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Lombardi Filippo · Ständerat · 2006-06-20

Lombardi Filippo · Ständerat · Tessin · Christlichdemokratische Fraktion · 2006-06-20

Wortprotokoll

Wir haben gestern lange über die Regionalpolitik gesprochen und ihr unsere breite Zustimmung zugesichert. Heute haben wir hier eine Gelegenheit, eine kleine, aber konkrete Geste in der Regionalpolitik zu tun, und zwar zugunsten der abgelegenen Täler, der Randregionen der Randregionen in diesem Land. In diesen Regionen bleibt keine andere wirtschaftliche Tätigkeit als der Natursteinabbau. Es sind je nach Dorf im Maggiatal, im Calancatal und in anderen Tälern verschiedene Kantone betroffen. Selbstverständlich haben wir hier eine Liste mit allen Prozentsätzen, ich werde sie nicht erwähnen. Aber in diesen Tälern bieten diese Unternehmen oft die einzige Beschäftigungsmöglichkeit; sie beschäftigen 10, 20 Leute in solchen Dörfern. Wenn wir etwas tun wollen für diese Täler, damit die Bevölkerung sie eben nicht verlässt, sollten wir eine solche Geste tun; diese bringt nichts Neues, sondern führt eine Begünstigung wieder ein, die 1994 aufgehoben wurde.

Auf die Bemerkung des Präsidenten unserer Kommission, dies würde 1,6 Prozent des Umsatzes der Branche ausmachen, also 5 Millionen Franken, entgegnen wir natürlich Folgendes: Wir sagen ihm, dass dies für den Bund weniger als 0,1 Promille der Einnahmen ausmacht. Darunter wird der Bund bestimmt nicht leiden. Die 1,6 Prozent hingegen sind für diese Branche natürlich von Bedeutung. Denn insbesondere mit der Einführung der LSVA und mit der Erhöhung der Transportkosten ist jetzt der Transport dieses Natursteins aus dem Alpenraum, besonders aus dem Maggia- oder dem Calancatal, in Richtung Zürich, Winterthur usw. viel teurer geworden. Die wenigen Prozente, die noch hinzukommen werden, bewirken, dass diese Städte ihre Trottoirs jetzt oft mit Natursteinen aus China bestücken. Denn es ist billiger, diese Steine auf dem Seeweg und vom Rheinhafen Basel dann in die Städte zu transportieren.

Ich glaube, wir haben hier jetzt ein Maximum erreicht, da wir sogar Natursteine aus China importieren, weil wir nicht bereit sind, kleine Massnahmen zu treffen, um diese Branche zu unterstützen.

Il s'agit vraiment ici de faire un geste pour les plus pauvres des pauvres. Nous avons fait des exceptions dans la loi. C'est faux de prétendre qu'il n'y en a pas: il y en a déjà. Il y en a pour les entreprises de transport concessionnaires de la Confédération, pour l'agriculture, pour la sylviculture et pour la pêche professionnelle. Pour toutes ces branches, nous avons prévu des exceptions et la majorité des membres de cette chambre les a votées, il n'y a pas si longtemps, contre l'avis du Conseil fédéral. Alors, pourquoi ne pas faire un geste de justice envers une branche qui ne reçoit aucune subvention, qui est située dans les zones les plus pauvres et les plus éloignées de ce pays, dans lesquelles ces 20, 30 ou 50 emplois par commune ou par vallée sont parfois une des seules choses qui restent?

Je vous demande vraiment de faire ici un geste de solidarité, de soutenir la proposition de la minorité, d'entrer en matière et d'adopter le projet issu de l'initiative parlementaire Robbiani. Ce projet a par ailleurs obtenu un large succès au Conseil national, avec 119 voix contre 33. Ce serait un geste que le Conseil des Etats, chambre des cantons et des régions périphériques s'il en est, se devrait absolument de faire.