AB 130070
Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2011-03-10
Wortprotokoll
Nach den guten Ausführungen von Frau Gilli kann ich mich sehr kurz halten. Wir Grünen werden dem Entwurf des Bundesrates zustimmen, weil aus unserer Sicht klar ist, dass niemand eine Bezahlung bekommen darf, dem oder der die Forschung direkt nützt. Es besteht dann nämlich die Gefahr, dass zum einen die Forschungsergebnisse manipuliert werden und zum anderen die Versuchspersonen manipuliert werden oder quasi schon manipuliert sind. Wenn aber jemand nicht von den Ergebnissen der Forschung betroffen ist, soll eine Entschädigung möglich sein. Sie wissen das wahrscheinlich: Das ist oft ein Job für Studentinnen und Studenten, die sich so ihr Studium finanzieren; es ist aber auch oft ein Job für Leute, die weniger Geld haben. Unter solchen Umständen wird bei verschiedensten Forschungen mitgemacht: Umfragen - so war die Schlafforschung einmal ganz breit angelegt - oder auch Forschungsprojekte zu neuen Medikamenten usw.
Wir Grünen sind hier liberal und meinen: Ein Verdienst muss möglich sein, aber es darf eben nicht möglich sein, damit Missbrauch zu treiben. Deshalb sind wir für eine klare Formulierung im Gesetz. Es soll festgehalten werden, wann eine Bezahlung möglich ist und wann nicht. Wir meinen, das sei im Entwurf des Bundesrates gut gelöst, und bitten Sie, in dem Fall dem bundesrätlichen Entwurf zuzustimmen und damit zum Antrag der Minderheit II (Gilli) Ja zu sagen.