Bischof Pirmin · Ständerat · 2012-03-05
Bischof Pirmin · Ständerat · Solothurn · Fraktion CVP-EVP · 2012-03-05
Wortprotokoll
Ich möchte mich vorweg entschuldigen, dass ich es unterlassen habe, einen Minderheitsantrag zu stellen. Wie der Kommissionsreferent festgestellt hat, hat sich die Kommission mit 6 zu 6 Stimmen mit Stichentscheid der Präsidentin für Festhalten an der Fassung des Ständerates entschieden.
Ich bitte Sie aus folgendem Grund, meinem Einzelantrag zuzustimmen, also der Fassung des Nationalrates zu folgen: Der Ständerat möchte in seiner Fassung im Vergütungsreglement zusätzlich zu den übrigen Regelungen ein Maximalverhältnis zwischen Grundentschädigung und variablen Vergütungen, also Boni, einführen. Ein solches Maximalverhältnis macht in einem Vergütungsreglement keinen Sinn, im Gegenteil. Es verhindert nicht, dass Überentschädigungen ausgerichtet werden. Es führt lediglich dazu, dass dann die Gesellschaften, wenn sie ein bestimmtes prozentuales Verhältnis festgelegt haben, höhere Grundentschädigungen ausrichten werden, damit sie auch höhere Boni ausrichten können. Entscheidend ist ja nicht das Verhältnis zwischen zwei Entschädigungskategorien, entscheidend ist die Gesamtsumme der Entschädigungen, die am Schluss ausgerichtet wird. Dass darüber beschlossen werden kann, wird durch diesen indirekten Gegenentwurf ja gewährleistet.
Ich bitte Sie deshalb, hier meinem Einzelantrag zu folgen.