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Fehr Jacqueline · Nationalrat · 2013-04-15

Fehr Jacqueline · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2013-04-15

Wortprotokoll

Sie haben es nicht verstanden, weil Sie nicht zugehört haben! Sie haben ja mit Ihren Enkelkindern grosse Erfahrung in der Fremdbetreuung von Kindern und wissen, wie das ist: Ab einem gewissen Einkommen kann man sich zu Hause Kinderfrauen leisten. Im Unterschied zu Ihren Töchtern geben aber die meisten Menschen ihre Kinder in Kindertagesstätten. Das ist der erste Punkt.

Der zweite Punkt betrifft mein Beispiel, und dieses sieht folgendermassen aus: Familie A, traditionell, der Mann arbeitet zu 100 Prozent, die Familie verdient pro Jahr 100 000 Franken. Familie B teilt sich die Arbeit nicht nur auf, sondern muss, um ebenfalls ein Einkommen von 100 000 Franken zu erzielen, zu mehr als 100 Prozent arbeiten, wobei er zu 100 Prozent und sie zu 60 Prozent arbeitet. Herr Blocher, es gibt solche Leute, die 160 Prozent arbeiten müssen, um pro Jahr 100 000 Franken zu verdienen! Diese Leute sind auf eine Kinderbetreuung angewiesen. Wenn Sie ihnen nun den Kinderbetreuungsabzug wegnehmen, bestrafen Sie diese Menschen und nehmen ihnen diese Vergünstigung weg. Damit privilegieren Sie die Einverdienerfamilie, die in diesem Falle sehr gut situiert ist.