Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · 2011-06-16
Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · Graubünden · 2011-06-16
Wortprotokoll
Es wurde gesagt: Wir haben verschiedene Möglichkeiten, die Chancengleichheit auch in einer Verwaltung zu fördern, und zwar mit Jobsharing zum einen und mit Arbeitszeitmodellen zum andern. Dann stellt sich auch die Frage des Topsharing. Ich stimme Herrn Ständerat Jenny zu: Es ist eigentlich selbstverständlich, wie im Übrigen auch gleicher Lohn für gleiche Arbeit in einer öffentlichen Verwaltung etwas Selbstverständliches sein sollte. Aber wir stellen fest, dass Selbstverständlichkeiten nicht selbstverständlich sind. Darum müssen wir etwas nachhelfen, wenn auch nur noch in gewissen Bereichen. Im Allgemeinen ist es gut umgesetzt, aber in gewissen Bereichen müssen wir nachhelfen, damit es selbstverständlich wird. Ich teile Ihre Auffassung, dass nicht jede Topkaderfunktion aufgeteilt werden kann. Man kann Verantwortung in bestimmten Bereichen teilen, aber nicht überall. Es muss, das ist von Ihnen zu Recht gefordert worden, jede Funktion daraufhin überprüfen, ob sie sich aufteilen lässt, ob eine geteilte Verantwortung möglich ist. Im Grundsatz muss das dort, wo es nicht zu Konflikten kommt, wie in der Privatwirtschaft möglich gemacht werden. Das ist unser Ziel.
Wir werden mit der neuen Bundespersonalgesetzgebung, die wir Ihnen noch in diesem Jahr unterbreiten werden, und der Verordnung den dazu nötigen Rahmen schaffen und das Anliegen in dem Sinn, wie ich es gesagt habe, umzusetzen versuchen.