Freitag Pankraz · Ständerat · 2011-06-09
Freitag Pankraz · Ständerat · Glarus · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2011-06-09
Wortprotokoll
Der ETH-Bereich ist eine Unternehmung mit inzwischen über 24 000 Studierenden, mit gut 15 000 Vollzeitstellen, darunter rund 690 Professoren und Professorinnen. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes ist gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent gestiegen, der Unterbringungsbeitrag um 3,2 Prozent. Zusammen hat der Bund für die ETH im vergangenen Jahr 2,268 Milliarden Franken ausgegeben.
Was sehr erfreulich ist, ist die Tatsache, dass die Zweit- und Drittmittel wiederum um 10 Prozent gestiegen sind. Zweitmittel sind beispielsweise Mittel von Organisationen wie KTI, Nationalfonds usw.; Drittmittel sind Mittel, die man im Wettbewerb erreicht hat.
Um jetzt kurz zu bleiben, möchte ich nur noch ein Thema kurz ansprechen, das ich interessant finde; es findet sich in der Staatsrechnung, auf Seite 50 der Sonderrechnungen. Dort sind Beteiligungen der Institutionen des ETH-Bereichs aufgeführt; es sind eigentlich finanzielle Beteiligungen. Da geht es im Prinzip aber um Spin-offs aus dem ETH-Bereich. Das ist einerseits eine interessante Aufstellung, weil man sieht, wo überall was gemacht wird. Es zeigt andererseits aber auch, was für eine volkswirtschaftliche Bedeutung der ETH-Bereich für unser Land hat. Das gilt ähnlich natürlich auch für andere Hochschulen und Fachhochschulen. Man darf auch sagen, dass der ETH-Bereich im Bereich der Spin-offs, die ja auch durch Projekte gefördert werden, erfolgreicher ist als die ganz hoch dotierten amerikanischen Spitzenuniversitäten. Das ist äusserst erfreulich.
Eine letzte Bemerkung zu diesem erfreulichen Teil, mit einem kurzen Blick auf das nächste Thema auf der Traktandenliste: Wenn ich nachschaue, wo dann diese Unternehmungen zu Hause sind - da ist ja ein bisschen Geld der ETH oder des Staats, aber auch sehr viel Know-how drin, und dieses Know-how hat auch die Schweizerische Eidgenossenschaft bezahlt -, stelle ich fest: Es gibt kein einziges solches Unternehmen, welches in der Ostschweiz ist; es [PAGE 531] gibt, wenn man Zug weglässt, kein einziges, welches in der Innerschweiz ist; auch das Tessin könnte man dazunehmen. Das ist wieder ein Hinweis: Wenn wir über regionale Verteilung reden, müssen wir vielleicht auch über solche Dinge reden.
Aber noch einmal: Der ETH-Bereich ist für unser Land äusserst wichtig, und die Entwicklung der Spin-offs, deren Bedeutung in der Staatsrechnung auch aufgezeigt wird, finde ich positiv. Ich bin übrigens zufällig in den USA auch auf ein solches Unternehmen gestossen, das ein grosses Potenzial hat.
Ich beantrage Ihnen, die Rechnung des ETH-Bereiches ebenfalls zu genehmigen.