AB 120054
Gutzwiller Felix · Ständerat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2011-06-15
Wortprotokoll
Ich möchte noch ein Argument nachschieben. Ich glaube in der Tat, dieser Transfer von Aufgaben ist sehr wichtig; er war beim Pro-Helvetia-Gesetz so gewünscht und wird jetzt auch finanzielle Konsequenzen haben. Wir haben uns aber davon überzeugen können, dass es eben da und dort doch noch zusätzlichen Bedarf gibt. Ich möchte zwei Themen kurz aufgreifen und sie dem Departement und dem Bundesrat mitgeben.
Das eine ist der Bereich der Fotografie, der uns sehr beschäftigt hat. Da ist zumindest mir in der Kommission nicht kristallklar geworden, ob mit diesem Transfer nicht ein Abbau verbunden ist. Ich möchte hier beliebt machen, dass es nach dem Transfer mindestens einen Gleichstand gibt. Sie wissen, das Drei-Säulen-Modell der Förderung der Fotografie durch das Bundesamt für Kultur - nämlich mit Memoriav, da geht es um die Restaurierung, dann kommt die Fotostiftung Schweiz für die Bewahrung und Bereitstellung von Nachlässen und schliesslich die Eidgenössische Fotokommission - ist ein international beachtetes Modell. Das hat das Bundesamt für Kultur auch sehr gut gemacht. Man hat hier mit relativ wenig Mitteln, nämlich mit 700 000 Franken Projektmitteln, international beachtliche Arbeit geleistet. Es wäre ein grosses Anliegen, dass mit der Aufgabenübertragung die Fotografie im Rahmen von Pro Helvetia zumindest den heutigen Stand beibehalten kann.
Ein weiteres Argument, das ich anführen möchte, sind die Kulturzentren der Schweiz. Sie werden wenig diskutiert oder nur, wenn sie ein gewisses Ärgernis bereiten. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass sowohl das Istituto Svizzero in Rom wie auch die Institute in Paris und New York ausgezeichnete Arbeit leisten. Ich konnte mich selber davon überzeugen, dass diese Kulturzentren und Institute absolut am Anschlag sind. Das gilt vor allem für das Istituto Svizzero in Rom.
Auch aus dieser Optik würde ich befürworten, dass wir hier der Kommission folgen.