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Leuthard Doris · Bundesrat · 2011-03-14

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2011-03-14

Wortprotokoll

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion. Er tat dies nicht aus grundsätzlich gegenläufigen Überlegungen: Wie Sie gesehen haben, ist im Bereich der Aus- und Weiterbildung vieles im Fluss. Es ist aber nicht alles Sache des Bundes; es ist sehr vieles Sache der Branchen respektive eine Sache der Eigenverantwortung.

Noch ein paar Zusatzinformationen: Im August 2010 hat das Bundesamt für Energie einen Grundlagenbericht über das Bildungsangebot im thermischen Solarbereich veröffentlicht. Wir haben eine Marktabschätzung über den Bedarf an geschulten Solarfachleuten in der Schweiz gemacht. Wir haben aufgezeigt, dass bei der Aus- und Weiterbildung tatsächlich Handlungsbedarf besteht. Die Marktabschätzung hat auch gezeigt, dass mittelfristig etwa 15 000 Solarfachleute für Planung und Installationen notwendig sind. Das wäre eine Verdoppelung bis Verdreifachung des Bestands an eigenen Fachleuten.

Die Schulungsangebote müssen sich jetzt entwickeln; man kann sie nicht von einem Jahr aufs andere bereitstellen. Deshalb haben wir schon in der Antwort, die wir Ihnen am 6. Mai 2009 gegeben haben, auf die Lehrgänge hingewiesen, etwa jene in Yverdon-les-Bains, an der Fachhochschule Muttenz oder an der Fachhochschule Manno. Sie haben jetzt begonnen, Lehrgänge für die erneuerbaren Energien ins Leben zu rufen. Wir haben im Rahmen der Konjunkturprogramme einen Effort gemacht. Die KTI hat mit dem Innovationscheck - einem Instrument, das weitergeführt wird - eine sehr gute Resonanz gefunden. Das sind Instrumente, von denen wir meinen, dass sie der Rolle des Bundes entsprechen.

Wir hoffen jetzt, dass ganz viele junge Leute ohne Zwang finden, dass dies tolle Berufe seien, und dass sie sie erlernen möchten. Wir leben immer noch in einem freiheitlichen Land und zwingen niemanden, eine Ausbildung anzutreten, wenn er dies nicht will. In diesem Bereich ist es nicht anders. Die Lehrbetriebe sind da, sie sind am Aufbauen; die Lehrgänge sind auch da. Jetzt braucht es die Begeisterung der jungen Menschen.