possibilité de prévoir des conseils et un suivi de la personne, pour autant que cela s'avère nécessaire, après que l'office AI a rendu sa décision de supprimer la rente.
Im Namen der Minderheit bitte ich Sie, dieser auch arbeitgeberfreundlichen Lösung zuzustimmen. Sie dient den [PAGE 2028] Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die bereit sind, leistungsbeeinträchtigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzustellen, aber auch den Wiederintegrierten. Sie ist also zum Vorteil beider Seiten.