Fetz Anita · Ständerat · 2011-05-31
Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2011-05-31
Wortprotokoll
Die Minderheit beantragt Ihnen, dem Nationalrat zu folgen und den Sportunterricht in der Bundeskompetenz zu belassen. Der Nationalrat hat das notabene mit 122 zu 26 Stimmen sehr deutlich beschlossen. Und zwar soll der Bund nach Anhörung der Kantone Qualität und Quantität des Sportunterrichts an den Schulen festlegen. Ich betone, es geht heute nicht um eine Kompetenzverschiebung. Die Kompetenz des Bundes, die Lektionenzahl zu bestimmen, gilt schon heute. Nur ist sie in einer Verordnung festgelegt. Die Verfassungsmässigkeit im Hinblick auf den neuen Bildungsartikel ist durch ein Rechtsgutachten bestätigt worden. Sie ist gegeben. Diese Regelung widerspricht also in keinem Fall dem neuen Bildungsartikel in der Verfassung.
Die Minderheit will die Definition von Qualität und Menge im Sportunterricht für die ganze Schweiz sichern, und das scheint ihr aus inhaltlichen Gründen sehr wichtig. Sie wissen, Sport ist für die Prävention sehr wichtig. Die Kinder sollen von klein auf lernen, sich zu bewegen. Heute tun sie das teilweise viel zu wenig, und wir haben schon die ersten Probleme mit relativ vielen übergewichtigen Kindern. Dann ist Sport auch die beste Massnahme, Kinder und Jugendliche zu integrieren. Das ist nachgewiesen und spielt eine wichtige Rolle. Ich denke also, mit der Annahme des Antrages der Minderheit setzen Sie das richtige Zeichen für den Sport und für die Kinder und Jugendlichen, damit sie sich mehr bewegen.