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Sommaruga Simonetta · Ständerat · 2010-09-22

Sommaruga Simonetta · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2010-09-22

Wortprotokoll

Sie haben mir mit Ihrer Wahl das Amt als Bundesrätin anvertraut.

Je vous remercie du fond du coeur de la confiance que vous m'avez témoignée.

In cordial grazia fitg per il sustegn e la fidanza ed jau m'allegrel da surpigliar questa bella incumbensa.

Vertrauen ist etwas vom Wichtigsten, was man einem Menschen schenken kann. In der Politik braucht es aber nicht nur das Vertrauen in die Menschen, sondern auch das Vertrauen in die politischen Institutionen und in deren Fähigkeit, [PAGE 1694] für Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit zu sorgen. Ich möchte dazu beitragen, dass dieses Vertrauen wächst.

Les hommes et les femmes de notre pays doivent pouvoir compter sur le fait qu'on saura garantir à tous, en particulier aux plus faibles de notre société, une vie digne et autonome.

I cittadini del nostro Paese devono poter riporre la propria fiducia nelle istituzioni. Devono anche sapere che se il nostro Paese vuole rimanere coeso la maggioranza deve rispettare e tenere in debita considerazione le minoranze, tutte le minoranze, sia quelle di origine culturale e linguistica, sia quelle di origine religiosa e politica o di altra natura.

Die Menschen sollen wissen, wie wichtig es ist, dass in unserem Land auch die politischen Gegner einander vertrauen können. Denn nur so funktioniert das System der Konkordanz. Damit gute Kompromisse zustande kommen, braucht es auf beiden Seiten Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und manchmal den Mut, über den eigenen Schatten zu springen.

Je mettrai toutes mes forces pour assurer dialogue et recherche de solutions. Et pour cela, j'espère pouvoir compter sur votre soutien critique.

Ich danke Jacqueline Fehr ganz herzlich für den fairen, für den freundschaftlichen Wahlkampf, den wir zusammen geführt haben. Mein Dank geht auch an alle, die mir diese Unterstützung schon bisher gewährt haben, an meine Familie, an meine Freunde, an meine Partei, die SP, und an den Kanton Bern. Er geht auch an die Bevölkerung, die viel von mir erwartet. Ich bin mir bewusst, dass es unmöglich ist, so viele Erwartungen zu erfüllen. Ihnen gerecht werden können wir ohnehin nur gemeinsam, im Kollegium der Landesregierung und gemeinsam mit Ihnen, geschätzte Mitglieder der Bundesversammlung.

Ich freue mich auf diese Zusammenarbeit und erkläre Annahme der Wahl. (Stehende Ovation)