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Graber Konrad · Ständerat · 2011-03-16

Graber Konrad · Ständerat · Luzern · Fraktion CVP/EVP/glp · 2011-03-16

Wortprotokoll

Tatsächlich behandeln wir, wenn man die weltweite Situation anschaut, heute ein Luxusproblem. Ich möchte in dieser Diskussion nur auf einen Punkt eingehen: Es geht letztlich um die Positionierung des Standortes Schweiz.

Wenn ich die Werbe- und Marketingaktivitäten der Schweiz anschaue, so sehe ich, dass es um Themen wie unversehrte Natur, landschaftliche Schönheit, Ruhe usw. geht. Im Kanton Wallis kommt das zum Ausdruck, indem man mit dem Matterhorn wirbt; in meiner Gegend sind es der Pilatus, die Rigi, der Titlis usw. Diese Berge sind wohl Ausdruck dafür, wie die Schweiz wahrgenommen sein möchte. Das Standortmarketing beinhaltet aber eben auch, dass man sich nicht verzettelt. Schliesslich kann man nicht auf mehreren Bühnen gleichzeitig tanzen, das ist eine allgemein bekannte Weisheit. Wer etwas erreichen will, der muss sich auf einen Aspekt konzentrieren und sich darauf fokussieren. Im Marketingbereich kommt das mit dem Begriff "USP" - Unique Selling Proposition - zum Ausdruck. Wenn ich an unseren Tourismus denke, dann fallen mir eben Werte wie Landschaft, Ruhe und intakte Umwelt ein.

Wir können nun immer mehr fordern und versuchen, uns auf zwei, drei Bühnen zu bewegen, wir werden aber nicht gewinnen. Wer alles will, wer immer mehr will, hat am Schluss gar nichts mehr. Da kann ich nur an die Geschichte von Hans im Glück erinnern, dort kommt das auch zum Ausdruck: Am Schluss hatte Hans gar nichts mehr.

Ich bitte Sie, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben.