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preparatory:AB 118877

Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2011-06-07

Wortprotokoll

Die Informatiksicherheit der Schweizer Kernkraftwerke im Bereich der Reaktorschutzsysteme und weiterer sicherheitsbezogener Systeme wird vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat beaufsichtigt. Dies schliesst auch Systeme ein, welche dem Schutz vor Sabotage und Terrorismus dienen. Die Steuer- und Kontrollsysteme sowie die Sicherheitssysteme der Schweizer Kernkraftwerke umfassen technische und organisatorische Schutzvorkehrungen und Kontrollmassnahmen wie beispielsweise die physische Netzwerktrennung oder Redundanz und Diversität. Die Schutzsysteme sind mehrfach und unabhängig voneinander ausgelegt und unterscheiden sich in ihrem Aufbau. Die Massnahmen zur Informatiksicherheit in den Schweizer Kernkraftwerken umfassen die Abwehr von bekannten Bedrohungen wie auch die Eliminierung von Verwundbarkeiten.

Der Fall Stuxnet zeigt allerdings, dass es unter bestimmten Umständen möglich bleiben wird, hochspezialisierte bösartige Software in ein elektronisches System einzuschleusen, auch wenn dieses System isoliert ist. Solche Angriffe setzen in aller Regel jedoch detaillierte Insiderkenntnisse über das Angriffsziel voraus, damit man die Schutzmechanismen überwinden und den angestrebten Schaden erzielen kann. In der Schweiz wurden bisher weder in zivilen noch in militärischen Informatiksystemen Auswirkungen des Virus Stuxnet festgestellt.

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