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Eder Joachim · Ständerat · 2012-09-17

Eder Joachim · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion · 2012-09-17

Wortprotokoll

Eintreten auf diese Vorlage ist unbestritten. Es ist die Umsetzung einer Motion der WBK des Nationalrates und letztlich die logische Fortsetzung von Nasak-Beschlüssen der Jahre 1998, 2000 und 2007. Sie wissen, dass der Nationalrat etwas weiter gegangen ist als der Bundesrat, allerdings nicht so weit, wie es die Sportverbände mit den eingegebenen Infrastrukturvorhaben von insgesamt 87 Millionen Franken gerne gehabt hätten. Die Minderheit betrachtet die im Nationalrat beschlossene Erhöhung um 20 Millionen Franken als absolut vertretbar und stellt Ihnen entsprechend Antrag. Es geht hier um Finanzhilfen an Sportanlagen von nationaler Bedeutung, der Zeitraum umfasst die Periode bis Ende 2017.

Entscheidend ist, das hat der Präsident unserer Kommission als Berichterstatter bereits gesagt, ob unser Rat ein finanzpolitisches Zeichen setzen oder ein sportpolitisches Signal aussenden will. Man kann beides mit gutem Gewissen vertreten. Die Minderheit setzt das Schwergewicht klar und unmissverständlich auf den Sport. Wir möchten damit die Bedeutung und Notwendigkeit der Sportförderung in unserem Land unterstreichen. Als Trainer, Spieler und Schiedsrichter habe ich beim Handball persönlich erlebt, wie wichtig solche Signale der öffentlichen Hand sind. Wir haben in unserem Land 20 000 Sportvereine, in diesen Vereinen 1,6 Millionen Aktivmitglieder sowie 300 000 ehrenamtlich Tätige, was die Führung und den Sportbetrieb anbelangt. Mit einer Erhöhung anerkennen wir auch und gerade ihre für unsere Gesellschaft wichtige Arbeit, erfüllt der Sport doch anerkanntermassen soziale, pädagogische und präventive Aufgaben. Die Zustimmung zum Minderheitsantrag ist damit ein eindeutiges Zeichen, ein Signal für Sport- und Bewegungsanlagen in unserem Land, für Anlagen, die der ganzen Bevölkerung zugutekommen und auch gutausgebildeten Trainerinnen und Trainern für die Ausbildung aller Altersgruppen und Leistungsstufen zur Verfügung stehen. Der Zeitpunkt, gerade jetzt nach den Olympischen Spielen, scheint der Minderheit für die beantragte Aufstockung ideal.

Dank der Spitze in unserem Land kommen wir zu Nachwuchs, zur Breite also. Die Breite selber ermöglicht uns [PAGE 756] letztlich dann auch wieder die Spitze, welche für Medaillen an internationalen Wettkämpfen wichtig ist und somit unsere sportliche Leistungsfähigkeit, die auch dank optimaler Infrastrukturanlagen zustande kommt, weltweit unter Beweis stellt. Eine wesentliche Grundbedingung für sämtliche Sportanlagen von nationaler Bedeutung ist, und das ist der Minderheit sehr wichtig, dass der Breitensport entsprechend berücksichtigt werden muss. Das rechtfertigt die von uns beantragte Erhöhung umso mehr. Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf das Schreiben des Direktors von Swiss Olympic, Roger Schnegg, der namens der 83 Mitgliedverbände in allerletzter Minute gerade auf diese nachhaltige Unterstützung des Breitensports hingewiesen hat.

Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten, und danke Ihnen, wenn Sie dem Minderheitsantrag, also der Erhöhung um 20 Millionen Franken auf 70 Millionen Franken, zustimmen.